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Gedichte des Auenlandes – Begonia die Wollmilchsau

Unterhaltsames

Unterhaltsamer Beitrag. In dieser Serie präsentieren unsere Mitwirkenden immer mal wieder ein neues dichterisches Werk aus ihrer persönlichen Feder. In dieser Woche widmen wir uns einem Werk von Beuno Willowtree, genannt “Begonia die Wollmilchsau”.

 

Begonia die Wollmilchsau

Beuno Willowtree, Auenland
Gedichte des Auenlandes

begonia

Begonia, die Wollmilchsau,
traf auf dem Weg zum Monatsmarkt
eine alte Bauersfrau,
die kaufen wollte Speisequark.

Schockiert die Sau, die Frau da warnte,
den Quark sie bloss nicht kaufen solle!
Denn was bisher noch niemand ahnte,
das Milchprodukt war voller Wolle!

Das Rüsseltier sich sicher war
– es roch und leckte noch zum Test -
und erkannte am Geschmack das Haar:
sein eigenes!, das stand nun fest!

Auch die Milch kam von der Wollmilchsau,
sie hatte sich doch melken lassen,
erst gestern – wusst’ es noch genau -,
als Hobbitfinger an ihr Euter fassten!

Zehn Kupferstücke pro Fünf-Liter-Krug,
erhielt sie, bar und direkt auf den Huf,
den Hobbits war es gut genug
und Begonia bewahrte ihren Ruf.

Für ihr Alter war’s ne’ stolze Menge,
vier volle Krüge füllte sie,
erst beim Fünften wurd’ es enge,
soviel geschafft, hatt’ sie noch nie!

Glücklich war sie trotzdem nicht,
verschwiegen hatte sie bewusst,
und log den Hobbits quasi ins Gesicht,
sie litt grad unter Haarverlust!

Die Halblinge rührten die Woll-Substanz,
fleissig und in gutem Glauben,
vertrauten Begonia voll und ganz
und mischten sie mit frischen Trauben.

Den Traubenquark die Sau nun griff,
direkt aus Bauerfräuleins Hand,
die darob überrascht, kurz pfiff,
dann flog die Schüssel an die Wand!

Der Aufmerksamkeit entgehend,
lief Begonia zum Teewurst-Stand,
wo die Wurst, aus Tee bestehend,
schmolz ihr im Mund, nicht in der Hand!

Millaray kam rasch herüber
und rief entsetzt, laut: ‘Nein!!!’
Denn was Begonia nicht wusste,
die Teewurst war gemacht aus Schwein!

Der Name doch nur daher käme,
erklärte die Marktleiterin der Sau,
weil man die Wurst zum Tee einnähme,
Begonia sei wohl nicht grad schlau?

Vor Scham die rosa Backen wurden rot,
als die Wollmilchsau nun voll begriff.
Aus ihrem Darm löste sich der Kot,
hatte ihre Verdauung nicht im Griff!

Peinlich berührt, schoss sie von dannen,
liess den Markt weit hinter sich.
Zurück an diesem Ort der Pannen,
blieb eine braune Pfütze lediglich.

Und die Moral für Sau Begonia?
Sprich stets nur Wahres, auch in Not,
sonst bleibt zuletzt, Dir nur – und das ist wahr -
Traubenquark vermischt mit Teewurst-Kot!

Copyright © 2017 Beuno Willowtree
Wollt auch Ihr ein Werk aus Eurer Feder im Wochenblatt abdrucken lassen? Schreibt unter dem Stichwort “Dichterwerke” an uns: redaktion@auenlaender-wochenblatt.de
b.wi. für A.W.
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von

Mein Name ist Margerite Himbeerstrauch und ich bin die Chefredakteurin und Herausgeberin des Auenländer Wochenblattes. Ich bin mittlerweile rund 40 Jahre jung und lebe alleine in einem kleinen Häuschen nahe dem Redaktionsbüro im Ortsteil Wasserau bei Hobbingen. Schon als kleines Hobbitmädchen habe ich mich für das Schreiben interessiert, verbrachte die Zeit meistens in der Stube, natürlich mit Büchern und Zeitungen. Beim Auenländer Wochenblatt bin ich inzwischen seit vier Jahren tätig. Ich begann zu der Zeit, als ich der Zeitung neues Leben einhauchte. Zusammen mit einer großartigen Redaktion ist es mir gelungen, das Wochenblatt wieder an die Spitze der Zeitungen im Auen- und Umland zu katapultieren.

9 Kommentare

  1. Beunos Stoffwechselabfallproducktehumor. Ui, hab ich mich vielleicht gewählt ausgedrückt. Scheiß die Wand an, dis hast du toll gereimt, Beuno!

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