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Grenzerbericht: Gemütliches ‘Käsetopf-Essen’ im alten Boffin-Smial!

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Reportage. Auch die tüchtigsten Grenzer brauchen einmal eine Auszeit vom nervenzehrenden Beamtendienst und so fand am vergangenen Dienstag, anstelle der sonst stattfindenden ‘Grenzerstunde’, ein gemütliches Beisammensein statt, in dessen Mittelpunkt, das traditionelle ‘Käsetopfmahl’ stand, welches schon seit mehreren Dekaden, immer mal wieder, von den umtriebigen Gesetzeshütern, ausgerichtet wird.

 

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Zu diesem Anlass, mit dem sich die ‘Grenzer des Auenlands’, von Zeit zu Zeit, gerne selbst belohnen, hatten die Hauptmänner, Sundo und Kelko Breitfusz, diesesmal nicht nach ‘Fuchskleve’, wo ja bekanntlich das Grenzerhauptquartier seinen Sitz hat, eingeladen, sondern baten ihre Gäste, in das zurzeit leerstehende, gemütliche Smial von Hobbitabenteurer, Bingo Boffin, der ein guter Freund von Sundo und den Grenzern allgemein ist und den Beamten sein Heim, während seiner Abwesenheit, gerne zur Verfügung gestellt hatte.

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So ging es zur achten Abendstunde dann also gen Michelbinge, wo Sundo und Kelko, schon vor Bingos Smial warteten, als ich ind die kleine Gasse einbog. Diejenigen unter euch, die meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, ein wenig kennen, mögen sich wundern, dass ausgerechnet ich, der ‘fermentierten Milchprodukten’ stets mit Ekel begegnet, an solch einem ‘Käsetopf-Essen’ teilnimmt, doch verlangt meine Tätigkeit, als ‘Grenzerreporter’, bei solch fordernden Einsätzen, auch einmal die Zähne – beziehungsweise die Nase – zusammenzupressen, zumal mir von Sundo ein alternatives Essen versprochen wurde.

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Leider fand die Veranstaltung nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient hätte, sodass wir letztendlich, nur zu viert, das luxuriöse Smial enterten. Die vierte Person war aber immerhin, die bekannte Grenzerin, Tulpeline Schweinepfote, von der ‘Grünfeldkompanie’, einer befreundeten Grenzertruppe, die hauptsächlich, die Nordgrenze des Auenlandes bewacht.

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Ihr Dabeisein, war ein adäquater Ersatz für das Fehlen einiger Stammgäste – wie Faroweis Birnhaag, Bango Gerstfeld, oder Werro Hanfstengel -, die an diesem Abend leider sämtlichst verhindert gewesen waren. Im Smial machte sich Sundo sogleich an das Erhitzen des Käses, was in mir Übelkeit aufsteigen liess und mich zum Husten brachte, bis ich mir eine eigens mitgebrachte Nasenklammer aufzog. Kelko hatte schliesslich ein Einsehen mit mir und setzte einen deftigen Wursteintopf auf, welchen er extra für mich mitgebracht hatte.

Die Gerüche der beiden dampfenden Kessel, neutralisierten sich zum Glück schon bald, sodass ich mich etwas entspannen und Sundos Begrüssungsrede folgen konnte. Das traditionelle Schlemmen des flüssigen Käses, unter Zuhilfenahme von frischen Weissbrotstücken, verlief bei den Grenzern nämlich nach ganz bestimmten Regeln, wie der graumelierte Bruder von Kelko uns erklärte. Fiel einem der Esser während des Tunkens, das Brotstück von der extralangen Gabel, musste er – quasi als augenzwinkernde Bestrafung – mit den Füssen, in einen mit kaltem Wasser gefüllten Bottich steigen!

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Diese ‘Strafe’ erfuhr eine Steigerung, wenn dem selben Partizipanten beim Weiterschmausen, erneut ein Brotklumpen in den Topf rutschte. So musste er beim zweiten Mal, bis zum Bauchnabel eintauchen und beim dritten Fehlverusch, gar gänzlich mit den Kopf unter Wasser gehen! Dies verlieh dem Mahl natürlich einen ganz besonderen Anreiz, wie auch die Tatsache, dass Sundo den Michelbinger Bürgermeister, Willi Weissfuss, höchstpersönlich zu diesem ‘Käsetopfessen’ eingeladen hatte und vielleicht noch mit dessen Erscheinen zu rechnen war.

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Leider schaute der Vorgesetzte der Grenzer, dann letztendlich doch nicht vorbei, da ihn ‘wichtige Termine’ davon abhielten, doch hatten wir auch alleine unseren Spass, besonders, als mir als Ersten, das Brot in meinen ‘Balgereintopf’ klatschte und ich in den Trog springen musste! Es war aber auch wirklich nicht einfach, mit den filigranen ‘Langgabeln’ zu hantieren, sodass auch Tulpeline und sogar Sundo selbst, später noch das ‘kalte Nass’ zu spüren bekamen. Nur Grenzerhauptmann Kelko, führte das Essbesteck formvollendet und konnte am Ende, trockenen Fusses, das ‘Bingo-Smial’ verlassen.

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Mir blieb das Unglück jedoch hold und ich musste tatsächlich alle drei Bestrafungsstufen über mich ergehen lassen! Zum Glück, hatte ich meine ‘Eigenhaar-Zwipfel’ am Vorabend mit ‘Bogü-Fett’ behandelt, weshalb selbige, vom kompletten Untertauchen, kaum tangiert wurden und ihr formvollendetes Aussehen beibehielten! So stand die Freude am Schabernack und das gute Essen, an diesem Abend, im Vordergrund und niemand kam wirklich zu Schaden, sondern, ganz im Gegenteil, gingen einige der Anwesenden, satter und sauberer nach Hause, als sie gekommen waren!

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Wer wollte, durfte sich noch grosse Stücke des übriggebliebenen Käses mitnehmen, worauf ich – logischerweise – natürlich dankend verzichtete, hatte aber dennoch grossen Spass, an dieser extraordinären ‘Grenzerstunde’ gehabt und trat – genau wie Tulpeline, Sundo und Kelko – glücklich und mit vollem Magen, meinen Heimweg an.

b.wi. für A.W.

6 Kommentare

  1. Tulpeline sagt

    Ohne Schaden? Das denkst wohl nur du Beuno. Ich hatte tagelang Augen- und Nasenbrennen von deinem eckligen Bogüfett. Ich denke Sundo und Kelko ergings es auch so. Wenn ja dann haben sie mein Beileid.

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