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Fartaphias feiert fulminates Fest – Theater im Genießerstübchen

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Veranstaltungsbericht. Werte Leser, selten kann ein Gastwirt auf einen Abend wie den des 12. Vorlithe zurückschauen, einen Abend, der unvergessen bleiben wird.

 

Zum ersten Mal fand Fartapias, die Veranstaltung der Grenzer im Auenland im Genießerstübchen statt und es war eine großartige Veranstaltung, die wir alle den „Ziehenden Musikanten“ verdanken.

Aber der Reihe nach. Der Saal füllte sich sehr schnell und neben den bekannten Gesichtern wie Beuno und Herr Bragomur besuchten auch einige neue Gäste und sogar, das muss man sich einmal vorstellen, ein Langer, der nach Lindental gezogen ist, das Stübchen. Selbst Herr Birkenheim Junior war erschienen. Nun das ist kein Wunder, da es die „Ziehenden Musikanten“ zu sehen gab, die Theater und Musiktruppe der wunderbaren Pandorradis.

 

Die Verfasserin hatte ein Buffet bereit gestellt, Balger und Bratkartoffeln, Gulasch mit Knödeln, Salat – nun auch einge Elben waren unter den Gästen und angeblich essen sie so was gern -  und auch genug Getränke waren vorhanden, so dass jeder Gast sich an Essen und Getränken gütlich tun konnte, während die Musiker und die Schauspieler sich auf ihren Auftritt vorbereiteten.

Besonders anspruchsvoll zeigte sich dabei die Dame Fanmagil, die einen eigenen Barbier und eine Hilfe zum Umkleiden lautstark und vehement einforderte, wie es nun einmal ihre Art ist, während die liebreizende Sarumba, etwas enttäuscht außer Thorwien keinen anderen Elben im Stübchen vorzufinden, sich von der Qualität des Bieres überzeugte.

Ob es nun Thorwiens Schüchternheit oder der Wunsch war, der Zwergin aus dem Weg zu gehen, der Thorwien dazu brachte, sich bei den Musikern in der letzten Reihe geradezu zu verstecken, dass kann die Verfasserin nicht beurteilen, werte Leser. Neben Tunvil und Thorwien wurde die Kapelle noch ergänzt von einigen Mitgliedern von Ohrwurm, da ja ein Teil des Ensembles mit dem Theater beschäftigt war. Der Verfasserin war es eine große Freude auch einmal wieder Faramee bei den „Ziehenden Musikanten“ zu sehen.

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Beuno entging kurz vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung nur knapp einem Strafzettel, da er im Stübchen Feuerwerk zündete, was zum Glück nicht zu einer Katastrophe führte. Nun, wollen wir hoffen, dass die Strafpredigt von Tulpi unseren Beuno demnächst von solchen Dummheiten abhält.

Sodann erklommen Faro und meine Wenigkeit die provisorische Bühne –genauer gesagt, den Tisch der Verteidigung, aber dazu später mehr -  um den Abend einzuläuten:

Faroweis

„Sooo darf ich bitte um eure Aufmerksamkeit bitten!
Nun denn… willkommen beim ersten Fartaphias Abend im Genießerstübchen!
Einige von euch fragen sich bestimmt… hm was ist denn dieses Fartaphias?
Was wohl die Mai dazu sagen kann?“

Mairad

“Es war eine der ersten Veranstaltungen hier, die ich erleben durfte! Fartaphias von den Grenzern des Auenlandes. Und längere Zeit lag es brach. Daher war es mir ein Anliegen, es wieder ins Leben zu rufen mit dem lieben Faro. Und nun lasst uns einen wunderbaren Neubeginn zusammen feiern.“

Faroweis

„Und ab sofort findet es wieder regelmäßig statt… hier im Stübchen!
Ihr könnt dabei helfen indem ihr uns beiden Ideen zukommen lasst und Wünsche… Bevor ich noch ewig weiter rede – Viel Spaß mit den Zieh-Mus!“

 

Nun werte Leser, wir hatten die Ansprache kurz gehalten, allein schon weil die Gäste gespannt auf den Beginn des Theaterstückes warteten.

Herr Bragomur, mein Freund Brago, der, sittsam bekleidet, den Gerichtsdiener spielte, hatte alle Hände voll zu tun, den Platz, den die Schauspieler brauchten, zu räumen. Und dann begann das Theaterstück um einen Gerichtstag.

Herr Tomlyn eröffnete das Stück mit einem wundervollen Lied über das Theater und erntete den verdienten tosenden Applaus der Zuschauer.

Nach einem Aufruf von Herrn Bragomur trat Hammersund Lochschädel in seiner Rolle als Ehrenwerten Richter Salomo Kadi den Saal und musterte alle Anwesenden mit einem so kritischen und strengen Blick, dass die Verfasserin am liebsten nach Hause gelaufen wäre, um eine weiße Weste anzuziehen.

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Nach einer strengen Ermahnung von Herrn Bragomur, das Ruhe im Gerichtssaal zu herrschen habe, besang Herr Hammersund die Gerechtigkeit und stellte klar, dass kein Übeltäter seiner gerechten Strafe entkommen würde.

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Herr Tomlyn als Juristicus Klagreich brillierte in der Rolle des Anklägers und Herr Luchadori überzeugte in der Rolle des Streitus Fürsprecher, dem Verteidiger.

Plötzlich erschien vor dem Richtertisch unsere Tulpeline Schweinepfote in der Rolle der Klarabelle Kolumna, einer Reporterin der „Klatschreport Tunichtsgut“ was offensichtlich weder den Ankläger noch den Verteidiger oder den Richter erfreute.

Als erster Fall wurde die Anklage gegen den Piraten Scheck Sperrholz aufgerufen, aber dieser konnte leider nicht verhandelt werden, weil Herr Sperrholz aus dem Gefängnis geflohen war. Der Ankläger begann, wohl um von eventuellen Unsicherheiten abzulenken, darüber zu spekulieren, ob nicht ein Bote Saurons, wer immer das auch sein mag, dem Piraten zur Flucht verholfen habe, während die Reporterin mit schlafwandlerischer Sicherheit den Finger in die Wunde legte, und laut verkündete „Wachen schlafen im Dienst, Gefangener geflohen.“

Der nächste Fall Klarabella Zankapfel –Gaukely- gegen Grusnelda Haudrauf –Sarumaba, löste im Gerichtssaal Lachen und Applausstürme aus, da Sarumba und Gaukely in einer unnachahmlichen Art und Weise zwei überaus zänkische Damen spielten, die sich in einer Gastwirtschaft wohl um ein Goldstück geprügelt hatten, das allerdings keiner von beiden gehörte. Während der Richter es offenbar zunächst schwer hatte, sich gegen die beiden Damen durchzusetzen, warfen sich diese immer wieder Schimpfworte an den Kopf. Der Verteidiger gönnte sich eine Auszeit wie die Reporterin sogleich bemängelte “Zwergischer Verteidiger schläft während der Verhandlung ein“ und „Angeklagte Prügeln und Beschimpfen sich immer wieder. Gerichtssaal macht sich darüber lustig“

Da die beiden Damen auch durch eine Geldbuße nicht zur Raison gebracht werden konnten, fällte der Richter einen sehr weisen Spruch:

„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.

Die Angeklagte und die Klägerin’ sind für einen Tag und eine Nacht in eine Arrestzelle zu sperren.

Wohlgemerkt – ZUSAMMEN in EINE Zelle.

Das Gericht möchte den Parteien die Gelegenheit geben,

über Sinn oder Unsinn eines Streites zu diskutieren.

Mögen Sie die gemeinsam verbrachte Zeit nutzen, sich näher zu kommen.“

 

Diesen weisen Spruch kommentierte die Reporterin mit „Richter möchte Angeklagte und Täterin heimlich umbringen, in dem er beide in einen Raum sperrt.“

Herr Bragomur hatte einige Mühe, die beiden Damen abzuführen.

Der nächte Fall, der zum Aufruf kam, ist der der Dame Ottilie Pfennigfuchser gegen Herrn Tiberius Blumenfreund. Frau Pfennigfuchser, verkörpert von der einzigartigen Fanmagil, verlangte Schmerzensgeld und Schadenersatz weil ihr Pferd von scharfen Beeren in dem Garten des Herrn Blumenfreund gefressen hatten und dann den Marktplatz verwüstet habe. Dazu habe es nur Gelegenheit gehabt, weil der Zaun kaputt gewesen sei. Frau Pfennigfuchser, die in ihrer Art sowohl dem Gericht als auch den Zuschauern sehr unsympathisch erschien – wunderbar dargestellt von Fanmagil-, gelang es jedoch nicht, das Gericht zu überzeugen, das für den unschuldigen und freundlichen Herrn Blumenfreund, meisterhaft darstellt von Herrn Rustelix, entschied.

Die letzen Sympathien des Publikums verspielte die Klägerin als sie lauthals verkündete dass Herr Blumenfreund genauso lügen würde wie die Auenländer. Dies löste bei den anwesenden Hobbits einen Sturm der Entrüstung aus.

Damit endete das Stück und der Applaus kannte keine Grenzen.

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Wer aber denkt, damit endete auch der Abend, der liegt falsch werte Leser.

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Nach einer kurzen Erholungspause und dem einen oder anderen Bierchen mischten sich die Schauspieler unter ihre Kollegen von den Ziehenden Musikanten und er durfte getanzt, gelacht, geschmaust und gesungen werden.

Die Verfasserin hatte die Ehre, zwei ihrer selbstgeschriebenen Lieder zur Musik der „Ziehenden Musikanten“ vortragen zu dürfen und Brigga erfreute die Grenzer mit einem wunderschönen und einem wunderschön traurigen Grenzerlied und erntete dafür tosenden Beifall.

Herr Birkenheim verstieg sich zu dem improvisierten Gesang: Tada, Tada der Bürgermeister Craaco ist da. Und Sarumba diskutierte mit der Verfasserin über die Frage, wen sie sich als Ehemann am besten vorstellen könnte, na ratet mal, werte Leser.

Beuno und die Verfasserin beglückwünschten Tulpi für die gelungene Darstellung einer Reporterin aber leider weigerte sich die passionierte Grenzerin sich für das AW anwerben zu lassen.

 

Die warmen Dankesworte von Faro gingen in dem munteren Trubel fast unter und alle amüsierten sich augenscheinlich bestens.

Die Verfasserin dankt allen Mitwirkenden, den wunderbaren „Ziehenden Musikanten, den Schauspielern und allen die durch ihre Arbeit hinter den Kulissen „die Mittelerde bedeuten“ daran gearbeitet haben, dass ein solcher Abend stattfinden konnte.

Welch ein gelungener Auftakt für das Wiederaufleben von Fartaphias.

M.W. für A.W.

6 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Grossartige Zusammenfassung dieses tollen ‘Fartaphias-Theater-Stübchenabends’, liebe Mai! :D Das mit dem Böller tut mir sehr leid, aber er wurde mir wirklich als ‘Tischfeuerwerk’ verkauft! :( Grosses Lob an die ‘ZiehMus’ und ‘Ohrwürmer’, für die geniale Aufführung!
    Damit hat Faroweis seine ‘Fartaphias-Feuertaufe’ höchst erfolgreich bestanden! ;)

    • Mairad Wildbeere sagt

      Danke für Dein Lob lieber Beuno. Ja Faro hat das toll gemacht. Und die Ziehenden erst. Der Artikel hat sich wie von selbst geschrieben so toll war der Abend

  2. Hammersund Lochschaedel sagt

    Danke für den schönen Artikel, uns hat es auch viel Spaß gemacht! Immer gerne wieder.

    Die ziehenden Musikanten,
    vertreten durch Hammersund Lochschaedel.

  3. Gaukely sagt

    Vielen, herzlichen Dank für den tollen Artikel und das Lob. Ausgezeichnet geschrieben

  4. Ja , dis war ein schöner Abend. Ich bin froh, daß ich dabei sein konnte. Liebe Mairad, du hast einen schönen Artikel dazu geschrieben. Vielen Dank!

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