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Grenzerbericht: Gemütliches Neujahrsmahl abgehalten!

Reportage. Auch im neuen Jahr, zeigen die ‚Grenzer des Auenlands‘ wieder Präsenz und hielten am vergangenen Dienstag, ihre erste ‚Grenzerstunde‘ des noch jungen Jahres ab. Wie gewohnt, ab der achten Abendstunde, traf man sich am Grenzerhauptquartier, im schönen Weiler ‚Fuchskleve‘.

 

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Bango und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, nutzten den frischen Wind auf dem Hinweg zum ‚Grenzersmial‘, um unsere Drachen steigen zu lassen und liefen derart geschwind auf dem Gelände ein, dass der dort wartende Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, erschreckt aus seinen Gedanken gerissen wurde und uns ungläubig anstarrte! Wir lachten nur, begrüssten Faroweis und waren grad dabei, unsere Drachen wieder zu verstauen, als auch schon Grenzerhauptmann, Kelko Breitfusz, ankam und uns allen ein ‚Frohes Neues Jahr‘ entbot.

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Wir erwiderten diesen Wunsch aufs Herzlichste und umarmten einander, bevor Kelko eine kleine Begrüssungsrede vom Stapel liess, in welcher er uns allen für das vergangene ‚Grenzerjahr‘ dankte und seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass die vor uns liegenden dreihundertfünfundsechzig Tage, ähnlich erfolgreich verlaufen mögen. Im Anschluss, entschuldigte er dann das Fernbleiben seines Bruders, Hauptmann Sundo, der nicht zugegen sein konnte, da er noch ihren Opa Wotho, durch die ‚Untiefen der Anfangstage des neuen Jahres‘ lotsen musste.

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Wir reagierten gerade noch mit Verständnis und Kopfnicken auf diese Erklärung, als plötzlich, Grenzer Faroweis in unsere Mitte trat und uns, mit blumigen Worten – so denn keine anderen Grenzerpflichten anlagen -, zu einem üppigen ‚Neujahrsmahl‘, zu sich nach Hause, in die ‚Bäckerei Smialtörtchen‘, einlud. Bango und ich, schrien entzückt auf und blickten gen Kelko, der, nach kurzen Überlegen, zustimmend nickte und damit seine Erlaubnis zum Aufbruch, gen Faroweis‘ Festtafel erteilte! Faroweis grinste erfreut, hatte er doch mit dieser Entscheidung gerechnet, und führte uns gemässenen Schrittes, in Richtung der Siedlung ‚Finkhopfen‘, wo die Bäckerei ja – bekanntlicherweise – ihren Sitz hat.

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Beim Betreten der gemütlichen ‚Süsswerkproduktionsstätte‘, umpfing uns vier ein wunderbar-julfestliches Ambiente, sowie ein köstlicher Duft nach Gesottenem! Faroweis nahm unsere Komplimente, die Dekoration betreffend, erfreut entgegen und huschte dann aber auch sogleich in die Backstube, wo das Essen bereits auf dem Herd schmorrte. Wir hatten uns kaum am festlich eingedeckten Tisch platziert, als der tüchtige Grenzerausbilder, auch schon mit einem Tablett, auf dem ein grosser, dampfender Braten lag, wieder im Raum erschien und selbigen zu tranchieren begann. Er schob uns jeden eine dicke Scheibe – Bango erhielt gleich zwei – auf unsere bereitstehenden Teller und vervollständigte das Ganze dann noch mit Sosse, Rotkohl und Speckknödeln, bevor er sich zu uns gesellte.

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Wir wünschten uns ‚Guten Appetit‘ und hauten dann erstmal ordentlich rein, sodass für gut zehn Minuten, nur unser Kauen und Schmatzen zu hören war! Langsam kam dann wieder das Gespräch in Gang, als sich unsere Mägen gefüllt hatten und wir nur noch damit beschäftigt waren, die ‚Ecken auszufüllen‘. Wir wunderten uns, das Faroweis so spontan, ein derartiges ‚Gourmetmenü‘ am Start gehabt hatte, worauhin er uns kleinlaut beichtete, dass dieses leckere Essen, eigentlich für ein ‚Rendezvouz‘ mit einer Dame gedacht gewesen war, welche aber kurzfristig, hatte absagen müssen. Wir anderen sahen uns wissend an, waren ihm aber nicht böse, dass wir quasi als ‚Lückenfüller‘ hatten herhalten müssen, da allein die freigiebige Geste für uns zählte und der Braten doch allzu köstlich gewesen war!

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Der Abend fand dann einen würdigen Abschluss, als der umtriebige Bäckereibesitzer, uns dann auch noch einen leckeren Nachtisch, in Form eines deliziösen Puddings, servierte! So endete die allererste Grenzerstunde des neuen Jahres, mit vier zufriedenen und dickbäuchigen Hobbits, an deren Mienen abzulesen war, dass es mit dem ‚Restjahr‘ und den übrigen Grenzerstunden, ihrer Meinung nach, gerne so famos weitergehen könnte!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuß

    Ein feiner Bericht lieber Beuno

  2. Hui das klingt sehr gemütlich was ihr da gemacht habt.

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