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Grenzerbericht: Endlich wieder neuen Rekruten aufgenommen!

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Reportage. Am letzten Mittwoch, ab der achten Abendstunde, hiess es im Weiler ‘Fuchskleve’ wiedermal: Türen auf für die Grenzersprechstunde der ‘Grenzer des Auenlandes’. Die Grenzertruppe, rund um die Brüder Sundo und Kelko Breitfusz, bieten bei diesen Treffen am Grenzerhauptquartier, allen Hilfesuchenden regelmässig, Unterstützung und ein offenes Ohr für ihre Sorgen an.

 

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Sundo musste sich diesesmal allerdings entschuldigen lassen, da er mit einer Erkältung das Bett hüten musste, wie Hauptmann Kelko, Grenzerausbilder, Faroweis Birnhaag, und meiner Wenigkeit, Beuno Willowtree, mit Bedauern in der Stimme, mitteilte, als wir uns vor der Tür des Grenzersmial trafen. So war natürlich erstmal, der bevorstehende ‘Sankt Martinoc Umzug’, der ja stets von Sundo durchgeführt wird, Top-Thema Nummer eins.

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Würde Sundo diese traditionelle Wanderung durch Bree absagen müssen, oder könnte er bis zum Samstag, wieder fit genug sein, um den geschichtsträchtigen Laternenumzug, anzuführen? Kelko beruhigte uns dahingehend und teilte uns mit, dass Sundo fest entschlossen sei, den Rundgang nicht ausfallen zu lassen. Faroweis und ich nickten erleichtert und stimmten zu, dass es besser sei, wenn der Altgrenzer sich heute lieber schone und Kelko die Leitung der ‘Grenzerstunde’ überliess. Der Grenzerhauptmann hatte kaum die Tür zum Smial aufgeschlossen, als Zivilist, Bango Gerstfeld – ein Stammgast der Grenzertreffen – und ein weiterer Hobbitherr, zu unserer kleinen Gruppe stiessen.

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Während Bango hauptsächlich wegen des berühmten Grenzereintopfs gekommen war, war der – uns allen gut bekannte – Hobbitherr, der aus bestimmten Gründen anonym bleiben möchte – weswegen wir sein Gesicht auf den Bildern unkenntlich gemacht haben – erschienen, um sich als Rekrut den Grenzern anzuschliessen. Dies löste grosse Freude bei Kelko und Faroweis aus, hatte doch seit dem Fräulein Elanorya, kein neuer Rekrut mehr, in den Reihen der Beamten begrüsst werden können!

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Der Hobbitherr – den wir hier aus Gründen der Vereinfachung, einfach mal den Allerweltsfantasienamen ‘Bilbu Fuchsflaum’ geben möchten -, hatte sich seinen Entschluss, sehr lange und gründlich überlegt und wollte nun, in der Testphase als Grenzerrekrut, ausprobieren, ob er überhaupt zum Grenzer taugt. Trotz Widerspuch aus den Reihen der eigenen Familie, war Herr ‘Fuchsflaum’ sich sicher, dass er eine tüchtige Hilfe für die Truppe darstellen würde und war bereit den Grenzereid abzulegen. Hauptmann Kelko zeigte sich hocherfreut und bat uns alle ins Grenzersmial herein, wo er Faroweis bat, eine Rekrutenuniform für ‘Bilbu’ aus der ‘Klamottenkiste’ zu holen. Bango und ich, stärkten uns ersteinmal am Eintopf und beobachteten das folgende Prozedere, aus sicherer Entfernung.

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Der neue Rekrut wurde gebeten, sich sogleich umzuziehen, da Grenzerausbilder Birnhaag, dem ‘Frischling’ gleich einmal ‘auf den Zahn fühlen’ und seine körperliche Fitness – die für einen Grenzer unverzichtbar ist – austesten wollte. Wir alle begleiteten die beiden natürlich nach draussen, wo als Erstes eine Runde Laufen auf dem Plan stand. Faroweis liess es moderat angehen, doch schien Herr ‘Fuchsflaum’ – dem die überwiegend grüne Rekrutenkleidung übrigens ganz hervorragend stand – nicht allzu begeistert, von der körperlichen Ertüchtigung zu sein, besonders als es daran gehen sollte, das knöcheltiefe Wasser des Siedlungsflusses zu durchqueren.

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Letztendlich sprang er jedoch über seinen ‘inneren Schweinehund’ und machte sich dann doch noch sehr gut. Beim ‘Schlag-Reaktionstest’ auf der Fuchsklevener-Brücke, kam es jedoch zu einem kleinen Missgeschick, als der Rekrut einem Hieb von Faroweis ausweichen wollte und in den Fluss hinabstürzte! Zum Glück wurde ‘Bilbu’ dabei nicht verletzt und von uns sehr rasch, wieder aus dem Wasser gezogen. Kelko brach dann auch sofort, den Test seines Grenzerausbilders ab, damit der Verunfallte sich nicht gleich am ersten Tag, eine Erkältung einfing und beorderte uns zurück ins Smial vor den warmen Kamin.

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Nachdem Rekrut ‘Fuchsflaum’ sich umgezogen hatte, versammelten wir uns vor dem Feuer, wo Kelko nocheinmal nachhakte, ob der Wunsch den Grenzern beizutreten, nach den erlebten Geschehnissen, noch immer vorhanden war. ‘Bilbu’ bejahte dies sehr fokussiert und bemerkte dabei kaum, dass er sich beinahe sein Wams an den Flammen verbrannte. Zum Glück, erwiess sich Bango als sehr reaktionsschnell und presste seine halbvolle Schüssel Eintopf auf das kokelnde Hinterteil des Herrn ‘Fuchsflaum’, sodass die Brandgefahr abgewandt werden konnte!

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Der Neuling hatte sicher nicht erwartet, gleich derart gebeutelt zu werden, doch machte noch immer gute Miene zum ‘bösen’ Spiel und zeigte sich entschlossener denn je! So endete diese Grenzerstunde unerwartet, mit einem brandneuen Grenzer in Reihen der Beamten, was die Zukunft ihrer Truppe, gleich wieder viel ‘grüner’ erscheinen liess.

Man wird sehen, wie sich der neue geheimniskrämerische Rekrut machen wird, wenn es demnächst zu Bürgermeister Weissfuss, zur offiziellen Vereidigung, gen Michelbinge, gehen wird!

b.wi. für A.W.
Kategorie: Hiesige Nachrichten

von

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

5 Kommentare

  1. Mairad Flinkfuss sagt

    So so der Herr Fuchsflaum *kichert* toller Bericht Beuno. Ob der Herr Fuchsflaum das wohl seiner angetrauten der Zwiebel sagen wird ja ja

    • Beuno Willowtree sagt

      Kennst Du den etwa, diesen ‘Fuchsflaum’ und seine ‘Zwiebel’? *kicher*
      Aber danke, für dein Lob, liebe Mai! :D

  2. L. G. sagt

    Bango, die Annonymsierung hat nicht gereicht! Diesen grünen Anzug und die schmalzige Friesur erkennt man noch immer auf einen Blick.

    Ob es eine gute Idee ist, einem so spießi… anständigen Hobbit Macht in die Hand zu geben?

  3. Tulpeline sagt

    Jeder der diesen Hobbit kennt weiss sofort wer es ist. Also ehrlich. Und ich finde er ist nicht üfr den Grenzerdienst geeignet jaja.

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