Berichte

Frische Brise: Grandios gespielter, geheimniskrämerischer ‚Guruth-Gig‘!

Am gestrigen Samstag, spielten 'Frische Brise' eines ihrer berühmten 'Guruth-Konzerte', die ja eigentlich, stets freitags über die dortige Bühne gehen. Natürlich hatte es einen bestimmten Grund, warum die 'FriBris' ihre Vorstellung, die unter dem Thema 'Favoriten, Nummer 1' stand, dieses Mal auf den Samstag zur zehnten Abendstunde gelegt hatten!

Elbenherr Ivrinuil, quasi der Kapellmeister von ‚Frische Brise‘, hatte nämlich am nächsten Tag seinen Geburtstag – angeblich den siebentausendsechzigsten ! -, weswegen seine Musikerkollegen das Konzert, unter einem Vorwand, auf eben diesen Samstag gelegt hatten, um, Schlag Mitternacht, ihrem Freund, mitsamt des eingeweihten Publikums, eine ‚Gratulationsüberraschung‘ bescheren zu können!

Da Elben bekanntlich sehr alt werden, ja, allgemeinhin sogar als ‚unsterblich‘ gelten, achten sie selbst garnicht mehr so auf ihre Geburtstage, was natürlich beste Voraussetzungen für ein Gelingen obengenannten Vorhabens darstellten. Die übrigen ‚Brislinge‘, hatten sogar extra Einladungen an ausgewählte Stammzuhörer verschickt, die wiederum alle Bekannten und Freunde von Ivrinuil, zum Konzertbesuch mitbringen sollten, sodass es an diesem Abend, tatsächlich einer der bestbesuchten ‚Guruth-Gigs‘ aller Zeiten wurde! Natürlich stand auch dieser Auftritt, in der maroden Festungsanlage in den ‚Einsamen Landen‘, unter einem bestimmten Thema, welches dieses Mal – wie schon oben erwähnt – ‚Favoriten, Nummer 1‘ lautete.

Dieses, wohl auf sieben Konzerte ausgelegte Konzept, lässt jeweils einen der ‚FriBri-Musiker‘, seine ganz persönliche Favoritenliste an Liedern der Kapelle auswählen, die dann dem neugierigen Publikum präsentiert werden. Schlauerweise, hatten, Viebo, Vidu, Melrid, Piazinta, Alegrio und Singlorin, just für diesen Abend, Ivrinuil die Wahl seiner Lieblingsstücke überlassen, was natürlich ein lange vorausgeplanter Schachzug gewesen war und wohl auch ein kleines, verfrühtes Geburtstagsgeschenk darstellen sollte! So blickte man sich im dicht gedrängt stehenden Publikum, auch wissend an und nickte sich verschwörerisch zu, denn der Kapellmeister war wohl so ziemlich der Einzige in der ‚Feste Guruth‘, der nicht in den Coup eingeweiht worden war.

Aber zunächst stand natürlich die Musik im Mittelpunkt, die das gemischte Septett, professionell wie immer, auf ihre Zuhörer ‚herabregnen‘ liess. Die von Ivrinuil ausgesuchten Lieder, deckten eine Bandbreite ab, die von ‚totaler Ohrwurm‘ bis zu ’nahezu unbekannt‘ reichte, zusammengenommen aber eine wunderbare Mischung ergaben, die sehr gut beim, teilweise höchst musikkundigen Publikum, ankam. Kollegen der ‚FriBris‘ wie, Reganilda, Tunvil, Thorwien, Halgoreth, die Hobbitfräuleins von ‚Struck by Moonlight‘, sowie die Zwergenherren, Kirgon und Bragomur – um nur einige zu nennen – waren unter den Besuchern und erfreuten sich an Stücken wie, ‚Liebe ist ein Schild‘ (‚Love is a Shield‘), ‚Zwielicht Garten‘ (‚Twilight Garden‘), ‚Hobbitmarsch‘, ‚Mondträumer‘ und ‚Arkenstein‘ (‚Alles nur geklaut‘), welche sie selbst nicht besser hätten interpretieren können!

Man hätte sich natürlich denken können, dass der über siebentausendjährige Ivrinuil, in seiner langen Lebenszeit, einen breitgefächerten Musikgeschmack entwickelt hatte und so war es wenig verwunderlich, dass, neben eigenen ‚Kapellklassikern‘ auch Weisen der antiken Zeitalter wie, ‚Breelandnächte‘, ‚Episch‘ (‚Epic‘), ‚Vier essen Quark‘ (‚Fear of the Dark‘), ‚Flocken‘ (‚Flakes‘) und ‚Herr Gammelig‘ (‚Herr Mannelig‘) zum Zuge kamen. Diese alten Stücke reihten sich überraschend nahtlos in das übrige Repertoire ein und wurden von vielen Zuhörern wiedererkannt und dementsprechend bejubelt.

Nach weiteren ‚Immergrüns‘ – ‚Mondsee‘ (‚Lunar Sea‘), ‚Fang mich‘ (‚Kashmir‘), ‚Liebe Lobelia‘ (‚Dear Prudence‘), ‚Ich möcht so gern die ‚FriBris‘ hör’n‘ (‚Ich möchte so gern Metal hör’n‘) – rückte dann die ‚Stunde Null‘, sprich ‚Mitternacht‘, immer näher und die Nervosität in den Reihen der Besucher stieg spürbar an. Während des letzten Liedes ‚Weisse Wölkchen‘ (‚Nuvole Bianche‘), sah man viele schon nach Feuerwerkskörpern, Federn und Böllern kramen, die sie zu Ehren Ivrinuils, in den Himmel senden wollten. Als die letzte Note pünktlich verklungen war, rief Viebo eine herzliche Gratulation der gesamten ‚Brislinge‘ in Richtung seines Elbenfreunds und gab den Wenigen im Publikum, die noch nicht Bescheid wussten, zu verstehen, dass Ivrinuil nun Geburtstag hatte!

Das verdutzte Geburtstagskind hatte grad noch Zeit, seine vor Überraschung weit aufgerissenen Augen, ungläubig über die Anwesenden schweifen zu lassen, als auch schon ein Jubel-, Glückwunsch- und Raketenfeuerwerk über den Elbenmusiker losbrach, das noch lange seines Gleichen suchen dürfte. Sichtlich gerührt, nahm Ivrinuil, der anscheinend wirklich nichts geahnt hatte, die zahlreichen Gratulationen und Geschenke seiner Freunde entgegen und konnte dabei, das eine oder andere Tränchen, nicht zurückhalten.

Hernach konnte er sich kaum noch auf die obligatorischen ‚Zugabenlieder‘ konzentrieren, derart perplex war er noch über das Geschehene, bekam es aber dennoch irgendwie hin, seine Laute korrekt zu zupfen. Alle freuten sich diebisch, dass diese tolle Überraschung vollauf gelungen war und genossen so die letzten Lieder umso mehr!

Zu den Klängen vom wunderbaren, von Ivrinuil selbst gesungenen, ‚Elendil‘, hatte ‚der Hobbit seinen Weg erkannt‘ – sprich, ich, Beuno Willowtree, machte ich mich auf den Heimweg – und rief dem singenden Elben, im Namen der ganzen ‚Auenländer-Wochenblatt-Redaktion‘, noch ‚Viel Glück im neuen Lebensjahr!‘ zu, bevor ich dieser grossartigen Veranstaltung, müde und zufrieden, den Rücken zukehrte. Alles Gute, lieber Ivri!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Ivrinuil

    Vielen Dank für den Bericht und die guten Wünsche, lieber Beuno! 🙂
    Es hat riesig Spass gemacht, einige meiner Lieblingslieder für euch zu spielen.

  2. Mairad Flinkfuss

    Ein wundervoller Bericht über ein eben solches Konzert Danke Beuno und Frische Brise (RL hält mich zur Zeit so auf Trapp dass ich kaum noch online bin wäre so gern dabei gewesen)

  3. Tunvil Wintermond

    Toller Bericht Beuno !
    Und wir haben uns alle gefreut, dass die Geburtstagsüberraschung so gelungen ist … Herrliches Konzert FriBri!

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