Berichte

Erstes ‚Guruth-Konzert‘ von ‚Frische Brise‘ im neuen Jahr: ‚Verwirrungen aus zwei Jahrzehnten‘!

Veranstaltungsbericht. Am vergangenen Freitag, führte die berühmte Musikgruppe ‚Frische Brise‘, ihre beliebte und aus dem letzten Jahr bekannte, Tradition ihrer ‚Guruth-Gigs‘ fort und trat dort, ab der zehnten Abendstunde, unter dem Motto ‚Verwirrungen aus zwei Jahrzehnten‘, an altbekannter Stelle auf. Das Konzert in der uralten Feste, in den ‚Einsamen Landen‘, hatte dabei allerdings etwas, unter dem zeitgleichen Stattfinden des ‚Winterstock-Festival‘ im fernen Landroval, zu leiden.

 

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Dies schlug sich leider deutlich im Zuschaueraufkommen nieder, wie mir bei meinem Eintreffen, gewahr wurde, als ich lediglich zwei Personen im Publikumsareal ausmachen konnte. Doch wer die Musiker der ‚FriBris‘ kennt, weiss, dass die sieben Musiker, sich nicht gross um Zuschauerzahlen kümmern, sondern auch gerne für jeden Einzelnen aufspielen, der sich die Mühe gemacht hat, eines ihrer Konzerte aufzusuchen! So sah man dann auch nur lächelnde Gesichter unter den bunt-skurril gekleideten Musikern von ‚Frische Brise‘, als Hobbitherr, Viebo Tuc, zu einer kurzen Begrüssungsansprache anhub.

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Die übrigen Kapellenmitglieder, Melrid, Vidu, Belcantia, Ivrinuil, Bufinn und Alegrio, lauschten dem patenten Halbling, genauso aufmerksam, wie wir Zuschauer, als dieser das Thema des musikalischen Abends, nocheinmal genauer erklärte. Es sollte diesesmal um bekannte Stücke aus den sechziger- und siebziger Jahren des ‚Zweiten Zeitalters‘ gehen, die, bunt gemischt, durchaus für leichte Verwirrung unter den aufmerksamen Zuhörern sorgen könnten. Diese ‚Warnung‘ sollte sich dann auch schon bald bestätigen, da abstrusere Nummern sich mit klassischen ‚Ohrwürmern‘, die ‚Klinke‘ in die Hand gaben und auch die verschiedensten Stilrichtungen, sich – Lied für Lied – abwechselten, sodass die gefürchtete ‚Langeweile‘, keinerlei Chance hatte, auch nur ansatzweise, aufzukommen!

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Das, mittlerweile bereits auf drei Personen angewachsene Publikum, schwankte zwischen, wilden Abtanzen, Liederraten und rätselratendem Kopfkratzen, doch zeigte sich stets aufs Beste unterhalten, wofür der laute Jubel und der frenetische Beifall, am Ende eines jeden Liedes, ein unmissverständliches Zeugnis ablegten! Man kam nicht umhin, dem fröhlichen Septett, für ihre Kreativität und musikalische Bandbreite, Respekt zu zollen, so frisch und unerwartet, wie sich die Spielliste an diesem Abend präsentierte. Die ‚FriBris‘, die ja Angehörige der unterschiedlichsten Völker in ihren Reihen haben, scheinen sich immer wieder, gegenseitig musikalisch zu ‚befruchten‘ und so, bei jedem ihrer Auftritte, ein neues, köstliches ‚Noten-Potpourri‘ kredenzen zu können!

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Auch am letzten Freitag, konnten sie auf ganzer Linie, mit ‚Immergrüns‘ wie, ‚Eines harten Tages Nacht‘ (‚Hard Day’s Night‘), ‚Übersättigung‘ (‚Satisfaction‘), ‚Smial der aufgehenden Sonne‘ (‚House of the rising Sun‘) und ‚Sag mir wo die Bogüs sind‘ (‚Sag mir wo die Blumen sind‘), überzeugen und flochten auch weniger bekannte Stücke, so kunstvoll in ihr Programm ein, dass der Stimmungspegel, keinerlei Abfall erfuhr. ‚Kleines Rotkäppchen‘ (‚Little Red Riding Hood‘), ‚Manische Depressionen‘ (‚Manic Depressions‘) und ‚Onkel Albert‘ (‚Uncle Albert‘), waren jedenfalls nicht gerade die bekanntesten Lieder ihrer Komponisten und wurden von den meisten nur erkannt, weil die ‚FriBris‘ diesesmal nicht – wie sonst üblicherweise – mit Ansagen geizten.

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Nichtsdestotrotz, waren auch diese Melodien sehr eingängig und klangen doch irgendwie bekannt, als hätte man sie schon vorher einmal gehört. Als einziges gesungenes Stück des Konzerts – falls ich richtig aufgepasst hatte – gaben die ‚Brislinge‘ dann ein brandneues Lied, aus ihrem demnächst erscheinenden ‚Singspiel‘ zum besten, welches auf den Titel ‚Latsch in den leeren Raum‘ (‚Walking in Space‘) hörte. Diese ‚Uraufführung‘ klappte sehr gut und Alegrio veredelte das Stück mit seinem Gesang aufs Famoseste! Sollte das ganze ‚Singspiel‘ eine derartige Qualität aufweisen, darf man sich jetzt schon auf einen wunderbaren ‚Ohrenschmaus‘ freuen.

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Dann ging es aber mit dem ’normalen‘ Repertoire weiter, dass den zahlreicher gewordenen Gästen – darunter kurioserweise, sogar kurzzeitig ein weisses Pferd! – sehr gut zu gefallen schien, entspannen sich doch mehrmals, spontane Gruppentänze, bei denen das vierbeinige Huftier, augenscheinlich, vergnügt Mitzuschwofen schien! ‚Frische Brise‘ liessen sich nicht lumpen und zogen die geplante Spielzeit voll durch, wobei das letzte Drittel mit dem semi-bekannten Stück ‚Ich bin nur ein Barde‘ (‚I’m just a Singer‘) eingeläutet wurde.

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Auch zum Ende hin blieben die Sieben ihrem Konzept treu und mixten munter die verschiedensten Weisen durcheinander. So folgte nach der Schunkelnummer ‚Rosengarten‘, ein lautenlastiger Klassiker, wie ‚Schlafsack‘ (‚Overnight Bag‘) und noch einige andere Stücke, bevor der wunderbare Auftritt mit ‚Feier bald!‘ (‚Fireball‘) und ‚So schwer ist der garnicht‘ (‚He ain’t heavy‘), auch schon zuende ging. Die Zeit war, wie im Fluge, dahingegangen, wie es nunmal der Fall ist, wenn man sich köstlich amüsiert und so rieben sich manche verwundert die Augen, als die Musiker sich tief verbeugten und allen, eine gute Heimreise wünschten. So endete ein weiterer, legendär zu nennender ‚Guruth-Gig‘, der wahrhaft mehr Zuhörer verdient gehabt hätte! Allen, die dieses tolle Konzert verpasst haben, sei die achte Abendstunde, am nächsten Donnerstag ans Herz gelegt, wenn ‚Frische Brise‘, wieder am Keilerplatz in Bree auftreten werden!

b.wi. für A.W.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Alegrio Harfenschlag

    Danke Beuno, wie immer ein toller Artikel.
    Wir hatten eine Menge Spaß und freuen uns schon auf unsere nächsten Auftritte.

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