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Frische Brise: Jubiläumskonzert zur Feier der ‚Guruth Gigs‘ am Ursprungsort aufgeführt!

Am gestrigen Samstag und nicht, wie üblich, freitags, hatten die Musiker von 'Frische Brise' ein ganz spezielles Konzert angesetzt, weswegen sie auch nicht in der 'Feste Guruth' gastierten, sondern am eigentlichen 'Ursprungsort' dieser - seitdem allmonatlich stattfindenden 'Guruth Gigs' - ihre Instrumente auspackten. Bei 'Arthur's Lager' - zwischen Bree und Bockland - spielte das Septett ab der achten Abendstunde auf, um - mit jeder einzelnen Note - an diesen denkwürdigen Moment zu erinnern.

Trotz des skurrilen Auftrittsorts, einer seit über drei Jahren in Bau befindlichen Wohnstatt im ‚Niemandsland‘ zwischen Bree und Bockland, waren doch bereits zahlreiche Gäste vor Ort, als ich das Gelände erreichte. Das vielköpfige Erscheinen so illustrer Gäste, wie dem Hobbitfräulein Brigga, Fräulein Nieadis und Nimrendis, Zwergenherr Krund, den Wintermonds, Tunvil und Thorwien, sowie einer Gesandschaft der ‚Ilfirin Gwaith‘, angeführt von Sippenchef, Herrn Ahilleth – um nur mal einige zu nennen – war neben der Popularität von ‚Frische Brise‘, wohl auch der guten ‚Mietstallverbindung‘ geschuldet, die direkt vor ‚Arthur’s Rohbau‘ eine Haltestelle hatte.

Aber der Bekanntheitsgrad der ‚FriBris‘, war seit den drei ins Land gezogenen Jahre, aber auch merklich angewachsen, sodass die hohe Publikumspräsenz niemanden wirklich verwunderte. Aber auch die Anzahl der Musiker war für diesen speziellen Auftritt um drei fähige Gastspieler erhöht worden. Mit dem Fräulein Elsira von ‚Caput Draconis‘, Zwergenherrn Bragomur von ‚Die Bragos‘ und Herrn Halgoreth von ‚Skarn‘, hatten sich die ‚Brislinge‘, die selbst in der Formation, Vilovine, Melrid, Vidu, Viebo, Alegrio, Burfinn und Ivrinuil, auftraten, kongenial ergänzt und konnten mit mehr musikalischem Volumen auftrumpfen. Kapellmeister, Elbenherr Ivrinuil, fackelte dann auch nicht lange und begrüsste seine Gäste mit einer kurzen Ansprache.

Ivrinuil: ‚Herzlich Willkommen, zu unserem ersten Jubiläumskonzert! Wie alles anfing…  Ja wie fing es an? Vor drei Jahren spielten wir schon mal hier an dieser Stelle, mit einem besonderen Programm. Doch der Termin war ungünstig gewählt, so dass nur wenige kamen. Das brachte uns auf die Idee, an festen Terminen „Themen-Konzerte“ zu veranstalten. Die Guruth-Gigs waren geboren! Heute spielen wir das Konzert von damals, mit einigen wenigen Änderungen, nochmal für Euch. Es sind drei Jahre vergangen, wir haben neue Instrumente und wir haben Verstärkung dabei. Begrüßt mit mir, Elsira, Halgoreth und Bragomur! Und nun: Viel Spass, mit uns und den Liedern der Kapelle ‚Ursprung‘!‘

 

Wie schon beim ersten Konzert an dieser Stelle, nutzten die Musiker das Fundament des Haupthauses als improvisierte Bühne, nur dass sie dieses Mal das gegenüberliegende Ende der gemauerten Fläche nutzten. Leider hatte sich diesen Platz auch ein vorwitziger Specht als Revier auserkoren, sodass selbiger im Verlaufe des Auftritts, quasi zum elften Mitmusiker mutierte und besonders Hobbitherrn Viebo, mit seinem Geklopfe am Balkenwerk, zur Weissglut trieb!

Aber uns Zuhörer störte das ‚Gehacke‘ kaum, als uns die ‚erweiterte Brise‘, wahrhaft ausschliesslich mit Stücken der, bereits im Zweiten Zeitalter, sehr berühmten Kapelle ‚Ursprung‘ ((Genesis)) verwöhnten. Die Spielliste glich wirklich der damaligen sehr und so kamen so bekannte ‚Ohrwürmer‘ – von ‚Elb Gabriel‘ und ‚Zwerg Collins‘ – zum Zuge, wie, ‚Das Lamm legt sich in Bockland hin‘ (‚The Lamb lies down on Broadway‘), ‚Land der Verwirrungen‘ (‚Land of Confusion‘), ‚Verkauf das Breeland pfundweise‘ (‚Selling England by the Pound‘) und ‚Ich bin tanzunfähig‘ (‚I can’t dance‘). Allerdings glänzten die Stücke auch ganz neu, mit zusätzlichen Instrumenten und andersartiger Interpretation, sodass die Musik auch für die wenigen, damals schon Dabeigewesenen, niemals langweilig erschien.

Auch die immer neu hinzuströmenden Neuankömmlinge, wie die Fräuleins, Yome, Azaline, Abdita, Teadora, Petriwen und Erdina, oder die Herren, Maltadeloth, Olodriel und Scarclo, wurden sofort von den vertrackten Noten der teils nicht gerade immer einfach zu konsumierenden Lieder, in den Bann gezogen und versuchten – doch recht erfolgreich – die passenden Tanzschritte dazu aufs Parkett zu legen. Ich verhedderte mich beim Schwofen allerdings einmal in einem Klettenstrauch, aus dem mich das Fräulein Yome, erst wieder befreien musste, bevor es mit dem Programm weitergehen konnte. ‚Hofnarr‘ (‚Harlequin‘), ‚Invisible Touch‘ (‚Unsichtbares Tatschen‘), ‚Brennendes Seil‘ (‚Burning Rope‘), oder auch ‚Teppich Kriecher‘ (‚Carpet Crawl‘), sprachen dann aber natürlich für sich, waren vielen der Anwesenden durchaus noch bekannt und wurden dementsprechend abgefeiert. Zu einer Schrecksekunde kam es dann noch, als Fräulein Yome, eine Abdeckplane anhob und darunter ein riesiger Tausendfüssler hervorspang! Glücklicherweise konnte ich die Kreatur mit einem beherzten ‚Buh-Ruf‘ rasch in die Flucht schlagen und mich so für Yomes vorherige Hilfe, erfolgreich revanchieren.

Dann war es aber bereits Zeit für das finale Stück des Abends, wie Ivrinuil ankündigte und was bei vielen Ausrufe der Enttäuschung hervorrief, da dies noch relativ früh erschien, wenn man die normalen Spielzeiten von ‚Frische Brise‘ im Hinterkopf hatte. Ich grinste jedoch nur amüsiert, wusste ich doch, dass das Liedchen ‚Abendessen ist fertig!‘ (‚Suppers Ready‘) – welches übrigend auch schon beim ersten Konzert den Schlusspunkt gebildet hatte – eine Spielzeit von über zwanzig Minuten aufwies! So wurde das Ende förmlich zelebriert und liess vom langen Tanz erschöpfte Zuhörer zurück, die allerdings allesamt, ein glückliches Grinsen auf den Gesichtern hatten.

Auch die Kapelle war froh, als sie sich zum Schlussapplaus gemeinsam verbeugen konnten, hatte ihnen der zweieinhalb stündige Auftritt schliesslich doch einiges abverlangt! ‚Ursprung‘ wären auf jeden Fall wieder sehr Stolz gewesen, hätten sie diesem kongenialen Konzert beiwohnen können! So endete ein furioser Auftritt, dem ja – in näherer Zukunft – noch zwei weitere Jubiläumsauftritte folgen sollen, wie Ivrinuil uns alle nochmals erinnerte. Man darf gespannt sein, welche musikalischen Pfeile die ‚Brislinge‘ noch im ‚Notenköcher‘ für uns bereithalten werden. Bravo, Frische Brise!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. ja das war ein toller abend und ich war echt begeistert diesen abend mitspielen zu dürfen

  2. Alegrio Harfenschlag

    Stimmt, mit unseren Gästen haben wir voll ins Schwarze getroffen. Sie waren toll !!!!
    Genau wie dein Bericht, Beuno! 🙂

  3. Olodriel

    Auch wenn ich etwas später kam hat es mir sehr gut gefallen. Danke für die tolle Musik.

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