Berichte

Geniesserstübchen: Spannender Auktionsabend mit zwergischer Musik veranstaltet!

Am letzten Schanktag - dem vergangenen Samstag - ging im 'Geniesserstübchen' zu Lindental, eine Auktion, wortwörtlich, 'über die Bühne', deren Einnahmen, gänzlich den Grenzertruppen zufliessen sollte. Ab der achten Abendstunde, begrüsste die 'Stübchenmannschaft' - Mairad Flinkfuss, Faroweis Birnhaag und Millefolia Minzbeer - alle Besucher, zu spannender Kurzweil und der zwergischen Musik, der Kapelle von 'Durins Faust der Gerechten', den sogenannten 'Fäustlingen'.

Bei meinem pünktlichen Eintreffen, waren erst die drei Fräuleins, Mairad, Gabiola und Millefolia, vor Ort, die ich herzlich mit Umarmungen und Küsschen begrüsste, woraufhin Gabiola keck fragte: ‚Heute verteilt er viele Küsschen, darf man die auch ersteigern?‘, was gleichmal für viel Gelächter sorgte.

Das abendliche Wetter zeigte sich von der besten Seite, als die Kapelle des Abends, die Zwerge von ‚Durins Faust der Gerechten‘, eintraf, die mit ihren Uniformen und weiblicher Begleitung, in Form der Elbendame, Fräulein Nasnarena, ein gar beeindruckendes Bild abgaben! Die fleissige Oberkellnerein, Millefolia Minzbeer, hatte alle Hände voll damit zu tun, jeden mit Bier und anderen Getränken zu versorgen.

Da es bereits spät wurde, beschloss Inhaberin, Mairad Flinkfuss, den Abend traditionell, mit dem ‚Stübchenlied‘ zu eröffnen und enterte dafür die hübsche Gartenbühne und gab auch gleich einen kurzen Abriss, über den folgenden Ablauf zum Besten. Mairad: ‚Also, wenn Ihr nichts dagegen habt, spiel ich erst mal das Stübchenlied, dann machen die ‚Fäustlinge‘ so eine Viertelstunde Musik, dann die Versteigerung und dann Musik so lange ihr mögt! Ist das in Ordnung?‘

Natürlich war das für alle Anwesenden in Ordnung und auch, Herr Craaco Birkenheim und Grenzerin, Tulpeline Schweinepfote, die soeben eingetroffen waren, taten ihre Zustimmung mit einem lauten ‚JA!‘ kund, sodass sich alle an dem schmissigen Begrüssungslied, erfreuen konnten!

Danach durften gleich die ‚Fäustlinge‘ an die Instrumente und obgleich die Bühne, ob der geballten Zwergenpräsenz, leicht ins Wanken zu geraten schien, bestand zu keinem Zeitpunkt, irgendeine Gefahr, dass der Auftrittsort unter den eisernen Stiefeln kollabieren könnte. Die beschwingten Noten der folkloristischen Lieder des Quintetts, glichen etwaige Vibrationen dann auch schnell wieder aus.

Während Zwergenherr Skodek, stimmgewaltig seine selbstgetexteten Weisen ins Publikum schmetterte, hatte sich Grenzerin Tulpeline, samt ihrer Hündin ‚Carli‘, prominent vor der Bühne postiert, eine Vorbereitung auf die folgende Auktion, für deren Schutz, Wirtin Mairad sie hatte gewinnen können. Beuno: ‚Tulpi steht da, wie zur Salzstange erstarrt!‘

Nach dem ersten Liederbock der ‚Fäustlinge‘, startete die Versteigerung dann auch ohne grosse Pause. Mairad Flinkfuss höchstselbst, fungierte als Auktionatorin, die – um es vorweg zu nehmen – ihre Sache ganz hervorragend erledigte und als ersten Posten – sage und schreibe – ein echtes Pony auf die Bühnenbretter führte! Das glückliche Hobbitfräulein Gabiola, erhielt für das edle Tier, letztendlich den Zuschlag, zu einem überraschend moderaten Endpreis!

Mit einer nicht minder edlen, Schnee-Eule – einem sehr kostbaren Haustier, welches, Mairad zufolge, sogar Post transportieren konnte – ging es dann sogleich tierisch weiter! Nach einem spannenden Bietergefecht, bei dem die Geldbeträge immer höher stiegen, konnte sich das Elbenfräulein Ivrineth, den eindrucksvollen Nachtvogel, für 6 Silber- und 10 Kupferstücke, sichern! Diargi: ‚Legt das Vieh auch Eier?‘

Nach einigen edlen Farben, stand auch ein Schwan – der Tulpeline, aus irgendeinem Grund, in Panik zu versetzen schien – auf Mairads Auktionsliste. Die Reaktionen auf den Vogel, waren, ähnlich wie bei Tulpeline, eher gespaltener Natur und am Ende, holte sich Zwergenherr, Feurigomur, das beisswütige Federtier dennoch, für unglaubliche 30 Silberstücke! Craaco: ‚Herr Zwerg, ihr seid verrückt! Dies ist nur ein Schwan!‘

Nach einem Gutschein für eine riesenhafte Statue eines unbekannten Königs und einer weiteren Eule, die von Gabiola und respektive, Herrn Feurigomur, ersteigert wurden, fand ein wuscheliger Hütehund, der von unserer Auktionatorin, erstmal ordentlich durchgeknuddelt wurde, eine neue Herrin, in der Menschendame, Fräulein Moltrud – oder ‚Molly‘, wie sie selbst lieber genannt wird -, die lediglich zehn Silberstücke für den Prachtkerl ‚abdrücken‘ musste!

Viele weitere Posten, wie Möbel, Farben und weitere Mathoms, kamen unter den Hammer, wobei ein Paket, bestehend aus einer edlen Bank und, kurioserweise, ‚Drachenschuppen‘, mit 75 Silber (!), den Höchstpreis des Abends erzielte und an das Hobbitfräulein, Mandila, ging! Ich war über diesen Posten etwas verwirrt. Beuno: ‚Drachenschuppen? Ist das eine Hütte, wo man seine Drachen unterstellt?‘ Tulpeline hingegen, freute sich über den Erlös. Tulpeline: ‚Mit dem Geld können wir Grenzer ja eine komplett neue Kompanie gründen!‘ Danach war die Auktion offiziell beendet und die ‚Fäustlinge‘ bestiegen wieder die Bühne, um erneut Aufzuspielen!

Im Repertoire ihres zweiten Auftrittblocks, hatten die zwergischen Musiker, auch wieder das Lied, das sie der patenten Grenzerin, Tulpeline Schweinepfote, gewidmet hatten. Fürst Kriso, bat die Hobbitdame zu sich auf die Bühne, die gerne und schwer beladen – da sie soeben die Einnahmen des Abends, in einem grossen Geldsack, von Mairad überreicht bekommen hatte – dieser Aufforderung nachkam und dort oben abtanzte, wie ein kleiner, grüner Derwisch!

Danach sang Mairad Flinkfuss höchstpersönlich, begleitet von den ‚Fäusten‘ – Feurigomur, Kriso, Gollorin, Diargi, Nirofaraz und Skodek – das wunderbare ‚Am Brandywein-Ufer‘, dass vom schönen Bockland handelte und mich sehr stolz machte, da die liebe Mairad, diesen Text dereinst, extra für mich erdacht hatte! Grossartig!

Mit der ‚Bühnentanzpolka‘ wurde es dann nochmal so richtig lustig, als die Zwerge, alle ‚Halblinge‘ zu sich auf die Bühne, zum ’nassforschen Abtanzen‘, herauf baten! So ein buntes, wuseliges Treiben, hatte man bisher nur selten zu Gesicht bekommen und zauberte nochmal, ein breites Lächeln auf die ‚Backen‘ aller Beteiligten!

Das Inhaberehepaar in spe, Mairad Flinkfuss und Faroweis Birnhaag, besahen sich das Ganze mit zufriedener Miene und erfreuten sich daran, einen weiteren ‚Stübchenabend‘, so erfolgreich über die Runden gebracht zu haben. Grossen Anteil daran, gebührt aber auch der fleissigen Millefolia, die alle Gäste, mit Ziegenbraten, Töftensalat und kühlen Getränken, kongenial und rasch, versorgt hatte! Ein sehr wichtiger Part, denn: Leerer Bauch, feiert nicht gern! Dankeschön, liebe Milli!

Die ‚Fäustlinge‘ liefen nochmals zur Hochform auf, als ich leider schon aufbrechen musste. Untermalt von den feinen Klängen der Zwergenkapelle, drehte ich eine Abschiedsrunde und bagab mich dann – satt, zufrieden und mit Geschenken beladen, die bei der Auktion übrig geblieben waren und Mairad noch an alle verteilt hatte – auf meinen Heimweg. Danke, für diesen fantastischen ‚Stübchenabend‘!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den wunderbaren Bericht lieber Beuno. Ja es war ein wirklich schöner Abend. Besonderen Dank an die Fäuste.

  2. Was für ein schöner Abend . Danke für eure Einladung . Es war uns eine Freude
    und ein sehr feiner bericht Herr Beuno.

  3. Gabiola

    Schon bei den ersten geschriebenen Zeilen kamen die Erinnerungen zurück. Ein aufregender Abend, ich ersteigerte mir ja sogar ein echtes Pony *strahlt*.

    Wunderbar geschrieben, eine tolle Auktion, danke dir Mairad, hast du super gemacht.

    Auch die Musik der Fäuste ein Genuss, mir tun noch immer die Füße weh, darf ich ja nicht zugeben, nicht das der Herr Zwerg der mit mir tanzte das erfährt *kichert vergnügt vor sich hin*.

  4. Tunvil Wintermond

    So ein toller Bericht … Schade, dass wir das Fest verpassen mussten, wir hatten leider im Ausland zu tun.

  5. Tulpeline

    Das war wirklich ein toller Abend. Danke für den Bericht.

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