Berichte

Grenzerbericht: Jubiläums-Planungen und ein Edelsteinfund!

Am zweiten Tag der Woche, dem letzten Dienstag, trafen sich die ‚Grenzer des Auenlandes‘, wie gewohnt, wieder in ihrem Hauptquartier in ‚Fuchskleve‘, um die Ereignisse der vorangegangenen Wochen zu besprechen und hilfesuchenden Mitbürgern zur Seite zu stehen. Ab der achten Abendstunde, standen allen Besuchern und Anliegern, die Tore des ‚Grenzersmial‘ weit geöffnet.

 

Mit leichter Verspätung schlug ich auf dem Grenzergelände in ‚Fuchskleve‘ auf und freute mich, bereits auf sechs Anwesende Grenzerstundenteilnehmer zu stossen, darunter – neben den Grenzerhauptmännern Sundo und Kelko, Grenzerausbilder Faroweis Birnhaag, den Elbenfräuleins Brevorvien und Nayel, sowie Elbenherrn Ahilleth – auch auf das Hobbitfräulein Irmeline, die seit einiger Zeit, erfreulicherweise, wieder zu den Besuchern der Grenzerstunde zählt. Sundo zeigte sich erleichtert, dass an diesem Abend mal wieder eine ganz ’normale‘ Grenzerstunde vor Ort anstand und man keine Öfen, oder vereiste Smials, zu besuchen hatte. Er wollte gerne nocheinmal, das kurz bevorstehende ‚Zehnjährige Grenzerjubiläum‘ besprechen, dass ja am folgenden Donnerstag, an selber Stelle, stattfinden sollte. Als dann auch Herr Bango eingetroffen war und sich mit Grenzereintopf versorgt hatte, wollte Sundo gerade loslegen, als mich Herr Ahilleth an den Rubin erinnerte, welchen er im Auenland gefunden und mir beim letzten ‚Elbengasthausabend‘, überantwortet hatte.

Ahilleth: ‚Hast du den Rubin dabei, Beuno? Ich bin gespannt, was die Grenzer dazu sagen.‘

Irmeline: ‚Huch, einen Rubin? Doch nicht einen echten?!‘

Beuno: ‚Doch, einen echten..Ahi gab ihn mir! Er fand ihn in einem Kothaufen im Auenland!‘

Irmeline: ‚Der muß ja ein Vermögen wert sein!‘

Ahilleth: ‚Keinem Kothaufen, einem Busch, Beuno! Hinterm ‚Efeubusch‘.‘

 

Da Kelko so eine heikle Angelegenheit nicht im Freien besprechen wollte, bat er uns alle ins Grenzersmial hinein, obwohl dort schon alles für die kommende Feier vorbereitet worden war und wir so einer kleinen Überraschung beraubt wurden. Im Innern bediente sich ‚Essperte‘ Bango, als erstes erneut am dort köchelnden Eintopf und auch die verbündeten Elben von ‚Ilfirin Gwaith‘, sagten zu einer dampfenden Schüssel ‚Hirschragout‘ nicht ’nein‘. Ich übergab den Rubin dann sofort an Hauptmann Kelko, was mir grosse Erleichterung verschaffte, da mir ohnehin nicht wohl dabei gewesen war, so ein Vermögen mit mir herumzutragen.

Ahilleth: ‚Wenn der Rubin mehr wert sein sollte, als das Auenland, dann muss er gut verwahrt werden. Ich fand den Rubin in Hobbingen, nahe des ‚Efeubusch‘, eine Straße weiter quasi. Direkt an der Rückseite des Gasthauses.‘

Sundo: ‚Das Sicherste wäre, wenn wir ihn einfach irgendwo vergraben…. dann muss man nicht aufpassen.‘

Kelko: ‚Dann finden wir ihn vielleicht nicht wieder.‘

Ahilleth: ‚Was ist denn mit dem Steinbruch bei Schären, vielleicht weiß dort jemand etwas? Vielleicht gab’s da mal Rubine?‘

Brevorvien: ‚Da gibts nur noch Spinnen!‘

 

Kelko verschloss den Edelstein dann erstmal in die eiserne ‚Grenzer-Beweismittel-Truhe‘, wo er vorerst am sichersten aufgehoben war. Die Grenzer würden später die Ermittlungen aufnehmen, um den Besitzer ausfindig zu machen. Hernach kam die Unterhaltung wieder auf das Grenzerfest zu sprechen, wobei die umgestaltung des Hauptsaals, sehr gelobt und allgemeinhin, für gut befunden wurde. Auch der Ablauf der Festivität interessierte uns alle sehr.

Ahilleth: ‚Auch wir können, wenn Bedarf da ist, sicher musikalisch helfen. Weiß man schon was zum Programm des Abends?‘

Sundo: ‚Ahilleth, wenn ihr auch ein, zwei Liedchen zum Besten geben könntet, dann hätten wir noch mehr Abwechslung. Also ich bin kein Freund der durchgetakteten Abende.‘

Kelko: ‚Wie gesagt, Sundo hält eine Rede, ansonsten gibt es ordentlich zu Essen und Trinken, etwas Musik und dann werden wir sehen, was sonst noch passiert.‘

Beuno: ‚Guter Plan, Kelko!‘

 

Zu unserer aller Freude, traf dann auch noch Herr Torbol Prallwams, im Grenzersmial ein, wurde herzlichst begrüsst und sogleich über das Besprochene ins Bild gesetzt.

Beuno: ‚Wir besprechen grad das Grenzerjubiläum,Torbi…und ein Rubin wurde auch gefunden!‘

Sundo: ‚Genau, das Grenzerjubiläum…also zu den Reden: Wenn jemand von euch Erlebnisse mit den Grenzern hat und diese für so gut hält, dass er davon berichten will, gerne! Ich glaube, wir Grenzer definieren uns darüber, was man schon mit uns erlebt hat.‘

Torbol hörte geduldig zu, doch merkte man, dass ihm noch etwas anderes unter den Nägeln brannte, was er zu melden gedachte. Ich ahnte bereits worum es ging und nannte das Kind beim Namen.

Beuno: ‚Gibt es Neuigkeiten im Fall ‚Flinkwiesel‘?‘

Torbol: ‚Ja, hier: ich will zur Anzeige bringen: die Übeltäterin Sahma Flinkwiesel ist wieder im Auenland! Sie war ganz quietschvergnügt zur Mathomhaus-Besichtigung gekommen!‘

Beuno: ‚Und dein gestohlenes Gemälde wurde unrechtmässig veräussert, hörte ich!‘

Torbol: ‚Ja, genau, und bestimmt hat sie sich schon nach neuen Kunstwerken umgeguckt, die sie klauen kann!‘

Wir mussten den echauffierten Hutträger dann gemeinsam beruhigen, so sehr hatte er sich in Rage geredet und es wurde von den Grenzern beschlossen, dem Fräulein Sahma, erstmal, ganz offiziell, eine Vorladung zukommen zu lassen, der sie mit etwas Glück auch nachkommen werden wird, da sie sich ja nun selbst als Opfer sieht, wie sie schon mehrmals beteuert hatte. So endete diese turbulente, sehr gut besuchte Grenzerstunde, auf einer versöhnlichen Note, obgleich Herr Bango noch nicht vollends hatte überzeugt werden können, am Donnerstag den ‚Stammtisch zum Efeubusch‘ einmal geschlossen zu lassen und stattdessen zum Grenzerjubiläum zu kommen. Man kann nur die Daumen drücken!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Torbol Prallwams

    Also ich habe hinter und vor und neben dem Efeubusch alles genau abgesucht, aber keine weiteren Rubine dort gefunden. Leider! Den muss also jemand verloren haben, und ich ahne auch schon wer: Bestimmt sind illegale Schatzgräber auf den geheimen Hort vom Verrückten Beutlin gestoßen! Da wird einer von den Säcken voll Juwelen ein Loch gehabt haben.

    Oder Sahma hat irgendwo in der Nähe ihr Schwarzgeld und Diebesgut vergraben!

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