Berichte

Grenzerbericht: ‚Gemütliche ‚Süssigkeitenrunde‘ abgelaufen!

Vergangenen Dienstag, zur gewohnten achten Abendstunde, versammelten sich die ‚Grenzer des Auenlands‘ erneut, vor ihrem Hauptquartier, in der schönen Siedlung ‚Fuchskleve‘, um möglichen Antragsstellern und Hilfesuchenden, zur Seite stehen zu können.

 

Kurz vor acht Uhr, als ich den ‚Grenzergarten‘ enterte, war noch niemand vor Ort anzutrefen, sodass ich zunächst glaubte, die ‚Grenzerstunde‘ würde gänzlich ausfallen. So nahm ich mir erstmal, einen Apfel aus dem Bottich, der unter dem Apfelbaum stand und beschloss, noch einige Zeit zu warten.

Zum Glück, erschien dann – überpünktlich – Grenzerhauptmann, Kelko Breitfusz, auf dem Gelände und wartete, gleich nach unserer Begrüssung, ersteinmal mit einer Hiobsbotschaft auf. Kelkos Bruder, Sundo Breitfusz, lag mit einer Erkältung und ‚Halsgrimmen‘, zuhause darnieder und konnte nicht zur Grenzerstunde erscheinen!

Stattdessen stiessen dann aber erfreulicherweise, noch, Grenzerausbilder Faroweis Birnhaag und Stammgast, Bango Gerstfeld, zu uns hinzu und wurden von Kelko, sogleich zur Verköstigung der ‚Herbstfestsüssigkeiten‘ eingeladen, die zurzeit vor vielen Türen in der Nachbarschaft, für die Herbstfestteilnehmer, ausgelegt worden waren. Kelko hatte kleine, leckere Marmeladentörtchen für uns bereitstehen.

Durch den Zuckerschock übermotiviert, demonstrierte Grenzer, Faroweis Birnhaag – auf eine harmlose Bemerkung von mir hin -, wie man einen Delinquenten, schnell und sicher fesseln und ‚dingfest‘ machen kann. Ich fand das ganze allerdings weniger lustig, als ich plötzlich, gebunden und hilflos, auf den Treppenstufen lag!

Nachdem mir die Freiheit zurückgegeben worden war, schlug Kelko vor, auch Sundos Privatsmial einen Besuch abzustatten, da dieser eine andere Art von ‚Schmankerl‘ ausliegen hatte. Bango liess sich nicht zweimal Bitten und rannte den kurzen Weg zum Nebengrundstück vor, wo sogenannte ‚Apfelgoblins‘ auf uns warteten, an denen wir uns dann ausgiebig, gütlich taten.

Auf den Geschmack gekommen und da wir Sundo, durch unser lautes Schmatzen nicht wecken wollten, kamen wir auf die Idee, auch in der übrigen fuchsklever Nachbarschaft, nach weiteren Süssigkeiten-Tellern zu suchen, wobei wir Kelko die Führung überliessen, da ihm schon einige weitere Orte bekannt waren.

Sogar am alten ‚Aardwulf-Smial‘, wie es seit einem lang zurückliegenden Fall der Grenzer genannt wurde, lagen in Form von ‚Ent-Borke‘ – einer besonderen Schokoladen Art -, Herbstfestsüssigkeiten für die vorbeikommenden Passanten aus. Wir schleckerten ungehemmt von der exotischen Besonderheit, ohne uns jedoch zu überfressen, da Kelko andeutete, dass noch mehrere andere Smials zu Besuchen sein.

Als Nächstes ging es dann zur Heimstatt des ‚Pfeifenkrautbunds‘, die eine weisse, weiche Köstlichkeit, die in landrovalisch ‚Marshmellows‘ genannt werden, bereitgestellt hatten. Die leckere Masse, zerging förmlich im Mund, sodass Faroweis, der ja auch Inhaber der Bäckerei ‚Smialtörtchen‘ ist, sich nachdenkend das Kinn rieb und wohl schon plante, soetwas auch als Zutat in seinem Betreib zu verwenden.

Gleich nebenan, am Smial von Fräulein Petrasilie – einer lieben Freundin von uns und den Grenzern – staunten wir zunächst, über einen beeindruckend prächtigen Brunnen, der mit einer riesigen Schwanenfigur geschmückt war, bevor wir uns über die ‚Karamelltaler‘ hermachten, die ‚Petra‘ vor ihrer Smialtür platziert hatte.

Hernach, um eine kleine ‚Schlemmerpause‘ einzulegen und da, durch das viele Herumgehen, unsere Füsse schmerzten, kühlten wir selbige kurzerhand, im kühlenden Nass des mehrstöckigen, pompösen Schwanenbrunnens, uns sicher seiend, dass Petrasilie, bestimmt nichts dagegen haben würde.

Dann führte Grenzerhauptmann Kelko, uns zur Behausung seines Opas ‚Wotho‘, der leider auch nicht daheim war und ebenfalls, die köstlichen Karamelltaler, vor seine Tür gestellt hatte. Die runden Kekse, schienen nicht ganz so frisch zu sein, wie bei Petrasilie zuvor, doch mundeten uns dennoch ganz famos. Faroweis, Kelko und meine Wenigkeit, schwächelten nun allerdings schon etwas, während Bango, immer noch heisshungrig, wie zu Beginn des Rundgangs, herzhaft und reichlich, zugriff!

Kelko meinte, sich zu Erinnern, dass oben auf dem Hügel, noch zwei andere Süssigkeitarten angeboten würden, weswegen wir rasch dort hinauf eilten und tatsächlich, kleiner grüner Törtchen in Schildkrötenform, ansichtig wurden, die wir vorher noch nirgends gesehen hatten. Diese Backwaren – die ich fälschlicherweise, zunächst für ‚Grenzerküsse‘ gehalten hatte – schmeckten süss und frisch und brachten uns nocheinmal so richtig auf den Geschmack!

An unserer letzten Station, fanden wir dann Bangos Lieblingsnascherei vor, von der er, den ganzen Weg lang, schon geschwärmt hatte: Honigbären! Die honiggefüllten Köstlichkeiten, waren schon ganz schön mächtige Happen – gerade zum Schluss unserer ‚Fresstour‘ -, waren aber viel zu lecker, um sie stehen zu lassen, sodass wir alle nochmals, ordentlich zugriffen.

So endete diese spezielle Grenzerstunde, mit vollen Mägen und stark ‚zahnputzbedürftigen‘ Zähnen, worüber wir uns jedoch mitnichten beschwerten! Am nächsten Dienstag, zum neuen Grenzertreff, wird es mit Sicherheit, dann wieder seriöser zugehen!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein sehr stimmungsvoller Bericht lieber Beuno. Also Oma meint ja das es eine Unsitte ist Süße Sachen einfach auf die Fußmatte zu stellen. Bango sieht das bestimmt anders

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