Berichte

Grenzerbericht: Abnahme der neu renovierten Backstube ‚Smialtörtchen‘ vollzogen!

Letzten Dienstag, zur achten Abendstunde, trafen sich die Grenzer einmal mehr, um den Bürgern mit Rat und Tat, zur Verfügung zu stehen. Das 'Grenzerhauptquartier' in der beschaulichen Auenlandsiedlung 'Fuchskleve', stand allen Interessierten zur allseits bekannten 'Grenzerstunde' offen.

Allerdings warteten die anwesenden Grenzer, Sundo und Kelko Breitfusz, sowie Faroweis Birnhaag, diesesmal nur eine ‚Höflichkeitsviertelstunde‘ vor dem Grenzersmial auf Antragssteller und Hilfsbedürftige, da ein fester Termin für eine ‚Kamin- und Hygieneprüfung‘, bei der neu umgebauten Bäckerei ‚Smialtörtchen‘ auf dem Programm stand.

So machten wir uns – wobei meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, als einziger Besucher mit von der Partie war – schon bald in Richtung ‚Finkhopfen‘ auf, wo die bekannte Backstubes seit einigen Jahren, ihren Stammsitz hat. Bequemerweise hatten die ‚Grenzer des Auenlands‘, mit ihrem Ausbilder, Faroweis Birnhaag, ja auch gleichzeitig den Inhaber und Chef von ‚Smialtörtchen‘ in ihren Reihen, sodass es zu keinerlei Missverständnissen kommen sollte, wenn die Beamten miteinander in ihren ‚Fachtermini‘ kommunizieren würden. Nach kurzem Fussmarsch, war dann auch das Gelände der Bäckerei mit ihrer imposanten Windmühle, rasch erreicht und erste prüfende Grenzerlicke, wanderten über das Areal, wobei besagte, baufällige Windmühle, nicht gerade wohlwollend betrachtet wurde.

Aber zu deren Prüfung war man an diesem Abend ja nicht erschienen und so manövrierte Faroweis, uns hastig in die sehr viel ansehnlichere Backstube hinein, die dann auch sogleich, unser aller Augen erfreute. Ich hatte das Ergebnis der Renovierung, die Faroweis mit grosser Hilfe der beiden Hobbitdamen, Sahma und Azaline, gestaltet und umgesetzt hatte, ja schon im Vorfeld bewundern dürfen und war nun dennoch aufs Neue erstaunt, wie gut und professionell, den dreien die Arbeit gelungen war.

Auch Sundo und Kelko zeigten sich positiv überrascht, über den komplett gefliesten Boden, die weiss getünchten Wände und die brandneuen Öfen und machten sich sogleich, voller Vorfreude an die Prüfung selbiger. Fugendichtigkeit, Feuchtigkeitabweisung und Rauchabzugfähigkeiten, standen dabei ganz oben auf der Liste der Grenzbeamten, die, aufgrund Ermangelung anderer Behörden, auch stets solche ’smial-sicherheit-relevanten‘ Aufgaben im Auenland übernehmen müssen und diese auch immer sehr penibel durchführen.

Da machten sie auch bei ihrem Kollegen Faroweis und im Beisein von mir, Beuno Willowtree, der ich ja auch Mitarbeiter bei ‚Smialtörtchen‘ bin, keinerlei Ausnahmen und nahmen alles haarklein unter die Lupe. Glücklicher-, aber auch erwarteterweise, fanden sie nichts zu bemängeln, sondern lobten die moderne Einrichtung, wie zum Beispiel, den mitten im Raum gelegenen Doppelofen, oder die innovativen ‚Tischbackpfannen‘, die extra für Pfannkuchen und Omelettes erdacht worden waren, in höchsten Tönen! Azaline und Sahma, hatten hier, mit Hilfe von Faroweis, wahrhaft ganz beeindruckendes erschaffen, darin waren, Sundo, Kelko und ich, uns einig! Ich, als quasi das ‚Gehirn‘ hinter ‚Smialtörtchen‘, vermutete, dass der Umbau auf alte Pläne und Zeichnungen meinerseits fusste, was Faroweis aber partout nicht bestätigen wollte.

Aber, da ich mir selbst nicht mehr so sicher war, gönnte ich den fleissigen ‚Renovatoren‘ ihre ‚Lorbeeren‘ von ganzen Herzen und freute mich mit ihnen, als Sundo und Kelko, schliesslich eine volle Lizenz – ohne Bemängelungen und Auflagen – für den zukünftigen Backbetrieb, an den stolzen Inhaber überreichten! Als guter Gastgeber, der Faroweis nunmal ist, lud er uns alle dann zu frischen ‚Wurstbrezeln‘, an den grossen Arbeitstisch ein, denen wir alle auch gerne zusprachen, da nun, wo die Überprüfung vom Tisch war, kein Schatten der Bestechung mehr auf das herzhafte Mahl fallen konnte.

Das gesamte Auenland darf also aufatmen und beruhigt sein, da nun auch weiterhin, die leckeren Produkte von Smialtörtchen, die Märkte und Kaufstände, von Lützelbinge bis Bockland, ‚überschwemmen‘ werden und dies in noch höherer Qualität, als bisher schon bekannt! So endete diese Grenzerstunde mit einem positiven Ergebnis für alle und sogar noch mit einem weiteren Kuchenrezept, welches mir Grenzerhauptmann Kelko, am ‚Brezeltisch‘, brühwarm in die Feder diktierte und welches ich hier – Mairad möge es mir verzeihen – noch, zum Schluss, für euch abdrucken möchte, liebe Leser. Viel Spass, beim Backen, allerseits!

 

Grenzer-Schokoladenkuchen

Zutaten:
250 g Schokolade, zartbitter
250 g Butter
250 g Zucker
6 Eier, getrennt

Zubereitung:
Die Schokolade zerkleinern und in einem Topf bei mittlerer Temperatur schmelzen. Die Butter zugeben und mit einem Spatel gut umrühren, bis die Masse glatt ist. Dann das Eigelb mit der Zucker zu einer blassen Schaummasse schlagen. Die Schokoladenmasse darunter schlagen. Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Schokoladenmischung heben, damit sie luftig wird.

Den Teig in die vorbereitete Tarteform (30 cm Durchmesser) gießen und 30 Minuten bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) im vorgeheizten Backofen backen (der Kuchen ist dann noch sehr weich, deshalb wird er in der Form serviert). Guten Appetit!

Tipp: Den Kuchen nach dem Backen mit Puderzucker bestäuben und noch warm in der Form servieren.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Toller Bericht und die Backstube ist sehr schön geworden. Äh dann überlasse ich das Rezepte Schreiben wohl den Grenzer *zwinker*

    • Beuno Willowtree

      Danke, für dein Lob, liebe Mai! 😀 Nee, nee..mit den Rezepten ist jetzt wieder Schluss, denke ich! 😉

  2. Tulpeline

    Na ich hatte keinen Zweifel daran das alles in Ordnung ist.

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