Berichte

Festlichkeit zur Feier des Abschlusses des ‚Dreivölkerbundes‘ begangen!

Am vorletzten Samstag, trafen sich Vertreter von drei Völkern – Elben, Zwerge und Hobbits – in den ‚Ered Luin‘, an der Grenze zum Auenland, um ihr vor Kurzem geschlossenes Bündnis – den sogenannten ‚Dreivölkerbund‘ – ein zünftiges Einweihungsfest folgen zu lassen. Die ‚Ilfirin Gwaith‘, ‚Durins Faust der Gerechten‘ und die ‚Grenzer des Auenlands‘, waren zur achten Abendstunde, durch einige ihre Mitglieder am ausgewählten Festplatz zugegen, um stellvertretend für die Gesamtheit ihrer Völker, kräftig zu Feiern und so den Pakt durch soziale Interaktion, nocheinmal nachhaltig zu besiegeln.

 

Zum Glück blieb das Wetter milde und trocken, da das Treffen an einem kleinen See kurz vor der Grenze zum Auenland stattfand. Die Oberhäupter der drei Parteien – Ahilleth, Kriso , sowie Kelko und Sundo, hatten sich gemeinschaftlich auf diesen Ort verständigt, der quasi in der Mitte der drei beteiligten Länder lag. Herr Ahilleth, Fräulein Nayel, Fräulein Brevorvien, Herr Faenare und Herr Kelko, waren bereits vor Ort und begrüssten mich sehr freundlich.

Soeben hatte ich noch meine Bedenken geäussert, dass vielleicht nicht alle diesen abgelegenen Platz finden könnten, erschienen plötzlich, meine Worte Lügen strafend, Grenzerhauptmann Sundo, ‚Essperte‘ Bango Gerstfeld und sechs Mitglieder von ‚Durins Faust der Gerechten‘ – Kriso, Skuldori, Gollorin, Jubator, Yozin und Smarti – auf der Lichtung und erhöhten die Anzahl der Partygäste, auf einen Schlag, auf über das Doppelte.

Da wir noch etwas auf verspätete Besucher warten wollten, verkürzte Ahilleth die Zeit mit einigen Liedern, die er auf seiner Laute anschlug. Die Stimmung gestaltete sich jetzt bereits schon als recht ausgelassen.

Als dann noch das Hobbitfräulein Yome zu uns gestossen war, liess Ahilleth – der ja auch der Initiator dieses Bündnisses war – seine Fanfare erschallen, um die Aufmerksamkeit aller für seine kurze Begrüssungsrede, mit welcher er das Fest offiziell eröffnen wollte, zu erheischen.

Ahilleth: ‚Ein herzliches Willkommen von mir an dieser Stelle, an alle, die heute Abend hier erschienen sind um mit uns diesen Bund zu feiern! Wir feiern heute die Freundschaft zwischen unseren drei Völkern! Möge Sie auf immer bestehen und nie in Vergessenheit geraten! Ein Hoch auf alle Hobbits, Zwerge und Elben. Ein Hoch auf die Einigkeit, den Frieden und auf den Respekt zueinander. Es war ein interessantes Unterfangen, das wir da gestartet haben, als wir uns sagten, lasst uns die Völker der Ered Luin und des Auenlandes vereinen. Um etwas Großes, Neues zu schaffen. Ich bin Glücklich und ebenso stolz darauf, dass wir es geschafft haben, dass heute nicht nur unsere Verbündeten von Durins Faust hier sind, sondern auch, dass die Hobbits ebenfalls repräsentiert sind!‘

Ein spontanes Feuerwerk war die Reaktion auf Ahilleth‘ wohlgewählte Worte.

Fürst Kriso und Grenzerhauptmann Kelko, taten ihre Zustimmung zu Ahilleth Vortrag kund.

Kriso: ‚Wir Fäuste sind sehr stolz auf das Bündnis mit euch und wir wünschen, dass es lange so bleibt!‘

Kelko: ‚Auch wir Hobbits hoffen auf ein beständiges und harmonisches Bündnis!‘

Bango hatte da seine ganz eigene Meinung zum Geschehen.

Bango: ‚Wir Hobbits sind sehr hungrig und wünschen, dass das nicht lange so bleibt!‘

So wurde ersteinmal zünftig gegrillt, wobei ‚Balgfurter im Brötchen‘ und deftige ‚Pastinakenbratsülze‘ auf das Feuer kamen. Elbenfräulein Nayel hatte zudem noch ein Kontingent süsser Äpfel aus Falathlorn dabei!

Fräulein Yome versüsste uns das Picknick noch zusätzlich, mit einigen lieblichen Weisen, welche uns das Bratgut nochmal doppelt so gut schmecken liessen!

Dann war es wieder Zeit für ein offizielles Anliegen, den ‚Dreivölkerbund‘ betreffend.

Ahilleth: ‚Wir hatten eine kleine Aufgabe an jedes Volk, es sollten Vertreter für den Dreivölkerbund gefunden werden. Je drei von jedem Volke. Ich würde gerne gleich unsere drei Vertreter nennen. Und euch Kelko, sowie euch Fürst Kriso darum bitten, mir es danach gleich zu tun. Uns Elben werden, Brennil Brevorvien, Brennon Feanare und Brennil Nayel vertreten. Unsere Ersatzvertreterin bei Krankheitsfällen ist Brennil Vahalla.‘

Die drei elbischen Vertreter stellten sich hernach kurz vor, was von allen Anwesenden wohlwollend aufgenommen wurde.

Kriso: ‚Nun, wir haben uns entschieden für Bazaghal, Skuldori, und Dorial, auch wenn sie, ausser Herr Skuldori, nicht anwesend sind, so ist es ihnen denoch eine grosse Ehre. Skuldori wird sich euch aber gerne vorstellen.‘

Skuldori tat dies dann auch auf seine prägnante, knappe, zwergische Art und Weise.

Skuldori: ‚Ich bin Skuldori Eichenfaust und ein Bewahrer der Schmiedekunst!‘

Ahilleth: ‚Herr Sundo und Herr Kelko, wie sieht es mit den Vertretern des Auenlandes aus?‘

Kelko: ‚Leider haben wir noch keine drei Vertreter, aber dank Beuno, doch wenigstens zwei. Ich selber werde auch einer der Vertreter sein.‘

Es war mir eine grosse Ehre von Kelko für dieses Amt ausgewählt worden zu sein, auch wenn dies erst einige Minuten zuvor passiert war und mich sehr überrascht hatte. Erneut wurde zur Vereidigung aller Vertreter, spontan und ausgiebig, geböllert!

Ahilleth: ‚Die Vertreter werden der Sache bezüglich nicht viele Pflichten haben. Sie dienen als Ansprechpartner bei Fragen zum Bündnis der drei Völker und bei großen Fragen, die die Ered Luin, sowie das Auenland gemeinsam betreffen. Dann werden Sie zu Rate gezogen. So, der offizielle Teil des Abends ist vorbei, jetzt wird getanzt und gefeiert!‘

Dies liess sich niemand zweimal sagen und die ‚Fäustlinge‘ spielten auf, zum Tanz und fröhlichen Schwofen, während Grenzerhauptmann Sundo, eine – hernach vielumjubelte – Rede zum besseren Verständnis der ‚Hobbitseelen‘ zum Besten gab.

Sundo: ‚Wenn man den Hobbit und seine Art verstehen will, muss man seine Speisen kennen. Will man seine Küche verstehen, so muss man auch das Land bereisen. Einen kurzen Blick auf die bekanntesten Speisen, die das Auenland ausmachen, wer alle dort gekostet hat, hat auch das Auenland gesehen und die Hobbits kennen gelernt. Fangen wir doch mal bei der größten Stadt an, Michelbinge, hier gibt es einige Kühe, eine florierende Milchwirtschaft und damit den berühmten Michelbinger Käsetopf, eine Spezialität die weithin bekannt ist. Hier gibt es den berühmten scharfen Käse, rot und würzig! Wenn man dann weiter reist, nach Hobbingen wird man unweigerlich den dortigen Apfelkuchen zu essen bekommen. Er ist mit den Äpfeln vom Bühl gebacken, mit der gewissen Süsse und dem leicht mildsauren Aroma. Das sind Apfelkuchen, die ihres Gleichen suchen! Wenn man dann dem Flusslauf folgt kommt man nach Wasserau, hier muss man die Forellen probieren, die im sauberen Gewässer vor den Wiesen Wasseraus zu fangen sind. Etwas weiter südlich liegt Buckelstadt, hier gibt es den berühmten Bärenschinken mit Honig. Die Honigsorten, die hier gewonnen werden, verleihen dem Schinken seine Süsse und die Kräuter die Würze. Dann kommen wir noch nach Waldhof und seinem ‚Schwarzgebrannten‘. Nicht weil er illegal ist heisst er so, sondern weil er über speziellen, dunklen Hölzern gebrannt wird die ihm ein besonderes Aroma verleihen. Alles legal also! Wer an den Schnaps kommt, muss zugreifen. Der ist selten und wird nicht exportiert! Also, dann… Balgfurt. Was soll ich sagen? Riechen tut’s manchmal nicht gut, das kommt von der Eichelmast der Schweine dort. Da werden die berühmten Balgfurter Würstchen gemacht! Wer die noch nie gegessen hat, weiss nicht was echte Würste sind! Dann kann man weiter flussabwärts nach Stock gehen. Dort gibt es dann die berühmten Pilzpfannen. So viele schmackhafte Pilze, dass man kaum noch den Rand der Pfannen sehen kann, alle sehr würzig und sie geben dem Essen einfach das gewisse Etwas. Wer dann nach Norden geht, kommt unweigerlich bei Dachsbauten vorbei. Hier muss man unbedingt den Hammelbraten mit Minzsosse probieren. Nirgendwo anders bekommt man soch ein leckeres Hammelfleisch, was auf die Wiesen, den Auslauf und das viele Rennen der Tiere, zurückzuführen ist. Wenn man dann durch ‚Bullenrasslers Schlund‘ hindurchwandert, kommt man nach Hafergut. Dort gibt es den berühmten Gemüseeintopf. Auch soll es dort das beste Rauchkraut geben, das bezweifle ich aber da es das im Südviertel gibt, das aber nur am Rande. Also, wer durch all diese Regionen gewandert ist, diese Speisen bestellt hat und anerkennende Blicke der dortigen Bewohner geerntet hat, gelobt wurde für die gute Wahl der Speisen…tja, der hat wohl das gesamte Auenland gesehen! Und ich denke, der kann dann auch die Heimatliebe der Hobbits verstehen!‘

Da es im Verlauf von Sundos beeindruckenden Vortrag, merklich kühler geworden war, waren alle sehr erfreut darüber, als uns Hobbitfräulein Yome, sodann in ihr neubezogenes Smial einlud.

Yome: ‚Ich wohne im schönen Auenland und bin kürzlich umgezogen in ein grosses Smial. Ich würde euch gerne alle zu einem gemütlichen Abend mit Musik, feinem Essen und Getränkem einladen!‘

Ahilleth: ‚Wenn alle mögen, verlegen wir den Abend zu Fräulein Yome und feiern da zu Ende. Da hätten es die Hobbits nicht mehr weit nach Hause, können auf den Weg noch ein paar Balgfurter verspeisen und lassen dann den Abend dort gemütlich ausklingen.‘

Dies wurde, einstimmig und dankend, abgenickt, sodass wir uns sofort auf unsere Rettiere schwangen.

In der Siedlung ‚Gänseblümchenschlucht‘ angekommen, wurden erstmal die beiden Kühe – Uschi und Waltraut – des Fräulein Yome bewundert. Sehr hübsche und nützliche Tiere, wie sich, Kriso, Gollorin und Kelko, sofort einig waren!

Bis alle dann angekommen waren, bewirtete uns die Gastgeberin mit einem reichhaltigen, kalten Büffet im gepflegten Gartenareal. Die rustikale Hobbitküche mundete selbst den Elben ganz famos, wie man deutlich sehen konnte.

Dann ging es ins warme Innere des hübsch eingerichteten Smials, das von Aussen viel kleiner gewirkt hatte, wie Ahilleth anerkennend bemerkte. Fräulein Yome hatte wahrlich ein gutes Händchen und ein famoses Auge, bei der Einrichtung und Dekoration bewiesen, wie alle der Besucher neidlos zugaben.

Yome: ‚Die Küche ist mein ganzer Stolz!‘

Wirklich war die Küche ein echter Hingucker, mit ihrem tollen ‚Mehrkammer-Ofen‘ und den Regalen in ‚Hobbithöhe‘, die ein bequemes Arbeiten möglich machten. Sundo, der ja auch für die Feuerstätten-Beschau im Auenland zuständig ist, besah sich den Ofen sogleich und hatte nichts gegen die Inbetriebnahme einzuwenden, was Yome ein erfreutes Lächeln aufs Gesicht zauberte.

Das kleine, aber gut ausgestattete Lesezimmer, beeindruckte Elbenherrn Faenare, der ja selbst die Bibliothek in ‚Nan Agor‘ – der Siedlung der ‚Ilfirin Gwaith‘ – leitete, aufs Angenehmste, sodass er voll des Lobes für Fräulein Yome war.

Faenare: ‚Ich kann euch nur Beglückwunschen, für eure Auswahl an Schriften, Fräulein Yome!‘

Yome: ‚Einen Raum hätten wir noch: das Schlafzimmer! Das Bett stammt aus Rohan und ist ein Geschenk von einem sehr lieben Zwerg. Es hat gedauert, bis die ganze Einrichtung so war, wie ich es wollte.‘

Brevorvien: ‚Oh, Import aus fernen Landen!‘

Nach der kleine Führung durch das urgemütliche Smial, gab es dann Getränke und handgemachte Musik von der Gastgeberin höchstpersönlich. Auch zwei sehr verspäteter Nachzügler, Fräulein Erdina und Herr Faroweis, stiessen dann noch zu unserer fidelen Tanztruppe hinzu. Seltsamerweise wunderte sich niemand, wie Faroweis uns hier ausfindig gemacht hatte.

Immerhin liess Faroweis sich nicht lumpen und leistete auch noch einen musikalischen Beitrag zum Gelingen und Ausklingen des Abends, auch wenn Yome’s Gesichtszüge leicht entgleisten, als der Grenzerausbilder mit seinen schmutzigen Füssen, einfach kurzerhand auf den wertvollen Eichen-Tisch und die dort ausliegenden Landkarten stieg, um sein Liedchen vom Stapel zu lassen!

Dann ging das ‚Dreivölkerfest‘ langsam dem Ende entgegen und man verabschiedete sich herzlich voneinander. Mit einem guten Gefühl im Bauch und der Hoffnung in den Köpfen, mit diesem Fest etwas Grosses besiegelt zu haben, zog man seiner jeweiligen Heimwege, jedoch nicht, ohne Fräulein Yome, vorab nocheinmal herzlichst für ihre Gastfreundschaft gedankt zu haben! Es war eine tolle Feier!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Kirgon Stahlhammer

    Ein wunderbarer Bericht. Kann alle Beteiligten nur beglückwünschen zu dem Anlass und Vorhaben.

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