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Geschichtsträchtiger ‘Sankt-Martinoc-Umzug’ erneut in Bree durchgeführt!

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Veranstaltungsbericht. Seit etlichen Jahren, hat es sich Altgrenzerhauptmann, Sundo Breitfusz, auf die Fahne geschrieben, die Erinnerung an den ‘Hobbitheiligen’ Martinoc, aufrecht zu erhalten und veranstaltet deshalb, jedes Jahr am elften November – mit tatkräftiger Unterstüzung seines Bruders, Kelko Breitfusz -, eine geführte Wanderung duch Bree, bis nach Stadel hin. Dieser Umzug – traditionell mit Laternen begangen – folgt den wichtigsten Stationen, des ‘Sankt Martinoc’, der dereinst berühmt geworden war, weil er hilfsbedürftigen Hobbits, Unterkunft und Nahrung gewährte und diesen derart, das Leben und Überleben in der grossen Stadt, überhaupt erst möglich gemacht hatte.

 

Hier eine Bilderstrecke mit Originalkommentaren des Abends:

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Treffpunkt war in Michelbinge, wo unser ‘Umzugsleiter’ uns erstmal über die korrekte Fortbewegungsart in Bree informierte. Sundo sagt: ‘So, wer weiss noch nicht wie das ‘Schlurfen’ geht? Beim Gehen ohne Schuhe in Bree sollte man das wissen. Beim Gehen darf man nicht die Füsse anheben, sondern über den Boden ziehen. Die Zehen dabei in die Höhe, dass man die sich nicht anschlägt!’

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Sundo sagt: ‘Weswegen das so wichtig ist, fragt ihr bestimmt? Weil in Bree die Strassen voller Dreck und Scherben liegen! Um aber nun nicht in Scherben zu treten, muss man Schlurfen und die Scherben damit aus dem Wege schieben. Achtet darauf und ihr kommt ohne zerschnittene Füße durch Bree! In diesem Sinne: auf nach Bree, dort fangen wir mit dem Umzug an!’

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In Bree angekommen, versammelten wir uns um Sundo, der eine kleine Mauer am Westtor erklommen hatte: Sundo sagt: ‘Soooo, guten Abend meine lieben Hobbits, ich bin es, der Martinoc! Ich habe hier in dieser Stadt jeden Tag meinen Dienst ausgeübt. Nämlich abends die Hobbits, die noch aus dem Auenlande herkamen, nach Stadel zu bringen. Wir gehen heute im Gedenken an diese Zeit, einmal jährlich, diese Strecke ab.’

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Sundo sagt: ‘Ich erzähle euch derweil Wissenswertes über die Stadt. Hier, am Westtor, kamen viele Hobbits an, nach langer Reise erschöpft. Wenn es schon sehr spät war habe ich sie zum Pony gebracht, dass sie dort in Gästebetten übernachten konnten.’

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Sundo sagt: ‘So, wir gehen mal langsam zum ‘Pony’, denkt ans Schlurfen!’

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Auf dem Weg dorthin, hielt machte Sundo an einem grossen, eindrucksvollen Menschenhaus halt. Sundo sagt: ‘Hier kommt einem das erstemal ‘Großstadt’ in den Sinn, wenn man die Häuser hier sieht. Hier sind die Häuser oben mit Brücken verbunden, weil die Leute nicht mehr auf die Strasse wollen des nachts! Deswegen war Martinoc’s Arbeit auch so wichtig, es ging um die Sicherheit!’

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Dann ging es weiter zum berühmten Gasthaus hinauf. Sundo sagt: ‘Hier ist das Pony. Es wird neuerdings ‘Zum tänzelnden Pony’ genannt, weil das hört sich wohl einladender an.’

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Sundo, in seiner Rolle als St. Martinoc, liess seinem Unmut über die Bree’er Taverne, freien Lauf. Sundo sagt: ‘Tänzelnde Ponys sind unruhig und können einen treten, das ist nicht einladend! Passt also auf, es ist genauso schlecht wie sein Ruf. Es soll sogar Schlägereien darin geben!’

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Zum Keilerplatz, der nächsten Station, war es dann nur noch ein ‘Katzensprung’. Sundo sagt: ‘So, kennt sich jemand mit der Geschichte der Stadt Bree aus? Wer weiss denn, weswegen es diesen Brunnen hier gibt und wie er heisst? Genau, der ‘Keilerbrunnen’! Es ist so dass es eine Hungersnot in Bree gab und sie haben nur wegen der Wildschweine, der Keiler, hier überlebt. Aber! Es gibt noch eine andere Version dieser Geschichte. Denn in diesem Jahr,  als die Breeleute alle Keiler auffrassen, wurde die ‘Stadeler Eichelmast’ der ‘Schwarzen Stadeler Sdchweine’ mehrfach überfallen!’

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Auf dem Weg gen Stadel, erzählte uns Sundo mehr über diesen ‘Schweineraub’. Sundo sagt: ‘Die Eichelmastställe wurden regelrecht geplündert! Dies hat nachhaltig die Schweinezucht hier in der Gegend geschädigt, weil die Zuchtkeiler verschwanden. Nun, es gab nie Beweise, aber es war für die Stadeler stets eine glasklare Sache.’

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Sundo sagt: ‘Und nun zeige ich euch wie sich die Stadeler dafür rächen, bis zum heutigen Tage! Ihr musstet ja jetzt hier ganz schön raufkeuchen, nicht wahr? Die Stadeler liefern das Gemüse der Felder nur bis hierher, nicht auf den Marktplatz und es muss hier verkauft werden. Seit der Zeit der Keilerklauerei, müssen alle Breeleute hier den Berg hochkeuchen! Das ist die Strafe der Stadeler- bis zum heutigen Tage!’

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Dann ging es durch das ‘Schluchter Tor’ aus Bree hinaus. Sundo sagt: ‘Der Martinoc hat die Besucher hier entlang geführt, auf dem schnellsten Wege aus der Stadt hinaus, auf die Felder, wo die Luft wieder gut ist. Die Auenländer Hobbits wollten fast nie nach Bree hinein, sie wollten ihre Verwandten in Stadel besuchen. Dazu mussten sie aber durch Bree hindurch und das sollte sicher sein. Selbst als er schon von steifen Gelenken geplagt wurde, hat Martinoc seinen Dienst immer noch versehen! Wir gehen nun weiter nach Stadel, auf dem alten Weg der von Martinoc genommen wurde.’

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Sundo sagt: ‘Hierhin hat Martinoc die Leute zu ihren Verwandten gebracht. Aber es gibt noch ein großes Rätsel, auch wenn man so viel über Martinoc weiss. Ja, denn: Jeder Kennt Martinoc, aber es weiss keiner mehr wo er wohnte oder welcher Familie er angehörte! Und deswegen versucht nun jede Familie hier zu beweisen, dass er in ihrem Hause wohnte oder ihrer Familie angehörte.’

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Auf einer Wiese ausserhalb von Stadel, machte Sundo uns auf ein Smial aufmerksam. Sundo sagt: ‘Dort hinten wohnt der Herr Unterberg und ich erzähle mal seine Version der Geschichte. Er meint, dass auf einem alten Schaukelstuhl der Martinoc einst sass. Und das ist eben der Schaukelstuhl der seit Generationen in seiner Familie ist! Auf der Lehne ist ein grosses *M* eingeschnitzt, aber: es ist mit einem floralen Muster versehen und hat eine Sitzfläche, die eher dem weiblichen ‘breiten Becken’ schmeichelt, weswegen er behauptet, dass Martinoc eine Frau war!! Und das nur wegen des *M* das eingeschnitzt ist. Das sagte ich ihm mal, seitdem bin ich bei ihm nicht mehr gerne gesehen!’

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Dann war leider auch schon das Ende der Führung gekommen. Sundo sagt: ‘In diesem Sinne: Ich habe mit allen,  ausser ihm da hinten, gesprochen, ihr könnt hier Übernachten, wer nicht noch den langen Heimweg machen will. In Stadel sind die Betten genau so gemütlich wie bei uns. Na, dann bis nächstes Jahr!’ Wir hielten diesen Moment noch in einer Gruppenskizze fest und sagten dann einander ‘Lebewohl’. Es war wieder ein wunderbarer Umzug gewesen, der mittlerweile, zur lieben Tradition geworden ist! Danke, an Sundo, Kelko und alle Beteiligten, für dieses schöne Erlebnis!

b.wi. für A.W.
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Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

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