Dies & Das
Kommentare 2

Frag Oma Tagetes

Dies_Das

Bericht. Nun meine Lieben, ein neues Jahr und neue Probleme und wer immer auch gesagt hat, dass es keine Probleme sondern Herausforderungen sind, der hat keine Ahnung, jawohl. Aber, und das sollte man nie vergessen, es ist keine Schande, hin zu fallen aber es ist eine Schande dann liegen zu bleiben! Der heutige Leserbrief hat mich ein wenig zum Schmunzeln gebracht, Ihr Lieben.

Hallo Wochenblatt-Oma,

Ich muss Dich mal um Deine Meinung bitten. 
Wir kennen uns ja auch wenn ich Dir jetzt nicht schreiben werde, wer ich bin. Ich habe da so einige kleine Problemchen und ich frage mich, ob das an mir liegt oder an den anderen. 
Ich mag Witze, insbesondere auch solche, die sagen wir einmal recht herbe sind und ich mag es Leute zu veralbern. Und ich liebe Tiere und ganz bestimmtes Gemüse und Feuerwerk. 
Immer wieder kommt es vor, dass ich einen Spaß mache und andere deswegen beleidigt sind. Dabei sollten sie doch wissen, dass es nur ein Spaß ist. Ich mag doch alle Hobbits. 
Und es ist sogar schon einmal vorgekommen, dass die Grenzerin Tulpeline mich verwarnt hat, wegen eines Scherzes, kannst Du Dir das vorstellen. 
Dabei möchte ich doch nur Harmonie und Spaß. 

Soll ich mich ändern? 
Ein leicht verunsicherter Hobbit

 

Lieber Scherzkeks – nein, junger Gerstfeld, Scherzkekse kann man nicht essen, das ist eine freundliche Bezeichnung für einen Hobbit, der gern Witze macht

Also bei Witzen und Späßen sollte man schon vorsichtig sein, finde ich. Ich meine nicht alles, was auf den ersten Blick als Spaß erscheint, kommt bei dem, der betroffen ist auch so an. Nehmen wir mal ein dummes Beispiel: Angenommen jemand schubst den Herrn Hamvast Gamdschie und sagt dann „Alter Ohm lauf doch nicht so schnell!“ dann mag das auf den ersten Blick spaßig erscheinen aber es ist es nicht weil man hat den Spaß auf Kosten anderer. Was mir oder Dir als Spaß erscheinen mag, kann bei einem anderen Hobbit ganz anderes ankommen. Das ist besonders dann schlimm, wenn der Spaß über seinen Beruf oder seine Familie geht, dann kann eine Bemerkung, die als Spaß gedacht war auch verletzen.

Das heißt aber nicht, dass Du Dich ändern sollst. Nur vielleicht wäre es ab und an mal gut darüber nachzudenken, wie andere den Spaß auffassen.

Das werte Fräulein Schweinepfote ist Grenzerin mit Leib und Seele so wie meine Mai eben Goldschmied mit Leib und Seele ist. Wenn Du einen Spaß darüber gemacht hast, wie sie ihren Dienst ausübt oder so was, dann wunder Dich nicht, dass sie so reagiert! Du willst nicht sehen, was meine Mai mit Dir machen würde, wenn Du ihr spaßeshalber unterstellen würdest, die würde das Gold mit Kupfer verschneiden. Ich denke mit, dass Du dann ganz schnell rennen solltest.

Spaß kann ein übler sein, wenn er Selbstzweck wird und die Gefühle der anderen, die Betroffen sind, außer Acht lässt. Aber das weißt Du selbst, weil Du bist nicht dumm und auch nicht dreist vielleicht nur ab und an ein wenig gedankenlos.

Dass es Leute gibt, die Dein Lieblingsgemüse nicht mögen, ist doch ein Problem, dann bleibt mehr für Dich übrig und außerdem, wie langweilig wäre das, wenn wir alle das gleich mögen würden.

Zu Deiner Frage, NEIN DU SOLLST DICH NICHT ÄNDERN, aber Du willst Harmonie, dann schalte bei Deinen Späßen doch mal eine „Harmonieprüfung“ an und frage Dich, wie Du selbst reagieren würdest, wenn jemand einen solchen Spaß über Dich machen würde.

Und ansonsten, bleib so wie Du bist, weil das ist das Beste, was wir so machen können.

Deine Oma Tagetes

 

Haushaltstipp der Woche: Möbelreiniger

Bald ist wieder Frühling, Ihr Lieben, zumindest hoffe ich sehr ihn noch zu erleben, weil im Winter haben wir Alten Leute es nicht so leicht! Na ja der Frühling ist die Zeit des Großreinemachens und dann ist es an der Zeit, wie Möbel mal wieder richtig auf Vordermann zu bringen und dazu gibt es einige Hausrezepte:

Für alle Holzsorten geht es, wenn mach Essig und Öl im Verhältnis 2 zu 1 mischt und die Möbel damit abreibt.

Wer den Geruch von Essig nicht mag, der kann auch Öl mit Salz mischen und damit die Möbel abreiben.

Sehr gut für Holz ist auch eine Mischung aus Wachs und Terpentin. Dazu nehmt ihr Bienenwachs und reibt es auf einer Küchenreibe in kleine Flocken. Diese schmelzt ihr auf einem Wasserbad und gebt dann nach und nach das Terpentin hinein. Wenn diese Mischung erkaltet ist, haben wir ein tolles Holzwachs.

Möbel aus Eichenholz kann man auch mit hellem warmem Bier abreiben, auch das pflegt das Holz.

Dunkle Möbel, bloß nicht bei Hellen versuchen, die Flecken bekommt Ihr nie wieder weg, kann man auch mit Rotwein abreiben! Das geht auch mit den Resten, die im Glas übrig geblieben sind!

Eure Oma Tagetes (T.F. für A.W.)
Kategorie: Dies & Das

von

Tagetes Flinkfuss mein Name, 97 Jahre alt und wohnhaft in Michelbinge. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen außer, dass ich Hausfrau, Mutter, Oma bin und hoffentlich, wenn Mairad endlich mal einen Mann findet, auch irgendwann einmal Uroma. Warum schreibe ich hier im Wochenblatt? Warum nicht! Ich hab etwas zu sagen, ich habe Lebenserfahrung und die will ich mit Euch teilen, ob Ihr wollt oder nicht!

2 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Das ist eine tolle Antwort, auf den Leserbrief dieses…*hüstel*…Possenreisser, liebe Oma! Die hat mir…äääh…dem Leserbriefschreiber, sicher sehr weitergeholfen! Dankeschön! ;)
    Der Tipp ist auch wieder toll, obwohl ich nur ganz billige Möbel besitze, die kaum des Putzens wert sind! *hihi*

  2. Tulpeline sagt

    Ja mit Essig und öl mache ich das immer im Frühling. Dann glänzen die Möbel auch wieder so schön.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>