Berichte

Grenzerbericht: Grenzerstunde im Zeichen einer Golfturnierplanung!

Erfreulich zahlreich, waren die Besucher, die am letzten Dienstag, ihren Weg gen ‚Fuchskleve‘, zur allwöchentlichen ‚Grenzerstunde‘ gefunden hatten. Die ‚Grenzerbrüder‘, Sundo und Kelko Breitfusz, begrüssten ihre Gäste, wie üblich, zur achten Abendstunde, vor dem Grenzerhauptquartier, in der Bachuferstrasse Nummer vier.

 

Nachdem ich nahezu pünktlich zur Grenzerstunde angereist gekommen war und bereits das Fräulein Irmeline und Grenzerausbilder Faroweis Birnhaag, hatte begrüssen können, trafen nach und nach, in schneller Abfolge, Opa Hanglo, Bango Gerstfeld, Kelko Breitfusz und auch Hauptmann Sundo, der letzte Woche noch krankheitsbedingt ausgefallen war, im Grenzergarten ein, sodass wir eine ganz ordentliche ‚Grenzerstundengruppe‘ abgaben. Faroweis kam nicht umhin, die Stunde wiedermal mit einem Jux zu eröffnen.

Faroweis: ‚Rekrutin Irmeline! Strafzettel für Beuno. Er trägt seine Mütze schief!‘

Irmeline: ‚Ihr seid’s aber schnell bei der Hand mit Strafzetteln.‘

Sundo: ‚Irmeline, du musst wissen, dass sich Faro und Beuno ganz besonders lieb haben – so wie die sich immer necken.‘

Da Bangos Magen dann schon wieder hörbar grummelte und es auch merklich kühler wurde, bat uns Sundo dann ins Grenzersmial hinein, wo auch schon ein deftiger Linseneintopf köchelte, den Hauptmann Kelko, mit eigener Hand angerührt hatte. Nach dieser Ankündigung, war ‚Essperte‘ Bango natürlich sofort der Erste, der das Hauptquartier im Laufschritt enterte, während wir anderen ihm, grinsend und kopfschüttelnd, gesitteter nachfolgten – Opa Hanglo leicht schwankend, da er wohl schon vorab, seinem Selbstgebrannten ordentlich zugesprochen hatte. Im Grenzersaal taten wir es dann Bango gleich und füllten uns Schüsseln mit dampfender Linsensuppe voll, die wir erstmal genüsslich verköstigten.

Kelko: ‚Heute gibt es Linseneintopf!‘

Bango: ‚Ich mag Linsen.‘

Beuno: ‚Linsen mit Fleisch?‘

Bango: ‚Mit Würste!‘

Kelko: ‚Und Töften und Möhren.‘

Sundo berichtete dann nach dem Essen, dass er endlich mal dazu gekommen war, seinen Schreibtisch aufzuräumen.

Sundo: ‚Ich muss hier mal etwas sagen: Mein Schreibtisch ist seit mehreren Wochen das erste Mal so richtig aufgeräumt… Leider finde ich da nun nix mehr!‘

Faroweis: ‚Manchmal ist Chaos ein System!‘

Sundo: ‚Ich hab aber auch das Glück, dass ich jetzt Irmeline fragen kann und sie findet dann die Sachen für mich.‘

Anscheinend war Sundo, beim Durchschauen der Papiere und Grenzerberichte, aufgefallen, dass schon länger keine Grenzerexkursion mehr durchgeführt worden war. Diese Tatsache tat er nun uns anderen kund und warf die nächst logische Frage in den Raum.

Sundo: ‚Was haltet ihr mal wieder von einer Exkursion?‘

Irmeline: ‚Größstartigst! Eine Grenzbegehung.‘

Bango: ‚Ui, ein Picknick?‘

Sundo: ‚Also, Grenzbegehung, oder in eine bestimmte Region. Und wenn ihr eine Idee habt wo es hin gehen soll, nur her damit.‘

Die Ideen flogen anschliessend nur so durch den Raum, als noch Herr Torbol Prallwams zu uns stiess und sogleich ins Bild gesetzt wurde, damit auch er mitentscheiden konnte. Grenzerausbilder Faroweis, kam dann mit einem Vorschlag um die Ecke, der auf allgemeine Zustimmung zu treffen schien.

Faroweis: ‚Warum gehen wir nicht mal wieder zusammen Olfen (auenländer Variante des ‚Golfens‘)? Ich würd gern mal wieder Olfen gehn!‘

.Sundo: ‚Olfen ist ne gute Idee, so einmal rund um den Schärener Steinbruch, wäre doch was.‘

Kelko: ‚Na gut, dann gehen wir nächste Woche Olfen!‘

Beuno: ‚Das ist doch keine Exkursion…das ist Freizeit!!‘

Da Bango der erfahrenste (G)olfer unter uns war, wurde ihm auch die Leitung dieses kleinen Turniers angetragen.

Faroweis: ‚Bango, machst du den Golfereibüttel?‘

Bango: ‚Nagut. Aber auf ner richtigen Olfereibahn, nich auf sonner ewig langen.‘

Sundo: ‚Bango, du kennst dich ja am Grünfeld aus. Dann machst du das.‘

Aus Einfachheitsgründen, entschied Bango dann, dass die bereits vorhandene Anlage auf dem Grünfeld genutzt werden sollte, was dann auch zeitlich besser zu organisieren war. Je nach Anzahl der Teilnehmer, würde sich natürlich auch die Länge des Turniers gestalten.

Kelko: ‚Sundo, machst du einen Aushang? Vielleicht wollen ja auch noch andere teilnehmen.‘

Sundo: ‚Bango, gibt es ein Limit? Also sagst du, es dürfen nur 5 oder 10 teilnehmen?‘

Bango: ‚Uh, das is nichso wichtig.‘

Kelko: ‚Ja, wir wollen alle dazu einladen!‘

Bango: ‚Wenns so viele Olfer werden, spielen wir halt nur eine Bahn.‘

Sundo: ‚Gut, dann mach ich einen Aushang. Ich freu mich schon drauf!‘

So wurde für den nächsten Dienstag, zur normalen Grenzerstundenzeit, zur achten Abendstunde, das Treffen nach Dachsbauten verlegt, damit man sofort mit dem ‚Olfen‘ starten konnte. Am Abschlaghügel – der alten dachsbautener Mühle – dürfen sich dann auch gerne alle anderen ‚Olfinteressierten‘ einfinden, um mit den Grenzbeamten, einige lockere Äpfel über das saftige Grün zu schlagen! Die Grenzer freuen sich auf rege Beteiligung, auch seitens der ‚Nicht-Stammkunden‘ der Grenzerstunde! 

Sundo: ‚Darf ich auch noch um etwas bitten, bevor ihr heim geht? Also, der Platschfuß hat sich bei uns bedankt, dass wir neulich Füchse bei ihm verjagt haben. Mit sieben Dutzend Eiern vom Sandson! Nehmt doch bitte jeder ein Dutzend mit, wir haben ja noch selber welche.‘

So endete die Grenzerstunde, nicht nur mit der Vorfreude aufs anstehende ‚Olfen‘, sondern auch noch mit einem grossen Korb voller Eier für jeden von uns! Besser gehts doch nicht!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. juhu toll! Die Eier waren lecker, oja!

  2. hihi besser gehts wirklich nicht. sonne, natur, wandern und noch lecker Essen dazu! So lieben wir Hobbits das doch

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