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Gasthaus am Keilerbrunnen – Besinnliche Julfeier begangen!

Am gestrigen Samstag, fand im ‚Gasthaus zum Keilerbrunnen‘, in der Breelandsiedlung ‚Fuchslin‘, eine Julfeier statt, die ganz im Zeichen des Guten stand, da sämtliche Einnahmen und Spenden, den Obdachlosen in Bree zu Gute kamen. Die Gastgeber, Fräulein Lourdin und Herr Leannder, begrüssten ab der achten Abendstunde, ihre Gäste, zu einem zünftigen Fest, bei dem auch die Besucher am Unterhaltungsprogramm beteiligt waren.

 

Hier eine Bilderstrecke mit teilweise originalen Kommentaren.

 

Ich traf, leicht verspätet, zusammen mit Herrn Dirgh im Gasthaus ein, wo wir sofort aufs Herzlichste von den Gastgebern begrüsst wurden.

Leannder: ‚Immer herein spaziert, sucht euch einen gemütlichen Platz und ich hoffe, ihr habt einen schönen Abend hier im Keiler.‘

Lourdin: ‚Guten Abend die Herren.‘

Leannder: ‚Kommt nur herein, macht es euch bequem. Getränke bekommt ihr bei Glaerwyn an der Bar.‘

Das freundliche Fräulein Glaerwyn sorgte an diesem Abend für die flüssige Versorgung aller Gäste, wozu sie eine echte Bar zur Verfügung hatte!

Natürlich war auch für reichlich Essen gesorgt worden, worauf Leannder auch sehr gerne hinwies.

Leannder: ‚Ich danke euch allen für’s herkommen. Die Unterhaltung fängt bald an, sowie wir sicher sein können, dass die Nachzügler auch hier sind. In der Zwischenzeit lasst es euch schmecken, das Buffet ist eröffnet!‘

Der Anblick des reichhaltigen Büffets war wahrlich beeindruckend!

Für die musikalische Unterhaltung, so die Gäste nicht gerade etwas vortrugen, waren die ‚Brunnenbarden‘ zuständig, vier Damen, die auf die Namen, Filberli, Simberli, Kelwen und Soray, hörten. Sie machten ihre Sache, den ganzen Abend über, ganz hervorragend!

Nach einiger Zeit, begrüsste Gastgeber Leannder, die Besucher dann ganz offiziell.

Leannder: ‚Zunächst möchte ich mich bei den Anwesenden im meinem Namen und dem meiner Frau Lourdin und natürlich dem der hilfsbedürftigen Leute in Bree, dafür bedanken, dass ihr heute zu unserer kleinen Wohltätigkeitsfeier gekommen seid. Kinder sind das schwächste Glied in unserer gesellschaftlichen Kette und brauchen Schutz, Liebe aber auch viele materielle Dinge, für deren Anschaffung wir heute sorgen wollen. Jeder Kupferling der heute hier eingenommen und gespendet wird, wird in diese Dinge, die unsere Kinder aus armen Verhältnissen brauchen, investiert.‘

Dies ist nur ein kurzer Ausschnitt der exzellenten Ansprache, welcher den Kern der Feier umreisst, die später aber auch noch sehr humorvoll wurde. Bravo, Leannder!

Hernach war es dann Zeit für den ersten Gastbeitrag seitens der Besucher.

Leannder: ‚Unser erster Gast der etwas vortragen wird ist die bezaubernde Nimrendis, die eigens für heute Abend, zusammen mit Fräulein Ringadena, ein paar Lieder gelernt hat. Applaus bitte für Nim und Rin! Kommt doch bitte auf die Bühne.‘

Trotz einer kleinen Panne zu Beginn, war der Auftritt der beiden Damen sehr schön und beschwor sogleich julfestliche Stimmung herauf! Klasse!

Das Publikum zeigte sich jedenfalls sehr fasziniert von den Liedern des Duetts, die zudem auch noch einen wunderbaren Anblick abgaben!

Auch Zwergenherr Gimpf, der sich passenderweise, als ‚Vater Jul‘ verkleidet hatte, liess sich nicht lumpen und trug anschliessend, das ergreifende Gedicht ‚Das Glitzern der Morgenröte‘ vor, welches sehr zwergentypisch erschien und dem Gastwirt der ‚Lustigen Schankmaid‘, reichlich Applaus einbrachte.

Gimpf: ‚Die Wintertage sind gekommen zeigen sich in ihren Wonnen..So weiss wie eine Blüte und rein wie edel steinbedeckst du deine Züge wie lieblich sie auch sein..Die Wangen rot die Lippen blau.. kannst so beissen wie manch eine Frau..Hast wild gepeitscht die ganze Nacht hast manchen um den Schlaf gebracht..Dann kam der Morgen schon empor und sties mit seinen Strahlen vor..so war geborn die Morgenröte und zeigte dich in voller Pracht..Drum trinkt aus ihr guten Leut, denn zum Feiern sind wir heute hier, bevor uns küsst die Winterdame.. und uns erfriert in ihren Arme..!‘

Auch der Hausherr griff dann zur Laute und sang ein Liedchen für uns.

Leannder: ‚Heut bin ich allein, das sollte so nicht sein, Will was ändern dran, nur wie fang ich es an,

Ich geh zur Kneipe hin und schaue dort mal rein, Wird sich ein Fräulein finden hier, mein Julfestschätzelein,

Am Frostfels, am Frostfels, für neunzig Silber zehn, krieg ich ein Julticket heut, kann Fräuleins mir ansehn,

Am Frostfels, am Frostfels, für neunzig Silber zehn, Geldbeutel leer, ich kann nich‘ mehr, da sollt‘ besser was geh’n,

Dort gibt es tolle Frau’n, die mich verliebt anschau’n, Sind am Julfest allein, das kann doch wohl nicht sein,

Ich such mir eine aus, ne richtig süße Maus, Ich buch‘ sie mir für kurz vor vier und laufe schnell nach Haus,

Am Frostfels, am Frostfels, ich buche mir ein Weib, Um sechzehn Uhr, da kommt sie schon, oh man es ist so weit,

Am Frostfels, am Frostfels, ich mach mich flott zurecht, ein frisches Hemd, ein guter Duft, das ist schon mal nicht schlecht, Ich bin ja so gespannt, mir zittert Herz und Hand, Wird sie mein Julfestschätzchen sein, oh man das wäre fein! Ich warte hier wie dumm, lauf schon im Kreis herum, Das Mädel ist nicht pünktlich dran, das fängt ja schon gut an! Am Frostfels, am Frostfels, es klopft dann kurz vor acht…die Alte sieht voll grottig aus, ich hab nicht aufgemacht,

Am Frostfels, am Frostfels, ich bleib allein, nichts geht! und feiere mit Gans und Klöß‘ und ein paar Flaschen Met,

wenn ich dann in den Spiegel schau, dann sind wir schon zu dritt!‘

Natürlich trug auch das Fräulein Lourdin Narmaciel etwas vor, nachdem ihr Gatte so wunderbar vorgelegt hatte.

Lourdin: ‚Eiskristalle glitzern, die Luft ist eiskalt, Die Gassen sie spiegeln die Kälte der Nacht

Hinter den Fenstern, brennen Feuer so warm, Warum kann diese Wärme nicht selbstverständlich sein?

Der Mond steht hell und rund am Himmelszelt, Die weiße Schönheit der Stadt, sie liegt in seinem Schein

Eiskalt und glitzernd zieren ihre Gassen meinen Weg. Fragt sich jemand ob jeder dieses auch als Schönheit sieht?

Die Schönheit der kalten Winternacht trügt. Frierende Kinder in der trügerischen Schönheit der Stadt.

Väter und Mütter von Sorgen und Ängste geplagt. Ein wärmendes Feuer, vielleicht ein Zelt für die Nacht.

Wer denkt schon an jene, die frieren in der Nacht? 

Der Mond, er erhellt die schönen glitzernden Gassen der Stadt. Ob jene der Armut auch Freude daran haben?

Der Mond, trügerisch trägt er die Schönheit der Stadt, versteckt liegen die Gossen in denen es Armut hat.

Wurde jemals nach den frierenden Kindern gefragt? Verborgen leben sie in der trügerischen Schönheit der Stadt.

Still wartend, dass der Winter ein Ende hat.‘

Mit dieser wunderbaren Darbietung, hatte die Gastgeberin die musikalische Latte, für alle nachfolgenden Künstler, sehr hoch gelegt! Grossartig!

Leannder: ‚Danke dir, mein Käfer. Das war sehr schön. Ich möchte nun Ordosig und Clopin zu mir hoch bitten und bin sehr gespannt, was sie heute Feines für uns mitgebracht haben.‘

Die beiden trugen dann ein altes, gesungenes Märchen vor, dass von einem Zauberwald handelte und vielen von uns eine Gämsehaut über den Rücken laufen liess! Profis, die sie sind, trugen sie das Stück perfekt vor und erzeugten eine wahrlich gruselige Stimmung. Grosser Jubel war ihr gerechter Lohn, als die letzte Note verklang!

Leannder: ‚Das war wirklich ausgesprochen schön, vielen Dank euch beiden. Ich werde mich nun in den Schatten der wesentlich talentierteren Mädels hinter mir stellen und euch ein wenig winterliche Musik spielen. In dem Sinne, tanzt, trinkt, esst und seid heiter, heute ist ein Tag zum feiern! Wer spenden möchte, die Spendenschachtel steht bei Glaerwyn auf der Bar, vielen Dank!‘

Dies liessen sich die Gäste nicht zweimal sagen und befolgten Leannders Ratschlag in sämtlichen Punkten, während selbiger einige julfestliche Melodien anstimmte.

Nachdem ich zwischendrinn mein kleines ‚Bogü-Gedicht‘ rezitiert hatte…

‚Was regt sich dort am Waldesrand?

Es raschelt, knistert, Blätter fallen,

ein Fuß erscheint, doch keine Hand!

Ein ‚Bogü‘ zeigt sich plötzlich allen!

Babyrosa mit typisch lila Tupfen

und einer gold’nen Gürtelschnalle,

sieht man’s aus dem Dickicht ‚hupfen‘,

ullulierend läuft’s in eine Falle!

Zufrieden nickt der Julmann da,

als er sich das Tierchen greift.

beweißt damit: Alles ist wahr!

Im Sack er es von dannen schleift!

Von nun ab, darf’s mit Schlittenfahren,

auf Vater Jul’s Geschenke-Reise!

Dies macht’s nun bereits seit vielen Jahren

und ulluliert bei jeder Landung leise!‘

…legte Leannder noch einige Lieder nach, während wir uns am Büffet, oder wahlweise, der Bar, gütlich taten.

Auch Ordosig und Clopin, traten nocheinmal auf. Am Ende der Lieder, überraschte Ordosig den alten Clopin dann mit einem tollen Julfestgeschenk.

Ordosig: ‚Da Du mit materiellen Dingen eh nicht viel anzufangen weißt, möchte ich Dir zum diesjährigen Julfest etwas schenken, das Dir vielleicht für immer in schöner Erinnerung bleibt. In einem alten Haus, das zudem im Begriff war schon zu zerfallen, fand ich ein außergewöhnliches Bad vor, das mir für diesen Zweck sehr geeignet erschien. Also krempelten unsere Siedlungsmitglieder die Ärmel hoch und brachten das Gebäude wieder auf Vordermann. Das Ergebnis kann sich glaube ich sehen lassen! Hiermit schenke ich Dir den Zugang zu diesem privaten Badevergnügen, wann immer es Dir danach verlangt!‘

Ein wahrhaft tolles Geschenk für den betagten Senior, zumal es noch einen Rubbelhandschuh und eine Rückenbürste dazu gab! Wir alle mussten über das verduzte Gesicht des Herrn Clopin lachen!

Zum Abschluss griff Herr Leannder nochmals zur Laute und versüsste mir meinen Abschied, mit einigen schmissigen Melodien. Ja, leider musste ich dann schon aufbrechen und verliess zusammen mit dem Fräulein Ellisandre, die auch gehen musste, ein Fest, welches uns beiden ganz hervorragend gefallen hatte! Grossen Dank, an, Lourdin, Leannder und Fräulein Glaerwyn, sowie allen Helfern und Gästen, für diese schöne und gemütliche Julfeier im Zeichen der Wohltätigkeit!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Leannder Narmaciel

    Vielen Dank für den wundervollen Bericht, lieber Beuno. Eine Freude, ihn zu lesen!

  2. Nochmals danke Lourdin und Leannder für dieses tolle Julfest und auch danke an alle, die mit ihren herrlichen Beiträgen den Abend zu einem Genuss machten.
    Lieber Beuno.. zu Deiner Berichterstattung wie immer.. ein ganz dicker fetter Daumen nach oben 🙂

  3. Ja das war eine gemütliche und schöne Feier

  4. Ich hatte das Vergnügen an dieser wunderschön gestalteten Julfeier teilzunehmen und danke hiermit herzlich für diesen umfangreichen Artikel, der all die bezaubernden und bewegenden Momente des Abends nochmals zusammenfasst!

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