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Grenzerbericht: Kontrollierte Wolfsdezimierung und geplante Bündniserweiterung!

Am Tag vor Mittwoch - dem Dienstag - fand, wie fast jede Woche zur achten Abendstunde, die Grenzerstunde in der beschaulichen Siedlung 'Fuchskleve' statt. Diesesmal blieb man jedoch nicht lange vorort, galt es doch endlich die 'Wolfsplage' auf dem Baugelände des Herrn Brockstaedter, nahe Brückengau, in Augenschein zu nehmen.

Die ‚Wolfshatz‘ war ja schon länger in Planung und war durch einen Beschwerdebrief von ‚Baumogul‘, Herrn Brockstaedter, an den Bürgermeister Weissfuss, noch zusätzlich forciert worden, trotzdem wunderte ich mich bei meiner Ankunft, auf soviele Besucher der ‚Grenzerstunde‘ zu treffen, die ganz begierig auf eine zünftige Jagd zu sein schienen.

Neben dem Fräulein Faramee, den Herren, Bango Gerstfeld und Werro Hanfstengel und natürlich den Grenzbeamten, Sundo und Kelko Breitfusz, waren überraschenderweise, auch die Zwerge, Skuldori und Huruin, von ‚Durins Faust der Gerechten‘, mit von der Partie, was mich zu Beginn noch etwas wunderte, später jedoch, noch durchaus Sinn ergeben sollte.

Als dann auch noch erfreulicherweise, die Damen, Araswen, Vahalla und Nayel, sowie Herr Ahilleth, von der Elbengemeinschaft ‚Ilfirin Gwaith‘, zu uns stiessen, waren plötzlich soviele Besucher zugegen, wie es schon sehr lange nicht mehr der Fall gewesen war.

Während die allgemeine Begrüssung noch minutenlang vonstatten ging und Faramee sogar ihren Drachen steigen liess, versuchten, Kelko und Sundo, alles für einen baldigen Aufbruch gen Balgfurt zu strukturieren. Werro und Bango, wurde das Ganze dann wohl etwas zuviel, weswegen sie beschlossen, nicht Mitzureiten und stattdessen die Speisekammer des ‚Grenzersmial‘ neu ‚ordnen‘ zu wollen.

So bestiegen wir anderen unsere Reittiere und brachen, immerhin noch zu zehnt, auf den kurzen Ritt nach ‚Balgfurt‘ auf, von wo das belagerte Baugelände am Besten zu erreichen war, wie Grenzerhauptmann Sundo uns glaubhaft versicherte.

Einen gar bunten Haufen gaben wir ‚Grenzerstundenbesucher‘ ab, als wir auf den verschiedensten Huftieren, da so quer durchs Auenland preschten und, mehr als nur einmal, erstaunte und neugierige Blicke von Passanten und Anrainern ernteten!

In Balgfurt angekommen, liessen wir dort unsere erschöpften Reittiere zurück und versammelten uns am östlichen Ortsrand, rund um Fräulein Faramees bunten Blümchendrachen, der uns als ideales Orientierungszeichen in der einbrechenden Dunkelheit diente, sodass niemand verlorengehen konnte.

Nach einem kurzen Waffencheck und knappen Anordnungen, den Angriff betreffend, ging es dann hinein in die alten ‚Brückengau-Ruinen‘, von woher, mehrere von uns – besonders die hellhörigen Elben – schon das Knurren von zahlreichen Wölfen vernommen hatten!

Dann ging alles ‚ratzfatz‘, als die kampferprobten Zwerge und Elben, wie die ‚Froschmoorstetter Feuerwehr‘ loslegten und schneller als wir Hobbits gucken konnten, der zahlreichen Wölfe in der Senke hinter der Mauer, ansichtig wurden und sogleich die Jagd auf sie begannen. Hauptmann Kelko und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, hielten uns dezent zurück, während das Fräulein Faramee und Herr Sundo, fröhlich mitmischten und den beiden anderen Volksgruppen in nichts nachstanden, was das Erlegen der Wölfe anging!

Nach der ersten Attacken-Welle, versammelten sich einige der Jäger auf einem grossen Felsblock inmitten des Wolfsbaus – denn nichts anderes hatten die pelzigen Raubtiere hier errichtet -, um eine erste Bilanz zu ziehen.

Dank der ‚Fäuste‘ und der ‚Ilfirin‘, war alles viel schneller als vorab befürchtet über die Bühne gegangen und die Wolfsplage schon ordentlich eingedämmt worden. Zwergenherrn Huruin war es, nach zähem Kampf, sogar gelungen, das Leittier – sage und schreibe, ein waschechter ‚Angmar-Warg‘ (!) – zu erlegen, was den Hauptteil der übrigen Wölfe, zur wilden Flucht angetrieben hatte!

Trotzdem ordnete Kelko noch einen letzten Inspektionsgang über das Gelände an, um auch sicher sein zu können, dass die Wölfe vertrieben waren. Wir teilten uns in Grüppchen auf und suchten das Areal aufs Genaueste ab, wobei Faramee auf ein Bündel stiess, welches wohl die Arbeiter des Herrn Brockstaedter zurückgelassen hatten, als sie vor den Wölfen weggelaufen waren. Natürlich gaben wir die Tasche sofort bei Hauptmann Sundo ab.

Vereinzelt mussten auch noch einige aggressive Nachzügler des Wolfsrudels niedergemacht werden, bevor Grenzerhauptmann Kelko schliesslich in sein Horn stiess und damit den allgemeinen Rückzug anordnete.

Wir sammelten uns wieder jenseits der Mauer und stellten zufrieden fest, dass alle vollzählig und unversehrt, wieder den Wolfsbau verlassen hatten. Wir trafen sogar noch auf eine Passantin – das Fräulein Gilladhien -, deren neugierige Fragen, wir nur allzu gerne beantworteten. Herr Ahilleth bat uns dann, doch alle noch mit ihm im nahegelegenen Gasthaus ‚Zum Goldenen Barsch‘ einzukehren, da er und Zwergenherr Skuldori, noch etwas kundzutun hatten.

Im ‚Barsch‘ angekommen, wurde sich aber natürlich erstmal ordentlich gestärkt, wobei die Elben in unserer Gruppe sich merklich zurückhielten und eher wir Hobbits und die Zwerge, gut und reichlich zuschlugen! Nach den kühlen Temperaturen bei Brückengau, fühlten sich aber alle gleichsam heimisch und gemütlich, vor dem prasselnden Kaminfeuer im Hinterzimmer des berühmten Lokals.

Nach dem sich alle wieder halbwegs erholt und die Bäuche gefüllt hatten – unter anderm mit Faramees selbstgebackenen Blaubeertörtchen -, verschaffte sich Elbenherr Ahilleth dann Gehör und rückte mit seiner angekündigten Neuigkeit heraus.

Ahilleth: ‚Meine Lieben Freunde. Werte Zwerge, Werte Hobbits und Werte Elben. Wir haben uns heute aus einem weiteren Grund, als die Wölfe zu jagen, hier versammelt. Ich möchte ein Anliegen an euch bringen. Mit Herrn Skuldori und Herrn Kelko sprach Ich bereits über das Thema. Wir haben bereits ein Bündnis mit den Zwergen. Wir würden gerne ein Dreier Bündnis mit euch Auenländlern schließen. Einen Drei-Völkerbund, bestehend aus den Hobbits, den Zwergen und den Elben! Sinn und Zweck eines solchen Bundes soll es sein, den Schutz unserer Heimatlande zu gewährleisten. Ebenso die Beziehungen zueinander zu vertiefen und zu verfeinern. So wäre mein Vorschlag, wenn Ihr Hobbits daran interessiert seid, ein großes Fest zur Vertragsunterzeichnung der Drei-Völker zu veranstalten. Damit wären die Ered Luin und die Auenlande, nicht nur eng verbunden, sie wären gemeinschaftlich eins. Ein starkes Bündnis und eine familiäre Gemeinschaft. Aus verschiedenen, in Harmonie miteinander lebenden Völkern.‘

 

Das war für die meisten unter uns eine grosse, aber auch positive, Überraschung, die auf allgemeine Zustimmung traf, wie der aufbrandende Applaus und Jubel, nur allzu deutlich anzeigte! Der Schritt hin zu einem ‚Drei-Völker-Bund‘ erschien allen auch nur ein wahrhaft logischer und die Aussicht auf ein gemeinsames Fest, tat sein Übriges dazu. Nach kurzer Diskussion, wurde ersteinmal der April für die gemeinsame Veranstaltung ins Auge gefasst.

Die Details würden dann, bei einem zukünftigen Treffen, noch genauer festgelegt werden, zumal die Grenzerbrüder, Sundo und Kelko, sich Ende März auf einer Fortbildung befinden würden und erst danach ‚Nägel mit Köpfen# gemacht werden könnten. So endete diese erfolgreiche Grenzerstunde, mit der Erledigung der vom Bürgermeister geforderten Aufgabe und einer famosen Erweiterung des Freundschaftsbündnisses, zwischen Elben, Zwergen und Hobbits! Hurra!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Das war aufregend. Der Beuno war als einziger schlau genug, seine Laterne mitzubringen, darum blieb ich immer in seiner Nähe. Naja, und weil ich Beunos Händchen halten wollte.

    Was nur mag in dem geheimnisvollen Bündel sein? Törtchen hätte ich gerochen, ich hoffe das war kein Wolfsköder um den Bau zu verzögern oder den Kaufpreis zu senken.

    Sundo und Kelko scheinen ja ganz patente Grenzer zu sein. Nur das sie diesen selbsternannten Elbenfürst nicht durchschauen wundert mich. Der ist ein Rüpel und verdient die Gastfreundschaft der Hobbits nicht.

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