Berichte

Grenzerbericht: Grenzer Unterberg mit Neuigkeiten und einer geplanten Exkursions-Kollaboration!

Vergangenen Dienstag, zur achten Abendstunde, versammelten sich wieder die 'Grenzer des Auenlands', mitsamt ihrer Gäste, im beschaulichen Weiler 'Fuchskleve', vor dem Grenzerhauptquartier, um für Hilfesuchende, oder Anzeigensteller, dazusein. Die Hauptmänner, Sundo und Kelko Breitfusz, hatten wie immer, für alle Probleme und Sorgen ihrer Mitbürger, ein offenes Ohr parat.

Ja, Hauptmann Sundo war, nach zweiwöchiger Abwesenheit, in welcher er seinem Opa Wotho bei der Smialdachreparatur geholfen hatte, wieder zugegen, genau wie sein Bruder, Kelko Breitfusz, Pensionist Werro Hanfstengel, sowie wir Zivilisten, Bango Gerstfeld und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, die wir eine frische Brise genutzt hatten und mit unseren Papierdrachen aufgelaufen kamen. Kaum hatte Werro unsere Fluggeräte fachmännisch gelobt und Sundo von seinen Arbeiten mit Wotho berichtet, kam, mit Grenzer Hecco Unterberg von der ‚Grünfeldkompanie‘, ein weiterer Besucher auf dem Grenzergrundstück an und bekam wohl grad noch das Ende von Sundos Bericht mit.

 

Sundo: ‚Ich musste neue Erde auf das Dach tragen, neu Bewässern und Einsäen und Wotho sass daneben und hat mich beaufsichtigt. Das hat ihn total glücklich gemacht!‘
Beuno: ‚Achje! Wir in Bockland, nutzen Kühe für ein gesundes Dachwachstum. Allein die Fladen dichten ja alles schon perfekt ab!‘
Sundo: ‚Aber ich wollte ein Dach haben das dicht ist und nicht riecht, wenn’s nass wird!‘

 

Hecco wurde sodann, herzlich und neugierig, begrüsst und Sundo bat uns alle ins Grenzersmial hinein, wo er sich bei einer Schüssel ‚Grenzereintopf‘, die Gründe des Erscheinens, des ‚Grünfeldgrenzers‘, in aller Ruhe anhören wollte. Der reservierte Hecco, hatte dagegen nichts einzuwenden und folgte uns, samt seines Hundes, der treu an Seite dahertrottete, in den grossen Saal des Grenzerhauptquartiers, wo uns schon der köstliche Geruch, aus dem grossen Eintopfkessel, der über dem Kochfeuer brodelte, empfing. Nachdem sich alle – Bango natürlich als Erster vorweg – vom Inhalt bedient hatten, platzierten wir uns mit den dampfenden Schüsseln, auf der Sitzgruppe vor dem gemütlichen Kamin, wo Sundo zunächst, auf die extreme Wetterlage, die bis vor Kurzem geherrscht hatte, zu sprechen kam.

 

Sundo: ‚Sagt mal, wie kamt ihr eigentlich mit der Wärme in letzter Zeit zurecht?‘
Bango: ‚Ganz gut, ich hab viel gegessen!‘
Beuno: ‚Es war heisser, als im Enddarm eines Miefsittich!‘
Werro: ‚Die armen Pfeifenkraut-Pflänzchen sind ganz braun geworden.‘
Beuno: ‚Na, die kannste dann wohl in der Pfeife rauchen!‘

 

Als dann die ersten Schüsseln geleert waren, war auch vorerst Schluss mit den Trivialitäten und Hecco wurde aufgefordert, seine Meldungen aus dem Norden vorzutragen, was dieser auch bereitwillig tat. Wir alle hingen förmlich an seinen Lippen, als er von den Ergebnissen im Fall des ‚Tüftendiebstahls‘, von welchem uns Grenzer Korc in der letzten Woche berichtet hatte, erzählte.

 

Hecco: ‚Wir haben die Kartoffeldiebin! Und wenn es gut läuft, kommt sie straffrei davon.‘
Beuno: ‚Ach, dieses Fräulein Rabenhaupt?‘
Kelko: ‚Ich hoffe doch sehr, dass sie straffrei bleibt.‘ 
Hecco: ‚Wir haben sie in einer Pflegefamilie untergebracht, wo sie bleibt bis sie jährig ist und eine Ausbildung zur Köchin absolviert.‘
Beuno: ‚Das ist eine drakonische Strafe!! Will sie denn überhaupt Köchin werden?‘
Hecco: ‚Wenn sie keine Köchin werden wollen würde, würde sie die Ausbildung nicht machen, Beuno. Aber bis die Sache vollumfänglich geklärt ist, kann ich noch keine Einzelheiten verraten.‘

 

Hecco verriet nur soviel, dass von ihrem Vater wegzukommen, wahrscheinlich das Beste war, was der jungen Dame passieren konnte. Darin stimmten wir alle natürlich überein, doch entspann sich dann eine Diskussion, inwiefern der Einfluss der wegscheider Freunde, des besagten Fräulein Rabenhaupt, Schuld an ihren Missetaten gewesen sein könnte. Dabei gingen die verschiedenen Meinungen doch sehr auseinander, sodass die Unterhaltung recht hitzig wurde.

 

Hecco: ‚Sag mal, Beuno? Warum bist du so besessen von den Wegscheidern? Die haben gar nichts mehr mit dem Fall zu tun. Du kannst mir glauben das der schlechte Einfluss in diesem Fall, nicht von den Wegscheidern ausging.‘
Beuno: ‚Wenn du alles für dich behältst, Hecco, können wir uns kein vollständiges Bild machen!‘

 

Die Gemüter beruhigten sich schliesslich wieder, als das Gespräch auf den erfolgreichen Vortrag von Heccos Vorgesetzter, Tulpeline Schweinepfote, kam, der von allen, die dabeigewesen waren, sehr gelobt wurde und Bango gleichmal, zum Erfinden neuer Ausrüstungsteile für Grenzer inspirierte.

 

Bango: ‚Die Grenzer sind garnich richtig ausgerüstet! Keine Notfalltörtchen, dafür dann so komisches Zeugs wie Seile undso. Ich würd aber garkeine Seile mitnehmen, sonnern lieber Wurstketten!‘
Beuno: ‚Wir sollten mal in Balgfurt nachfragen, wegen der Wurstketten. Wenn jemand die herstellen kann, dann die Balgfurter, Bango!‘
Bango: ‚Ja… und Wurst-Gürtel!‘
Kelko: ‚Und bis die satbile Wurstkette erfunden ist, nehmen wir weiterhin Seile.‘

 

Das Gerede über Grenzerausrüstung, Wurst und das ferne Balgfurt, brachte Sundo dann auf eine feine Idee, welche die Bande der beiden Grenzertruppen – der ‚Grünfeldkompanie‘ und der ‚Grenzer des Auenlands‘ -, neu Knüpfen und Stärken sollte.

 

Sundo: ‚Sag mal, Hecco, hättest du mal Lust eine Grenzbegehung zu leiten? Zumindest was beizutragen?‘
Hecco: ‚Da würde ich gerne helfen, Sundo!‘
Kelko: ‚Hast du einen Vorschlag für eine Grenzbegehung, Hecco?‘
Bango: ‚Die Speisekammer von Beutelsend müsste dringend mal kontrolliert werden!‘
Hecco: ‚Hm, ich könnte euch die Schiefertonwald-Route zeigen.‘

 

Dieser Vorschlag wurde, mehr, oder weniger, von allen Anwesenden goutiert und eine ausführlich Planung bis zur nächsten Grenzerstunde anberaumt. Mit der Aussicht auf eine deftige Pilzpfanne am Ende der Exkursion, wurden auch die letzten beiden wankelmütigen Kandidaten – Bango und ich – mit ins Boot geholt, sodass Hecco nur noch, die Erlaubnis seiner Vorgesetzten, Tulpeline und Monabella, erheischen musste, damit auch offiziell alles seine Richtigkeit behalten würde. Man darf also auf nächsten Dienstag gespannt sein, was uns Hecco im Schiefertonwald, so alles zeigen werden wird! Alle Leser sind hiermit, herzlich dazu eingeladen, uns auf dieser ‚Waldbegehung‘ zu begleiten, je mehr, desto besser! Treffen ist voraussichtlich, am Stallmeister zu Hobbingen, zur achten Abendstunde.

 

Kelko: ‚Sehr schön, das wird bestimmt ein sehr interessanter Ausflug!‘
Hecco: ‚Bis nächste Woche dann!‘

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Der schiefe Ton-Wald hat seinen Namen, weil alle Barden des Auenlandes dort zum üben hingeschickt werden. Wenn sie dann die Töne treffen, dürfen sie den Wald wieder verlassen. Schon so mancher untalentierte Möchtegernbarde soll nie wieder aus dem Wald zurückgekehrt sein.

  2. Pandorradis

    Also ich bin sehr erstaunt. Woher weiß Beuno, wie heiß es im Enddarm eines Miefsittichs ist?

    • Beuno Willowtree

      Na, mein Onkel Bronco war doch Vorsitzender des ‚BUFÜNUKLUHAU‘ – dem ‚Bund für Nutz-, Klein- und Haustiere‘ -, da wurden dereinst solche Daten – auch Körpertemperaturen – der Tiere ermittelt, Pando! 😉

  3. Tulpeline

    Da muss ich direkt mal schauen das ich am Dienstag dabei sein kann.

    • Beuno Willowtree

      Äh, die Exkursion war bereits am letzten Dienstag, Tulpi! Bericht folgt am Sonntag im AW. 😉

      • Tulpeline

        Na da wäre schon gut wenn sowas mal im Forum angekündigt werden würde. Schade.

        • Beuno Willowtree

          Da hast Du wohl recht. 🙁 Ich hatte es ja nur im Grenzerbericht erwähnt mit ’nächste Woche‘, das war etwas schwammig, sorry!

          • Tulpeline

            Alles gut mein Freund

          • Beuno Willowtree

            Danke, Tulpi! 🙂 Da Du die Zeitung immer erst nach Dienstag liest, beziehst Du die Meldungen natürlich auf den kommenden Dienstag, das hätte ich bedenken müssen. 🙁

          • Tulpeline

            Nein nicht nur das. Wäre einfach schön wenn solche besonderen Sachen von den Grenzer von Sundo auch im Kalender auftauchen würden. Weil viele andere bekommen das sonst auch nicht mit und wären sonst vielleicht auch mal dabei.

          • Beuno Willowtree

            Ja, das wäre nicht verkehrt! Die Grenzer hätten ja auch eine eigene Plattform im Forum dafür. 🙂

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