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Grenzerbericht: Brüsker Bürgermeisterkandidat bei Buchsbaum-Besprechung begrüsst!

Wie jeden Dienstag, wartete dieser Tag der vergangenen Woche, wieder mit der Grenzerstunde der 'Grenzer des Auenlandes' auf, die ihre Türen für die Allgemeinheit, ab der achten Abendstunde, geöffnet hielten, um besorgten Bürgern mit ihren Fragen, oder Anzeigen, weiterhelfen zu können.

Ich staunte nicht schlecht, als ich bei meinem nahezu pünktlichen Eintreffen, zur anberaumten Grenzerstunde, gleich wieder des Bürgermeisterschaftskandidaten, Tronald Dump, ansichtig wurde, der, zusammen mit Grenzerausbilder Faroweis und Stammgast, Bango Gerstfeld, bereits im Garten des Grenzersmial stand und mich höhnisch grinsend begrüsste. Anscheinend hatte er meinen letzten Artikel, über sein Auftreten bei der Grenzerstunde, nicht so recht goutiert, wie ich zwischen den Zeilen heraushören konnte. Da Hauptmann Kelko noch nicht zugegen war und Bango auf eine Schüssel Eintopf drängte, lud Grenzer Faroweis uns alle zum Eintreten ins Grenzersmial ein. Beim gemeinsamen Schmaus des leckeren ‚Waldpilzcreme-Eintopfs‘, der dieses Mal kredenzt wurde, bewiess Herr Dump, dass er den feinen Nuancen des auenländischen Humors, nur Unverständnis entgegenbrachte. Als ich scherzhaft anmerkte, dass eigentlich noch mehr Beutelratten in den Eintopf gehörten, nahm der scherzresistente Politiker dies für bare Münze und titulierte mich erneut, als ‚Vertreter der Lügenpresse‘ und vergiftete damit sogleich wieder die bisher friedliche Athmosphäre. Als Bango dann auch noch die vogelwilde Frisur des Herrn Dump mit dem Fell einer Beutelratte verglich, wurde die Stimmung noch eisiger, als der Atem eines Oliphanten aus Forochel! Zum Glück stiess dann endlich Hauptmann Kelko Breitfusz zu uns, der mit seinem schnittigen Auftreten, die Lage etwas entspannte, da sich sogleich jegliche Aufmerksamkeit ihm zuwandte. Tronald Dump begann gleich wieder auf den Hauptmann einzureden, um seinen beim letzten Treffen begonnenen Plan, unnachgiebig fortzuführen.

Tronald: ‚Herr Hauptmann, ich möchte sie noch immer für meine Sache gewinnen und möcht ihnen das Ganze erneut darlegen. Darf ich ihnen nun ein paar Eckpfeiler meiner Kampagne darlegen? Es geht um unser Auenlande, da ist jeder von euch gefragt, eventuelll auch importierte Bockländer.‘

Die letzte Bemerkung galt natürlich mir, wie mir der missgünstige Blick des Herrn Tronald, nur allzu deutlich zeigte. Faroweis verteidigte mich dankenswerterweise, sodass Dump zunächst von mir abliess und sich wieder seinem Lieblingsthema ‚Oberbühl‘ zuwandte, während Kelko nur genervt mit den Augen rollen konnte.

Tronald: ‚Also nehmen wir doch mal Oberbühl! Es werden Bretter aus den Ered Luin eingeführt, und wir haben in Oberbühl Sägereien, die nicht ausgelastet sind. Das hängt zusammen! Auenland vor!

Kelko: ‚Da muss ich Ihnen widersprechen. Die Sägereien in Oberbühl sind ausgelastet!‘

Tronald: ‚Und die Oberbühler haben zu wenig Geld, um Brot zu kaufen, so dass die Oberbühler Backstube pleite geht!‘

Kelko: ‚Nee, das liegt nur daran, dass es einfach zu wenige Hobbits dort leben.‘

Tronald: ‚Ein Glück, habe ich schon eine Initiative gegründet zur Rettung der Oberbühler Backstube.‘

Kelko: ‚Herr Dump, dieses Initiative hat unter anderem, Faroweis gegründet!‘

Tronald: ‚Oh, aber ich habe sie initiiert! Auf mein Betreiben hin hat er den besagten Verein gegründet. Ich habe hier und dort, mein Wort gestreut und schon gab es diese Initiative!‘

Wir alle glaubten unseren Ohren nicht trauen zu können, als wir dieses Aussagen aus dem Munde dieses aalglatten Machthobbits vernahmen, hatte doch niemand zuvor davon gehört, dass Dump einen Anteil an der Gründung des ‚Vereins zur Rettung der Oberbühler Backstube‘ gehabt hätte. Nur der leichtgläubige Bango schien den Worten des blonden Halblings Glauben zu schenken.

Bango: ‚Ui, der Herr Dump is ein feiner Hobbit, der is bestimmt Vorsitzender von dem Verein, oder nich, Herr Dump?‘

Wie aufs Stichwort erschien dann aber, zu unserer Erleichterung, das Fräulein Hazelnuss Kleinbau, ihres Zeichens ja Vorsitzende des besagten Vereins, im Grenzersaal. Wer konnte besser als sie aufklären, was es mit den Worten von Herrn Tronald wirklich auf sich hatte. Sie gab an, noch nie etwas von Dumps Anstrengungen den Verein betreffend, gehört zu haben, schloss aber auch nicht aus, dass es dennoch stimmen könnte, das er eine gewisse Vorarbeit geleistet hatte. Aber eigentlich war Fräulein Kleinbau wegen des Falls ‚Mikho Buchsbaum‘ zu den Grenzern gekommen. Kelko und uns allen, war es mehr als recht, uns mit etwas anderem, als Herrn Tronald Dump, beschäftigen zu dürfen und hörten der verzweifelten Hazelnuss aufmerksam zu. Mikho Buchsbaum, der ja der Kassenwart des ‚Rettungsvereins‘ ist, hatte wohl die gesammelten Spendengelder zweckentfremdet, um sich ein Pony für das ‚Grosse Pferderennen‘ zu kaufen, mit dem er dann auch tatsächlich den ersten Platz belegte und eine hohe Siegprämie gewann, mit welcher er das ‚geliehene‘ Geld in die Vereinskasse zurückerstatten konnte. Eine kniffelige Angelegenheit, wobei natürlich das erste Entnehmen des Geldes aus der Kasse, ohne die Vereinsvorsitzende darüber zu informieren, durchaus eine Straftat darstellte, wie Kelko kinnreibend erudierte. Immerhin war das ganze Geld – oder sogar noch etwas mehr – wieder da, wie Hazelnuss einwarf.

Hazelnuss: ‚Mikho hat das ganze Geld vom Pferderennen in den Verein gesteckt und dann… naja, wir haben uns gestritten. Es würde mich nicht wundern, dass er mich heimlich als Vereinsvorsitzende abgesetzt hat. Wenn ich Mikho in die Hände bekomme…!‘

Damit sprach sie die Befürchtung an, die sie augenscheinlich am meisten umtrieb. Faroweis und Kelko, konnten sie jedoch dahingehend beruhigen und erklärten, dass niemand sie so einfach absetzen konnte, ohne das vorher der gesamte Vorstand zusammengekommen wäre. Und auch Herr Dump könne mitnichten die ‚Vereinskrone‘ für sich beanspruchen, so sehr er auch die ‚Lorbeeren‘ mit schwülstigen Worten, für sich beanspruchte.

Tronald: ‚Ich sagte, dass der Verein gegründet wurde, weil ICH hier und da Leute motiviert habe und Strippen gezogen habe! Ich sagte nie dass ich Vorsitzender wäre, ich sagte, dass auf mein Bestreben und meine Einflussnahme hin, der Verein gegründet wurde. Auenland vor!‘

Erschrocken über die Naivität von Fräulein Kleinbau, musste Faroweis hilflos mit ansehen, wie sich die patente Vereinsvorsitzende – genau wie Bango zuvor – immer mehr von den Worten des Tronald Dump, einlullen liess.

Hazelnuss: ‚Der Herr war mir bis heute unbekannt, aber ich denke, wenn er wirklich den Verein so unterstützt hat, muss man sich höflich bei ihm bedanken. Herr Birnhaag, wieso seid Ihr so feindseelig? Der Herr ist doch ein Hobbit wie wir, er würde doch niemanden anlügen oder schaden wollen.‘

Tronald: ‚Hazelnuss, ich darf Sie doch so anreden? Sie sollten in mein Team kommen, um das Auenlande zu retten. Auenland vor! Ich werde wiederkommen! Jede Woche ein bekehrter Hobbit und bald kann ich die Wahl gewinnen!‘

Als dann die Beleidigungen wieder losgingen und Dump uns erneut, als ‚Volksverräter‘ und ‚Lügenpresse‘, beschimpfte, erklärte Kelko die Grenzerstunde für beendet, da die Stunde ohnehin schon ihr Ende erreicht hatte. Die Sache mit Mikho Buchsbaum, sollte nächste Woche nocheinmal eingehend besprochen werden, tat der Hauptmann – leicht enerviert – noch kund, bevor er uns alle verabschiedete. Im Epilog dieser anstrengenden Stunde, als nur noch Hazelnuss, Faroweis und ich, zugegen waren, erlitt der Grenzerausbilder noch einen Schwächeanfall, sodass er von uns mit, Pastinakensülze, Bogüfett und frisch gebrühten Tee, wieder aufgepäppelt werden musste. Immerhin kam es dadurch noch zur Wiederversöhnung zwischen Hazelnuss und Faroweis, sodass diese Grenzerstunde schliesslich doch noch, auf einer positiven Note endete.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Also dieser Tronald scheint mir ja ein Früchtchen zu sein. Den kauf ich mir noch. So ein……. Danke für den Bericht lieber Beuno

  2. Anonymous

    Also das klingt doch gar nicht so schlecht was Herr Dump da sagt.
    Er scheint doch ein ernstes Interesse daran zu haben das wir auenländische Backstuben und Sägewerke erhalten. Das ist doch eine gute Sache.

    Also ich sage, Auenland vor.

    Hochachtungsvollst
    Filbu Buchsbaum

    ((Klasse Idee mit dem Dump))

  3. Anonymous

    Ach und was die Sache mit Mikho angeht, da hoffe ich doch das man das Engagemnt meines Vetters erkennt. Er hat immerhin eine beträchtliche Summe für den Verein gespendet. Mehr als jeder andere zuvor. Ich verstehe gar nicht die Aufregung.

    Erneut Hochachtungsvollst
    Filbu Buchsbaum

  4. Tulpeline

    Nun ich habe Hazelnuss vor Mikho gewarnt.

    Er hätte erst Fragen sollen bevor er das Geld einfach verwendet hat.
    Aber immerhin hat er es wieder Ersetzen können.
    Was wäre wohl passiert wenn er Verloren hätte?
    Ich glaub die Zelle in Dachsbauten wäre schon heute nicht mehr leer.

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