Ratgeber

Frau Buchsbaum rät…

Entscheidend für unsere Leistungsfähigkeit sind neben gutem Essen auch ein gesunder Schlaf. Ist eines von beiden gestört, geraten wir in Schieflage. Die Folgen sind Tagesmüdigkeit, Gereiztheit oder Unkonzentriertheit. Nicht immer ist man selbst dafür verantwortlich, wenn etwas mit dem Essen oder dem Schlaf nicht klappt, wie der Leserbrief aus dieser Woche aufzeigt.

 

Leserbrief von Frau Papava Nobelhaar aus Oberbühl

Sehr geehrte frau Buchsbaum,

seit Monaten geht das jetzt schon so. Mein Mann liegt neben mir und schnarcht, als wolle er den Schiefertonwald und den Alten Wald in einer Nacht abholzen. Ich kriege kein Auge mehr zu und bin tagsüber so schlapp und erschöpft, dass ich mein Essen versalze oder den Nachbarn anschreie.

Was kann ich nur gegen das Schnarchen meines Mannes tun?

Freundlichst
Papava Nobelhaar

 

Frau Nobelhaar,

wie Euch geht es vielen Ehefrauen, doch leider gibt es dagegen nur wenige Hausmittel. Auch Filbu atmet in manchen Nächten lauter, besonders wenn er spät aus dem Gasthaus kommt. Schmauchen, Bier und Wein fördern das Schnarchen, da sie die Atmung im Schlaf verlangsamen. Aber auch das späte Essen im Gasthaus oder zu Hause mindern die Schlafgüte. Versucht also, Euren Mann davon zu überzeugen, früher am Abend mit Trinken und Essen aufzuhören.

Der Grund für das Schnarchen ist oft die Zunge, die im Schlaf schlaff wird und bei Rückenlage in den Rachen fällt. Dadurch ist die Atmung gestört und ein Schnarchen entsteht. Versucht daher, Euren Mann in eine Seitenlage zu bringen. Liegt er so, klemmt ein Kissen in seinen Rücken, so dass er sich nicht wieder zurückdrehen kann. Er wird das kaum bemerken.

Sollte sich Euer Mann nicht in der Seitenlage halten, sorgt dafür, dass sein Oberkörper gegenüber den Beinen leicht erhöht liegt. Das verhindert das Zurückfallen der Zunge und mindert somit das Schnarchrisiko.

Schon oft habe ich gehört, dass das Erlernen und Spielen von Blasinstrumenten, wie das Pibgorn, die Rachen- und Gaumenmuskulatur trainiert. Das verhindert ein zu starkes Erschlaffen im Schlaf und damit das Schnarchen. Zudem kann man sich an Feiertagen tagsüber beim Musizieren angenehm entspannen.

Wenn alles nichts hilft, steckt Euch zum Schlafen Wachs in die Ohren. Das sollte dafür sorgen, dass Ihr das Schnarchen nicht mehr oder nur noch leise hört. Ich weiß, dass Schnarcher auch so laut sein können wie ein Fuhrwerk auf Bruchsteinpflaster. In so einem Fall hilft das Wachs nur unzureichend und Ihr solltet erwägen, statt der klassischen getrennten Betten getrennte Räume für die Nachtruhe zu nutzen. Euer Mann wird sicher Verständnis dafür haben.

 

Flecken und Gerüche vom Kochen

Auch wenn die Frau beim Kochen eine Schürze tragen sollte, deckt sie nicht die gesamte Kleidung darunter ab. Da kann es schon mal passieren, dass ein Spritzer Essig oder Butter an das gute Kleid kommt. Mit normalem Wasser kriegt man diese Arten von Flecken nicht wieder weg. Setzt man einer kleinen Menge Wasser aber Hirschhornsalz zu, kann man damit nicht nur Essig- und Ölflecken entfernen, sondern auch Kalk, Gerüche, Angebranntes in Töpfen oder Butterfett. Einen ähnlichen Erfolg kann man auch mit Gallseife erzielen. Darüber hinaus entfernt sie auch noch Eiweiß- und Obstflecken.

Aber nicht nur die Kleidung ist beim Kochen von Gerüchen betroffen, sondern auch die Hände. Gerüche von Zwiebeln oder Lauch setzen sich dort gerne fest, wenn sie für das Kochen verarbeitet werden. Hier können Salz, Zitronensaft oder Hirschhornsalz helfen, indem man sich die Hände damit abreibt. In einigen Fällen hilft es auch, die Hände an gutem Metall zu reiben, ein Küchenmesser zum Beispiel. Aber Vorsicht, das ist scharf!

Schalotte Buchsbaum

Schalotte Buchsbaum ist eine gebürtige Pfefferpott aus dem vornehmen Ort Lützelbinge und hat eine Schwester und einen Bruder. Inzwischen wohnt sie in Lindental, zusammen mit ihrem Mann Filbu Buchsbaum. Sie gilt als belesen, gründlich und selbstbewusst. Schon vor einiger Zeit schrieb sie für „Tilions Boten“, der inzwischen aber nicht mehr gedruckt wird. Derzeit arbeitet sie in einer Bibliothek in Sprotten, wenn sie nicht gerade Kohlrouladen für ihren Mann kocht, oder das Unkraut zwischen den Pflastersteinen von Lindentals Straßen jätet.

  1. Beuno Willowtree

    Sehr gut ‚geratschlagt‘ wiedermal, liebe Frau Buchsbaum! Das mit der Rückenlage, kann ich so nur bestätigen. Immer schön auf die Seite drehen, kann auch ich da nur raten! Das Ohrwachs hilft übrigens auch, wenn morgens der Hahn des Nachbarn zu früh kräht. 😉 Den Tipp, die müffelnden Zwiebelhände betreffend, werde ich doch glatt mal ausprobieren demnächst. Danke! 🙂

  2. Ui, gegen Schnarchen hilft am besten was essen, oja! Weil wemman was isst dann kamman nich schnarchen, das geht garnich, genau.

  3. Guter Haushaltstipp liebe Schalotte. Danke dir.

    Und das problem mit einem schnarchenden Ehemann habe ich ja zum Glück nicht hihi.

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