Berichte

Erste Etappe der ‚Wanderung auf den Spuren der Gefährten‘ erfolgreich absolviert!

Am vergangenen Mittwoch, hatte Elbenfräulein, Belsaia Berenie, von der 'Gemeinschaft der freien Völker', zur siebten Abendstunde auf den 'Bühl' in Hobbingen geladen, von wo eine von ihr geführte Wanderung ihren Anfang nehmen sollte. Diese kommentierte Reise, die bis Bree führen sollte, folgte den Spuren des Herrn Frodo Beutlin und seiner Gefährten, die ja vor einiger Zeit, nahezu spurlos aus dem Auenland verschwunden waren.

Natürlich startete die Wanderung vom Beutelhaldenweg und ‚Beutelsend‘ aus, wo Herr Frodo ja bekanntlich, bis zu seinem mysteriösen Verschwinden, gelebt hatte. Ich war zeitig angereist und wartete mit der Leiterin der Wanderung, Fräulein Belsaia, auf weitere Teilnehmer, wobei sie mir erklärte, dass ihre Informationen, den Weg der ‚Gefährten‘ betreffend, hauptsächlich von Herrn Bombadil – einem Einsiedler, der im ‚Alten Wald‘ bei Bockland haust – und anderen Augenzeugen stammten, denen Frodo und seine Hobbitfreunde, über den Weg gelaufen waren.

 

Während wir so plauderten, stiessen das Hobbitfräulein Azaline und eine Sippenschwester von Belsaia, das Elbenfräulein Yaneth, zu uns und wurden aufs Herzlichste begrüsst, da eine weitere drohende Absage – die Wanderung hatte nämlich bereits einmal verschoben werden müssen – mit ihren Eintreffen, erfreulicherweise abgewendet werden konnte.

 

Unsere Gruppe wuchs dann sogar noch mehr an, als kurz vor Aufbruch, auch noch die Damen, Ankais und Gilhreth – ebenfalls aus der ‚Gemeinschaft der freien Völker‘ – angelaufen kamen und sogleich mit Loswandern konnten. An markanten Wegpunkten, zitierte unsere Wanderführerin Belsaia, Sprüche und Erklärungen, die ihr dazu zugetragen worden waren.

Belsaia: ‚Es ist eine gefährliche Sache, Frodo, aus deiner Haustür hinauszugehen. Du betrittst die Straße und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen. Hier ist Frodo über die Mauer gesprungen, aber wir können auch den Weg durchs Tor nehmen.‘

 

Belsaia: ‚Sie nahmen nicht den direkten Weg, sondern marschierten zunächst in Richtung Westen und passierten die Wässer über die Holzbrücke am Erlenbruch.‘

 

Besagte Route führte uns direkt über den grossen Festplatz am Bühl, am Festbaum vorbei, wo natürlich wiedermal reger Betrieb herrschte.

Belsaia: ‚Damals war hier nicht soviel los!‘

 

Belsaia: ‚Wo die Brücke genau war, habe ich nicht herausgefunden, aber hier sind Erlenstümpfe. Die Brücke gibt es heute wohl nicht mehr und wir nehmen statt dessen die Furt. Also passt auf, dass euer Pfeifenkraut nicht nass wird.‘

Damit hatten wir zwar nicht gerechnet, nahmen für dieses Abenteuer aber dann doch gerne, ein paar nasse Füsse in Kauf und durchquerten die Furt, mehr oder weniger, ohne zu Murren und folgten Belsaia das gegenüberliegende Ufer hinauf.

 

Belsaia: ‚Frodo, Sam und Pippin sind meistens abseits der Wege gegangen. Das werden wir auch tun…‘

 

Belsaia: ‚Schaut mal, was für eine tolle Aussicht!‘

Gilhreth: ‚Ja, das Auenland ist schön, fürwahr!‘

Die Aussicht auf die ‚Wässer‘ und Hobbingen, war wahrlich atemberaubend und entschädigte für den mühsamen Aufstieg.

 

Ein Stück weiter, als Belsaia uns die Stelle zeigte, wo die Hobbits ein letztes Mal zum Bühl zurückgeschaut hatten, stiess die Menschendame, Momolein, zu unserer Wandergruppe hinzu, die leicht ausser Atem, aber auch glücklich war, uns überhaupt noch eingeholt zu haben.

 

Belsaia: ‚Und hier irgendwo, haben sie die Oststraße überquert. Sie waren damals darauf bedacht, nicht gesehen zu werden und deutlich schneller als wir…‘

Dieses freundliche Anspielung war deutlich auf uns Hobbits gemünzt, die wir eher gemütlich dahertrotteten, was uns aber nicht wirklich echauffierte, zumal wir bald darauf, den ersten Rastplatz der ‚Gefährten‘ erreichten und mit Fräulein Linchen, eine weitere Hobbitdame in unserer Truppe begrüssen durften.

Belsaia: ‚Das ist etwas, das ich auch nicht verstehe. Sie haben sich recht schnell und unauffällig bewegt und sind aber erst spät abends hier angekommen. Wir sind also doch nicht so schlecht.

 

Frisch gestärkt durch die Verpflegung, die Belsaia wohlweisslich, auf ihrem Pony mitgeführt hatte, ging es dann mit neuem Mut weiter, teils auf befestigten Wegen, die uns zu einem weiteren Gewässer führten.

Belsaia: ‚Hier sind sie der Straße eine Weile gefolgt, bis sie müde waren. Abseits des Weges haben sie ein Platz für das Nachtlager gesucht. Hier irgendwo müüsen sie es aufgeschlagen haben. Es gibt zwar keine Tannen mehr, aber hier ist die einzige Stelle, die annähernd passt. Hier unten haben sie am Morgen das Wasser in den Feldflaschen aufgefüllt und Kaffee gekocht.‘

 

Nahe Waldhof erreichten wir dann ein nahezu verlassenes Elbenlager.

Belsaia: ‚Wo sie die erste Begegnung mit dem schwarzen Reiter hatten, lässt sich nicht mehr feststellen, sicher ist nur, dass sie hier die Nacht mit den Elben verbrachten. Frodo hat hier lange mit Gildor Inglorion, der ihn als Elbenfreund bezeichnete, gesprochen.‘

 

Noch immer über das reichhaltige Wissen unserer Anführerin staunend, kamen wir dann schon bald zum Grenzflüsschen, dass Bauer Maggots Ländereien von der der Strasse trennt.

Belsaia: ‚Hier waren damals deutlich mehr Gestrüpp und Brombeerranken. Bauer Maggot hat seitdem für Ordnung gesorgt. Die Hobbits hatten schon überlegt, ob sie vielleicht umkehren und weiter auf der Straße laufen sollten, aber…hier haben sie dann den schwarzen Reiter wiedergesehen und beschlossen, trotz Gestrüpp und Matsch, weiterzugehen.‘

 

Belsaia: ‚Die Gefährten wurden erst von Bauer Maggot überrascht und dann zum Gespräch bei einem Krug Bier eingeladen. Falls er uns jetzt erwischt, gibt es wohl nur Hundehatz! Hihi! Ich vermute, dass er einen so bunten (und großen) Haufen, wie unseren, nicht einladen würde. Deshalb sollte wir unsere Wanderung Richtung Fähre fortsetzen!‘

 

Zum Glück erreichten wir die Abzweigung zur ‚Bockenburger Fähre‘, ohne Bauer Maggots Wachhunden zu begegnen.

Belsaia: ‚Hier, kurz vor der Fähre, trafen unsere Freunde auf Meriadoc Brandybock, der sie schon erwartete. Die Vier hatten eine bequeme Überfahrt mit der Bockenburger Fähre. Wir hingegehn, werden wohl schwimmen müssen…‘

 

Jedem blieb dann jedoch selbst die Wahl, ob man Schwimmen, oder den Umweg über die ‚Brandyweinbrücke‘ machen wollte. Zum Glück, konnte ich dann aber noch einen mir bekannten Fischer, samt seines Ruderboots, ‚herbeipfeifen‘, sodass wir letztendlich, fast alle, trockenen Fusses, das Bockländer Ufer erreichten.

 

Als nächstes begaben wir uns von dort gen ‚Krickloch‘, wo Frodo im Geheimen, ein kleines Smial angemietet hatte und wir auf einen Augenzeugen – quasi den ‚fünften Gefährten‘ -, Fredegar Bolger, trafen und zudem, mit Hobbitfräulein Faramee und Elbenherrn Lurilvoth, noch zwei weitere Mitwanderer begrüssen konnten.

Belsaia: ‚Frodo wollte halt nicht gesehen werden. Die Hobbits bestiegen das von Herrn Bolger vorbereitete Bad, um sich zu reinigen und verbrachten dann den Abend bei einem zweiten Abendessen und der Geschichte der Verschwörer. Anschliessend kamen sie überein, dass man am nächsten Tag in aller Frühe aufbrechen und den Weg durch den Alten Wald nehmen sollte. Das heißt für uns, dass wir nun auch in den Alten Wald gehen …‘

 

Trotz einiger zaghafter Proteste, ging es dann wirklich direkt in den unheimlichen Forst.

Belsaia: ‚Am nächsten Morgen machten sich unsere Freunde noch in der Dämmerung auf in Richtung Alter Wald. Die Hobbits, dass heißt Merry, hatten einige Schwierigkeiten, den Weg zur Feuerlichtung zu finden. Von dort aus sind die Hobbits zum ‚Kahlen Hügel‘ marschiert. An dieser Stelle nahmen die Gefährten ihr Mittagsmahl ein und überlegten, in welche Richtung sie ihre Wanderung fortsetzen sollten.‘

 

Belsaia: ‚Den Weg, den die Hobbits hier im Alten Wald genommen haben, können wir nur noch ahnen, nicht aber beschreiten. Zu viel hat sich seitdem verändert.‘

So suchten wir uns unseren Weg so gut es ging und wurden dann tatsächlich des unheimlichen alten Baums ansichtig, den man den ‚Alten Weidenmann‘ nennt! Schnell huschten wir dort vorbei – ohne ihn zu wecken – und gelangten schliesslich zum Haus des Tom Bombadil.

Belsaia: ‚Wir werden das Haus von Tom Bombadil nicht betreten. Ich denke Frau Goldbeere wäre nicht entzückt, wenn eine ganze Horde durch ihre gute Stube tobt. Und jetzt aber wieder raus aus dem Alten Wald!‘

 

Belsaia: ‚In den Hügelgräberhöhen sind die Hobbits ja ganz schön umhergestolpert. Es war mir nicht möglich, den Weg, den sie genommen haben zu ermitteln. Also besuchen wir einfach die Todesspitze, wo sie ihr Mittagessern eingenommen und geschlafen haben könnten, und eines der Hügelgräber. Vielleicht hat sie der Grabwicht ja genau dorthin entführt. Ein Hügel, abgeflacht, wie ein Teller und in der Mitte ein großer Stein. Hier haben sie also ihr Mittagsmahl gehalten und sind anschließend eingeschlafen. Wir wandern jetzt zum Nordausgang, falls niemand was dagegen hat, lassen wir den Besuch im Grab einfach mal weg.‘

 

Dies war uns allen nur allzu recht und so ging es, raschen Schrittes, direkt nach Bree, wo das Westtor zum Glück, noch geöffnet hatte. 

Belsaia: ‚Mit der einbrechenden Nacht ritten die Hobbits – auf den von Tom Bombadil geliehenen Ponies – auf Bree zu. Bree ist der größte Ort des Breelandes, einer kleinen bewohnten Region, gleichsam einer Insel inmitten den verödeten Landen ringsum. Da vorn ist Bree. Und das Tor ist auch noch auf!‘

 

Belsaia: ‚Sie ritten den Hügel zum ‚Tänzelnden Pony‘ hinauf und Sam wurde beim Anblick der hohen, mehrgeschossigen Häuser immer unwohler. Im Tänzelnden Pony angekommen, wurden die Gefährten von Gerstenmann Butterblume begrüßt und den anderen Gästen vorgestellt. Das er auch noch etwas aurichten sollte, blitzte kurz in seinem Hirn auf, aber im nächsten Moment hatte er es wieder vergessen. Den Vieren gefiel es nach kurzer Zeit so gut im Pony, dass sie den Plan, sich unauffällig zu verhalten völlig vergaßen und Frodo nach einer Gesangseinlage plötzlich verschwand. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte wurden die Hobbits vom Wirt zu einem Hinterzimmer geführt. Dort wurde sie von Streicher darüber informiert, dass die schwarzen Reiter schon in den letzten Tagen in Bree nach ihnen gesucht haben!‘

 

Hier vorm ‚Pony‘ – wo unsere Gruppe auf die staunenden, Fräulein Elsira, Herrn Viebo und Herrn Olodriel, traf, endete dann auch der erste Abschnitt von Fräulein Belsaias geführter Wanderung, die allen ‚Mitwanderen‘ – trotz einiger Strapazen – ganz famos gefallen hatte! Wir bedankten uns sehr herzlich bei der kundigen Elbendame und versprachen, beim nächsten Mal – so denn möglich – wieder mit von der Partie sein zu wollen! Grossen Dank und Lob, für diese tolle Veranstaltung, liebe Belsaia!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Gutzndaifi

    So nen Laternenhut hätt ich auch gern. 😀

  2. Hallo Herr Beuno,

    vielen Dank für den ausführlichen Reisebericht und die schönen Bilder. Mit etwas Glück werden dadurch mehr Wanderfeunde auf den zweiten Teil der Reise aufmerksam. Den Termin werde ich demnächst wieder hier inserieren.

    LG
    Belsaia

    p.s.
    Ein kleiner Fehler ist euch unterlaufen: Frau, nicht Fräulein. Ein Fräulein ist üblicherweise nicht die Mutter zweier erwachsener Töchter :). Aber sonst eine sehr schöne Beschreibung.

    • Beuno Willowtree

      Dankeschön, liebe Belsaia! 😀 Danke auch, für die Berichtigung, das wusste ich nicht. 😉

  3. Hallo Herr Beuno,

    vielen Dank für den Bericht und die tollen Billder:)

    Grüsse Yaneth

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