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Frag Oma Tagetes

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Bericht. Und da bin ich wieder, um Euch meine Meinung zu sagen und man glaubt es kaum womit sich einige Hobbits so beschäftigen beziehungsweise worüber die sich so aufregen! Da kann man ja nur im Lehnstuhl sitzen und mit dem Kopf schütteln.

Mich erreichte dieser Brief: 

Liebe Wochenblatt Frage-Oma,
ich brauche mal Deinen Rat, es geht um meinen Nachbarn. Sein Smial ist nicht gepflegt, der Garten ist ganz verwildert und das ganze Unkraut wuchert schon in meinen Garten rüber. Die Klärgrube sollte auch mal wieder geleert werden und die Fenster hat da auch lang keiner mehr geputzt. Was soll ich tun, soll ich den Landbüttel einschalten? Soll ich mich mit dem Bürgermeister in Verbindung setzen? So geht das nicht weiter.
Liebe Grüße 
Ein besorgter Hobbit

Lieber Sorgenmacher,

einerseits ist es gut, dass Du Dir um Deine Nachbarn Sorgen machst und ein Auge darauf hast. Wir müssen zusammenhalten. ABER. Immer nur meckern ist keine Lösung und die Einstellung „ICH RENN ZUM BÜTTEL“ also ich bitte Dich, das kann doch wohl nicht Dein Ernst sein, oder?

Hast Du schon einmal an das Naheliegendste gedacht? Vielleicht ist Dein Nachbar krank oder auf Reisen oder einfach zu alt, um alles alleine zu erledigen! Und DU, Du denkst nicht einmal daran zu helfen oder zumindest zu fragen, was los ist, nein, Du denkst daran, den Landbüttel zu holen und nimmst damit in Kauf, einen Hilfebedürftigen einfach im Stich zu lassen und statt dessen einen Aufstand zu machen! Schäm Dich!

Natürlich hast Du Recht, ein Smial muss gepflegt werden und diese Zustände gehen gar nicht. Aber mal ernsthaft, sich so hinstellen und meckern und nicht einfach mal rüber gehen und mit dem Nachbarn reden, daran hast Du nicht gedacht, oder?

Klar kann es sein, dass der Nachbar einfach nur faul ist, dann kannst Du immer noch die Büttel informieren!

Also erst einmal den Nachbarn aufsuchen und schauen, was da los ist! Also ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass mich einer mal so was Selbstverständliches fragen würde.

 

Haushaltstipp der Woche

Der Herbst ist da und damit die Zeit der Ernte und auch des Überflusses und dieser muss „haltbar“ gemacht werden, damit man auch im Winter und Frühling noch auf die guten Sachen zurückgreifen kann. Was zum Beispiel kann man mit Äpfeln machen? So einiges!

Also je nach Apfel kann man ihn als Mus oder als Kompott einkochen oder auch die Apfelringe trocknen, die schmecken übrigens ganz toll, wenn man die in Schokolade tunkt oder mit in einen Tee gibt!

Für Apfelmus nehme ich immer einen säuerlichen Apfel, der ein wenig Mürbe ist (z.B. Boskop). Ich schneide nur das Kerngehäuse raus und wasche die Apfel sehr sorgfältig und schneide die in achtel. Mit wenig Wasser, so dass die Äpfel gerade so bedeckt sind, koche ich das ganze so etwa eine viertel Stunde. Zwischenzeitlich solltest Du, egal ob für das Mus oder das Kompott Einmachgläser mit ganz heißem Wasser ausspülen und bereit stellen. Das Mus wird dann durch ein Sieb passiert und so heiß wie möglich in die Gläser gefüllt und diese werden sofort verschlossen. Meine Oma hat die dann immer auf dem Kopf gestellt, weil sich das dann angeblich besser hält aber ob das wirklich so ist, weiß ich nicht! Apfelkompott schmeckt besonders gut, wenn man es mit ein klein wenig Weißwein und Vanille kocht. Dazu werden die Apfel in Stücke geschnitten und in ein wenig Apfelsaft und Weißwein gekocht aber nicht so dass sie auseinander fallen sondern nur so etwa 10 Minuten und dann kommen die Apfelstücke mitsamt der Brühe, in der sie gekocht wurden, in die Gläser. Wer es mag kann noch ein wenig Zimt dazu geben. Für die Apfelringe musst Du die Äpfel gut waschen und dann das Kerngehäuse mit einem Ausstecher entfernen. So ein Ding sollte in keiner Küche fehlen, ja ja. Dann schneidest Du den Apfel in dünne Scheiben, nimm Dir einen Stock und fädelt die Scheiben daran so auf, dass sie sich nicht berühren und dann hängst Du in der Nähe des Kamins auf. Nach einigen Tagen sind die Apfelringe schön getrocknet und können in eine Dose gelegt werden.

Eure Oma Tagetes (T.F. für A.W.)
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Tagetes Flinkfuss mein Name, 97 Jahre alt und wohnhaft in Michelbinge. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen außer, dass ich Hausfrau, Mutter, Oma und hoffentlich, wenn Mairad und Mibi endlich mal zur Sache kommen, bald Uroma bin. Warum schreibe ich hier im Wochenblatt? Warum nicht! Ich hab etwas zu sagen, ich habe Lebenserfahrung und die will ich mit Euch teilen, ob Ihr wollt oder nicht!

4 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Toller Ratschlag erneut, liebe Oma! Du hast natürlich völlig recht, mit dem, was Du sagst, aber man muss sich auch erstmal zum Helfen, oder Nachfragen, überwinden. ;) Die Sache mit den Apfelringen ist eine tolle Idee! :D

  2. Recht hast du, Omi! Ich habe mal bei Stadel einigen besorgten Hobbits geholfen. Da ging es auch um einen verwüsteten Garten. Der arme Besitzer wurde doch tatsachlich von RÄUBERN erpresst. Dank seiner aufmerksamen Nachbarn konnte diesem unrätlichn Treiben ein Ende gemacht werden. Dis waren fürsorgliche und liebe Nachbarn. Die haben nicht nur getratscht sondern aktiv geholfen.

    Nemiwee legt bei eingekochten Äpfelchen nach dem einfüllen ins Glas immer noch 2 Stückchen Rababer oben auf dis Muß und dis Kompott. Sie sagt, denn schimmelt dis nicht so schnell und ist denn länger haltbar. Außerdem sind Äpfel bei richtiger Lagerung auch lange haltbar ohne sie zu verarbeiten. Also nicht alle Äpfelchen einwecken. Und Nemiwee verarbeitet Äpfelchen auch noch zu Saft und zu Wein. Aber Wein mag ich nicht. Da wird mir immer ganz schwummerig und alles bewegt sich mit Verzögerung. Ich trinke lieber Schokomilch.

  3. Tulpeline sagt

    Au ja Apfelmus und grtrocknete Apfelschnitze sind mega lecker. Mache ich auch immer aus meinen äpfel.

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