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Grenzerbericht: Grenzer ziehen Fazit des ‚Käsetopfessens‘!

Reportage. Am letzten Dienstag, hatten die ‚Grenzer des Auenlands‘, wiedermal eine reguläre Grenzerstunde angesetzt, zu welcher, ab der achten Abendstunde, alle Hilfe- und Ratsuchenden, zum Grenzerhauptquartier nach ‚Fuchskleve‘, eingeladen waren. Hauptsächlich wurde aber über das letztwöchige ‚Käsetopf-Essen‘ diskutiert und einige ‚Munkeleien‘ genauer unter die Lupe genommen.

 

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Bei der traditionellen Veranstaltung, in der letzten Woche, hatten Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag und Pensionist, Werro Hanfstengel, die diesmal zugegen waren, leider nicht anwesend sein können, sodass sie ersteinmal – von den Hauptmännern, Sundo und Kelko, sowie meiner Wenigkeit, Beuno Willowtree – informiert werden mussten, was beim ‚Brottunken‘ vorgefallen war. Dabei lobte Sundo – trotz einer geschwollenen Zunge, auf die ersich selbst beim zweiten Abendessen gebissen hatte – die Grenzerin Tulpeline Schweinepfote, die als Vertreterin der ‚Grünfeldkompanie‘ am ‚Käsetopfessen‘ teilgenommen hatte, über alle Maßen, da sie, gleich nachdem ihr das erste Brotstück von der Gabel gerutscht war und sie eigentlich nur mit den Füssen in den Eiswasserbottich hätte steigen müssen, gleich die volle ‚Strafe‘ vollzogen und vollständig untergetaucht war!

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Werro und Faro staunten nicht schlecht, nachdem sie den Sinn der schwer verständlichen Worte des Altgrenzers begriffen hatten, ob dieses cleveren Schachzugs der patenten Hobbitdame und nickten anerkennend mit den Köpfen. Werro wäre am letzten Dienstag gerne dabeigewesen, war aber auf seinem Sofa eingenickt und hatte den ‚grossen Schmaus‘ in Michelbinge leider verpasst, während Faroweis sich ohnehin vorher hatte entschuldigen lassen. So hingen sie begierig an unseren Lippen, als wir nocheinmal jedes kleinste Detail, des geselligen Abends, rekapitulierten und ‚Revue passieren‘ liessen. So kam die Sprache, unvermeidlich, auf das Fernbleiben von Grenzerrekrut, Filbu Buchsbaum, von dem ja die ‚Munkeleien‘ behaupteten, dass seine Verletzung, weniger schwerwiegend sei, als er selbst dies angegeben hatte! Trotz seines angeblichen ‚Beinbruchs‘, war er gesehen worden, wie er auf dem ‚Bühl‘ und in Michelbinge, herumstolziert war. Faroweis murrte hörbar auf, bei diesen Fakten, hielt aber dennoch an sich und legte zähneknirschend dar, dass die Unschuldsvermutung gelte, solange nicht eine aktive Täuschung bewiesen sei.

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Kelko lobte den Grenzerausbilder sehr, für seine besonnene Sichtweise und legte ihm mitfühlend eine Hand auf die Schulter. Sundo meinte, dass man Filbu noch Schonzeit zugestehen müsse, da es schliesslich nicht mehr wie früher war, als noch andere Gesetze galten und die ‚Auenlandgrenzer‘, lediglich eine schnelle Eingreiftruppe bildeten, die besonders gegen ‚Fremdlinge‘, die illegal das Auenland betreten hatten, eingesetzt worden war. Auch heute war es noch eine der Hauptaufgaben der Beamten, neu zugezogene ‚Nicht-Hobbits‘ in Augenschein zu nehmen und auf den ‚Zahn‘ zu fühlen! Ob der neue Rekrut Buchsbaum, irgendwann einmal die Authorität aufbringen wird, um mit widerborstigen Delinquenten, adäquat umspringen zu können, stehe noch in den Sternen, wie Sundo seufzend hervornuschelte.

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Ich machte dann den Fehler, zu fragen, ob Froschmoorstettener, wie Faroweis, auch schon als ‚Fremdlinge‘ eingestuft werden würden und ob die ‚Birnhaags‘ nicht wohl gar einen Schuss Bilwissblut in den Adern hätten, woraufhin der ohnehin schon angefressene Grenzer, pikiert ins Grenzersmial verschwand. Ihn zu beleidigen, war natürlich nicht meine Absicht gewesen und so folgten wir ihm alle hinein, damit ich mich entschuldigen konnte.

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Zum Glück sah Faroweis nach einer Weile ein, dass ich mit nur einen Ulk erlaubt hatte und akzeptierte meine Reue vollauf! Da Sundos Zunge immer mehr schmerzte und ich auch kein ‚Bogüfett‘ dabei hatte, musste Kelko seinen Bruder rasch nach Hause bringen, um das entzündete Organ kühlen zu können. Der erfahrene Werro schlug noch vor, dass Sundo draussen im Garten am Schneemann lecken sollte, da die Natur – neben der Zeit – schliesslich immer noch der beste Heiler sei!

Dankend, aber nicht ohne Zweifel, nickten die Grenzerbrüder nur kurz und verabschiedeten sich dann von uns, wobei Kelko die entsprechenden Grussformeln aufsagen musste, da Sundo mittlerweile garnicht mehr zu verstehen war! Mit den Ausdruck der Hoffnung, auf einige baldige Genesung des ‚Altgrenzers‘, zogen wir alle dann unserer jeweiligen Wege und wünschten uns ‚Aufwiedersehen‘, am kommenden Dienstag, bei der nächsten Grenzerstunde.

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den Bericht lieber Beuno. .. So so Schonzeit für Herrn Buchsbaum na so was

    • Beuno Willowtree

      Gerne doch, liebe Mai! 🙂 Ja, die Grenzer werden aus ihm noch nicht so recht schlau.

  2. tztztz….Beuno wieder.

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