Berichte

Erster Tag des ‚Neunten Auenländischen Pferderennen‘ erfolgreich absolviert!

Veranstalter, Craaco Birkenheim, hatte sich diesesmal weit aus dem Smialfenster gelehnt, als er das 'Grosse Auenländsche Pferderennen' auf zwei Tage, mit einem 'Pausentag' dazwischen, verteilte und seine Gäste damit etwas perplex zurückliess. Trotzdem war der erste Tag - der Freitag - recht gut besucht, als sich die eingeladenen Renninteressierten, bereits zur siebten Abendstunde, auf dem 'Michelbinger Rund-Parcours' einfanden, um sich, zunächst bei Musik, auf das folgende 'Pony-Pferde-und-Ziegen-Spektakel' einzustimmen.

Fast schon traditionell zu nennen, war der Auftritt der ‚Ziehenden Musikanten‘, denen schon zum wiederholten Male, die Ehre zuteil wurde, die ‚craacosche‘ Grossveranstaltung, musikalisch einzuläuten. Dafür waren sie aber auch prädestinierter, als alle anderen kapellen Mittelerdes, da sie mit dem offiziellen ‚Pferderennlied‘, ja immerhin auch die Hymne und Erkennungmelodie der ‚Auenländischen Pferderennen, komponiert und natürlich auch am Start hatten.

Organisator, Craaco Birkenheim, war natürlich wieder unter Volldampf, begrüsste jeden Besucher persönlich, machte Ansagen und verteilte Aufgaben. So wurde mir spontan die Verteilung der Tombola-Lose anvertraut, die ich bis zur Ziehung der Preise hin, dann auch mit Eifer und Genauigkeit, verfolgte. Zwergenfürst Kriso und sein Vetter, Bragomur, waren unter den Ersten, die ein Gewinnspielticket bei mir lösten.

Ohne Helfer geht bei so einer Grossveranstaltung erfahrungsgemäss garnichts, weswegen auch die Grenzer wieder vor Ort waren und unentgeldlich die Sicherung des Geländes und die Kontrolle der Reittiere übernahmen. Auch auf unsachgemäss gezündetes Feuerwerk, Lagerfeuer und Gäste die zu tief in den Krug geschaut hatten, mussten, Monabella, Tulpeline, Herifons und Girmagard, ein wachsames Auge werfen.

Nachdem die ‚Ziehenden Musikanten‘, rund um die Fräuleins, Brigga und Tunvil, ihr wunderbares Musikspiel beendet hatten und Forderungen nach Zugaben, leider eine Absage erteilen mussten, da das Programm von Craaco sehr straff durchstrukturiert worden war, liess der umtriebige Veranstalter, eine Publikumsgasse bilden, durch welche die Rennteilnehmer hindurchflanieren sollten, während zu jedem eine kurze Vorstellung erfolgte.

Umrahmt von den schwungvollen Klängen der ‚Familie Brago‘, die sich direkt unten am Stall, neben der Rennbahn aufgebaut hatten, begann das eigentliche Renngeschehen mit einer Neuerung. Es gab zunächst zwei ‚Vierer-Rennen‘, mit denen die Platzierungen für die folgenden ‚Ausscheidungsrennen‘ ausgelobt werden sollten. So gingen im ersten Durchgang, Alegrio, Bango, Jannas und Gollorin, an den Start dieser ‚rein taktisch‘ zu nennenden Rennrunde, welche Titelverteidiger, Jannas und Gelegenheitsreiter, Bango, für sich entscheiden konnten.

Das zweite Platzierungsrennen, bestritten hernach, die ambitionierten Teilnehmer, Mikho Buchsbaum, Torbol Prallwams, das Herrn Valimaro vertretende, Fräulein Vyzra, sowie der Zwergenherr, Rautha, der leicht verwirrt erschien und sich zuerst falschherum an der Startlinie aufbaute. Er sollte dann auch während des Rennens, die Orientierung verlieren und war plötzlich verschwunden, sodass er nur den letzten Platz zugesprochen bekam, hinter Torbol, Mikho und der schon leicht angetrunken an den Start gegangenen, Vyzra.

Nachdem dann die Paarungen fürs Viertelfinale ‚ausgeritten‘ waren, griffen die ‚Bragos‘ erneut zu ihren Instrumenten und überbrückten die Zeit bis zur grossen Verlosung, mit ihren tanzbaren Melodien, was allen ‚Los-Losen‘ auch nochmals die Chance gab, bei mir ‚anzutanzen‘ und ein Ticket für die Tombola abzuholen. Andere, wie Fräulein Vidu und Herr Alegrio, von ‚Frische Brise‘, genossen die Musik ihrer Kollegen, lieber gemütlich aus der Ferne.

Dann wurde es spannend, als Craaco persönlich, die Gewinnerzahlen aus dem Hut zog. Ich stand ihm mit dem Verzeichnis aller Mitspieler, die bei mir Lose gekauft hatten, zur Seite und kontrollierte die Korrektheit der Verlosung. Die wertigen Preise machten viele der Gewinner sehr glücklich, wie z.B. den Hobbitherrn Mucheron, der ein Frauenkleid gewann und es sogleich selbst überzog! Den Hauptgewinn – einen funkelnden Kristall – griff jedoch Herr Alegrio ab, der sein Glück kaum fassen konnte und regelrecht angerannt kam, um den Stein möglichst schnell in Händen halten zu können!

Vor sämtlichen Rennen, hatten alle Besucher auch diesesmal die Möglichkeit bei Fräulein Amanta, ihre Wetten einzureichen und ihren Einsatz – so sie denn richtig lagen – zu verdoppeln. Zusätzlich bestand bei diesem Pferderennen ein neues Punktesystem, welches jedem ‚Wetter‘ die Chance gab, als ‚Wettkönig‘ aus beiden Tagen hervorgehen zu können. Wer übergreifend die meisten Wetten gewinnt, darf sich dann über diesen Ehrentitel – und wahrscheinlich einen wertvollen Preis – freuen!

Dann ging es aber an die spannenden Viertelfinalrennen, bei denen es heiss herging und der amtierende Champion, Hobbitherr Jannas und Zwergenfürst Kriso, der den immer noch verschwundenen Herrn Rautha vertrat, den Anfang machten. Danach folgten, Bango gegen Torbol, Mikho gegen Alegrio und Gollorin gegen Vyzra. Die Sieger der vier Durchgänge hiessen, Jannas, Torbol, Mikho und Gollorin, wobei es bei den letzten beiden Rennen, jeweils zu kleinen Eklats kam. Bei Mikho – dessen Pony extra-genau von Grenzerin Tulpeline überprüft worden war – musste erst das Schiedgericht entscheiden, so eng beieinander war er mit Alegrio über die Ziellinie geprescht und das Fräulein Vyzra, stoppte kurz vor dem Ziel, um einer Schnecke die Vorfahrt zu gewähren, sodass Gollorin sie doch noch überholen konnte, obwohl er weit hinter der Elbin gelegen hatte. Craaco gefiel es überhaupt nicht, seinen Erzfeind Mikho, ins Halbfinale einziehen lassen zu müssen und knirschte bei der fairen Entscheidung, hörbar mit den Zähnen!

Dann spielten die ‚Bragos‘ einen Tusch, der anzeigte, dass nun etwas ganz Besonderes anstand! Beim folgenden ‚Massenrennen‘ galt es nämlich, den alten Rundenrekord vom ‚Achten Pferderennen‘, der wohl bei 100 Umrundungen des Kurses in exakt 10 Minuten lag (!) – zu brechen, wobei ein striktes Regelsystem zur Anwendung kam, nachdem man nach drei Stürzen, unweigerlich ausschied und nichts mehr zum Rundenrekord beisteuern konnte!

Die zahlreichen Gäste und Rennteilnehmer auf ihren Reittieren, waren wahrlich beeindruckend anzuschauen und gaben ein Bild ab, dass wohl niemand so schnell vergessen wird! Begleitet von der Musik der Bragomur-Familie, hatte es schon beinahe etwas Surreales, wie Pferd, nach Ziege und Pony, da an einem vorbeirauschten, als würde die Reihe garkein Ende mehr nehmen! Am Ende zählte, die genau aufpassende, Grenzerin Tulpeline, ganze 114 Runden in den vorgegebenen zehn Minuten, was tatsächlich einen neuen, fabelhaften Rekord darstellte! Bravo!

Damit war das Renngeschehen des ersten Tages quasi absolviert und der, zufrieden grinsende, Craaco Birkenheim, bat alle Anwesenden auf die Festwiese hinter dem Stallgebäude, wo nun das Abschlusskonzert von ‚Frische Brise‘ über den ‚Rasen‘ gehen sollte. Die ‚Brislinge‘, die in der Formation, Piazinta, Vidu, Melrid, Viebo, Bufinn, Alegrio und Calaseldo, auftraten, hatten eine kurze, knackige Spielliste vorbereitet, die viele Ohrwürmer und Kapellklassiker enthielt und welche von Beginn an, überzeugen konnte!

Neben bekannten ‚Immergüns‘ wie, ‚Wochenblatt‘, ‚Skandal um Rosemaki‘ (‚Skandal im Sperrbezirk‘), ‚Mein Bäcker‘ (‚Ma Baker‘) und ‚Gollum‘, hatten sie auch einen brandneuen Text, für den, bisher als ‚Salzbrühberg‘ (‚Solsbury Hill‘) bekannten Klassiker am Start, der nun wohl den Titel ‚Weg nach Haus‘ trug! Dieses ’neue‘ Lied kam dabei genausogut an, wie z.B. das Bragomur gewidmete ‚Zwergenkämpfe‘ (‚Kung Fu Fighting‘). Nach dem kompakten Kurzkonzert, rief Craaco dann zum grossen Abschlussfeuerwerk auf!

Trotz der hereinbrechenden Morgendämmerung, war das Feuerwerk ein wahrer Augenöffner und bescherte sämtlich noch anwesenden Gästen, einen ‚orkischen‘ Spass, der teilweise wohl auch schon aus Vorfreude auf den zweiten Renntag, am folgenden Sonntag, bestand! Craaco verabschiedete alle mit Danksagungen, für ihr Erscheinen und lud alle nochmals herzlich, zum finalen Renntag ein, wo sich entscheiden wird, wer die Ehrentitel des ‚Neunten Auenländischen Pferderennen‘, für sich einheimsen können wird!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein wunderprächtiger Bericht lieber Beuno über eine eben solche Veranstaltung, das muss ich dem Birkenheim ja lassen. Leider ist Oma krank und ich muss mich um sie kümmern also konnte ich nicht kommen

    • Beuno Willowtree

      Dankeschön, für dein Lob, liebe Mai! 😀 Gute Besserung, an die liebe Oma! 🙁

  2. Pandorradis

    Wieder einmal eine sehr schöne und ausführliche Berichterstattung. Alle Achtung.

  3. Tulpeline

    Toller Artikel lieber Beuno.

  4. Tunvil Wintermond

    Ein toller Bericht lieber Beuno! Das war ein herrlicher Tag an der Reennstrecke. Ich hatte soviel Spaß.
    Aber eine kleine Anmerkung noch, lieber Beuno: Die ZieMus sameln sich um Pandorradis und Brigge … die Tuni hilft da nur aus.

    • Beuno Willowtree

      Dankeschön, liebe Tuni! 😀 Ohja, das verwechsel ich häufiger mal…’tschuldigung, liebe Pando! 🙂

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