Berichte

Eröffnung der neuen Ausstellung im Finkhopfener Mathomhaus

Am Montag, den 12. Tag des Wedmath, fand in Finkhopfen ein besonderes Ereignis statt. Die Eröffnung der neuen Ausstellung im Mathomhaus des Südviertels. Herr Bubikopf Glüxschmied, der immer die erstaunlichsten Mathoms zusammenträgt, hatte wieder ganze Arbeit geleistet.

 

Bereits frühzeitig hatten sich bei leider leichtem Regen, einige Hobbits, Menschen, Zwerge und Elben im Garten des Mathomhauses getroffen und es begann eine fröhliche Plauderei bis Herr Bubikopf das Wort ergriff:

„Willkommen bei der Mathomgesellschaft des Südviertels
Guten Abend die Herrschaften Elben,
ich freu mich auch sehr, dass ihr hier seid“

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde von Herrn Bubikopf stimmte ich kurz in Vertretung meiner Freundin Mairad, das Mathomhauslied an, da die liebe Tunvil wohl auf dem Weg zur Ausstellung aufgehalten worden war und daher leider nicht da sein konnte.

Nach diesem kleinen Zwischenspiel und einer erneuten Begrüßung aller noch hinzugekommenen durch Herrn Bubikopf war es an mir, einiges zu der Ausstellung zu erläutern:

„Ich freue mich dass ihr so zahlreich da seid, viele neue Gesichter.

Dieses Mal ist das Thema die Kulturen des nördlichen Rhovanion

Das ist weit weg, aber wir werden sehen dass es auch in der Ferne wichtig ist dass die freien Völker zusammenhalten, ähnlich so gut in Freundschaft und im Bund wie wir hier.

Ich wünsche euch also viel Spaß und Staunen beim anschauen der unterschiedlichen Kulturen und natürlich mit der Musik der Mondbarden, Idda wird noch das ein oder andere näher erläutern und uns nahe bringen.“

Untermalt von der wundervollen Musik der Mondbarden begann ich meine Rede:

„Die neue Ausstellung, die Herr Bubikopf zusammen gestellt hat, ist etwas ganz besonderes.

Also möchte ich vorab ein paar Worte dazu sagen.

Es geht um den Anduin und die Beorninger.

Und dazu muss ich ein paar Worte verlieren, meine Lieben.

Der Anduin!

Nun wer denkt, dass der Baranduin oder wie Ihr sagt Brandywine ein großer Fluss sei, der hat den Anduin noch nicht gesehen.

Der Anduin also der „Große Fluss“ fließt zwischen dem Nebelgebirge und Rohan hindurch, dann an Lothlorien vorbei, dem Goldenen Wald, den kaum jemand je sah. Schließlich schlängelt er sich durch die Sarn Gebir, um dann in den Emyn Muil zu münden, einem großen See.

Der Zufluss zu dem See ist den Gelehrten bekannt als die Argonath. 2 riesige Steinfiguren. die die Könige Isildur und Anarion zeigen, Könige von Gondor.

Schließlich endet der Anduin nachdem er dem Rauros hinunter stürzte an der Bucht von Belfalas im großen Belegaer.

Und nun wenden wir uns den Wesen zu, die im Bereich zwischen Rohan und dem Nebelgebirge leben und zwar in der Nähe der Schwertelfelder.

Die Beorninger. Friedliebende Wesen, die kein Fleisch essen aber eine Besonderheit haben. Sie können genauso gut wie der Legendäre Zauberer Radagast, den ich schon kennen lernen durfte, mit Tieren umgehen. Sie sind Gestaltwandler. Sie können nicht jede Gestalt annehmen. Sie können zu Bären werden.

Das Oberhaupt der Beorninger ist Grimbeorn, der Sohn von Beorn dem Alten. Die Beorninger sind friedlich aber misstrauisch, weil sie schon sehr viel schlechtes erlebten. Und sie sind hervorragende Bäcker!

Der Honigkuchen der Beorninger ist LEGENDÄR. Leider konnte ich ihn nicht probieren.

Der andere Teil der Ausstellung zeigt Artefakte aus den Ered Mithrin, dem Grauen Gebirge, das sich östlich an das Nebelgebirge anschließt und in dem der Langquell und der Grauquell, die Quellflüsse des Anduin entspringen.

Es soll dort Eis- und Feuerdrachen geben. Aber auch Menschen und Zwerge.

Wobei die meisten nachdem König Dain der Erste und sein Sohn Fror im Jahre 2589 des Dritten Zeitalters also im Jahre 989 nach Auenlandzeitrechnung von einem Drachen getötet wurden, die Grauen Berge verließen.

Nun lasst und die Ausstellungsstücke ansehen, Fragen dazu sind immer gerne willkommen. Meine Freundin Mairad hat ein Ausstellungsstück nachgebaut. Wer mich während der Ausstellung anspricht, bekommt gern eine davon als Geschenk.“

Herr Bubikopf bedankte sich noch einmal herzlich bei allen, die bei der Ausstattung und dem Sammeln der Mathome geholfen hatten, wie Fürst Kriso von Durins Faust der Gerechten und die Sippe von Herrn Valimaro, einem Elb und Freund des Südviertels, Herrn Corvild und Mairad.

Während die Mondbarden weiter spielten, erkundeten die Gäste bereits den Garten des Mathomhauses und wunderten sich nicht wenig, dass das riesige Eiskristall nicht schmilzt. Nun, das mag daran liegen, dass wie unter Gelehrten gemunkelt wird, Dinge, die von Eisdrachen eingefroren werden, nur von Drachenfeuer wieder aufgetaut werden können. Das Eiskristall scheint eine Bestätigung dieser These zu sein.

Herr Bubikopf war es auch gelungen, einige Einheimische aus den Regionen anzuwerben, die die Ausstellung bereicherten. Diese rekrutieren sich aus den Völkern der Elben, Zwerge und Menschen.

Besonders viel den Gästen die schwerlich zu übersehende Statue des Balin ins Auge, ja eben dieses Balin, der gen Moria, oder auch Khazad Dum, wie Durins Volk sagt, aufbrach und von dem man seit dem nichts mehr hörte. Auch die zwischenzeitlich eingetroffene Gelehrte Frau Filodendra Graber schien ihre helle Freude daran zu haben und sie wusste sofort zu benennen, dass es sich um ein Meisterwerk aus schwarzem Basalt handeln musste, der wegen seiner Härte sehr schwer zu bearbeiten sei.

Die sehr fein gemeißelte Statue des Königs Brand aus Thal, dem Enkel des legendären Bard, der den Drachen Smaug erlegte, wird von allen Besuchern gebührend bewundert und Frau Graber, die Gelehrte, musterte diese ob der feinen Bearbeitung sogar mit einer Lupe.

Bei der Begutachtung des sogenannten Bienenkorbes der Beorninger kam es zu einem Zwischenfall. Herr Bubikopf hatte gerade erläutert, dass die Beorninger die Bienen in aus Stroh gefochtenen Körben halten und nicht wie die Hobbits in Kästen, als eine große Biene, wie es sie nur in den Tälern das Anduins gibt, den Garten fröhlich summend durchquerte. Woher sie kam und wohin sie folg, nun das weiß keiner.

Auch der fein geschnitzte Bärenkopf, ein Beweis der Handwerkskunst der Beorninger sowie das wundervolle Vogelhaus wurden eindringlich betrachtet und von den Besuchern für gut befunden.

Diese traten jedoch in den Hintergrund ob der Kletterkünste der Schindkröte Nanu, die in einem kleinen Bau im Garten des Mathomhauses heimisch ist. Diese kleine Schnappschildkröte hatte es tatsächlich fertig gebracht auf einen Baum zu klettern und kam nicht mehr hinunter. Nur dank der vereinten Kräfte von Herrn Valimaro, der Grenzerin Tulpeline und Fürst Kriso gelang es, die kleine wieder auf den Boden zu bringen.

So begaben sich alle Gäste in das Mathomsmial, die Hobbits natürlich nicht ohne an den Süßigkeiten, die extra zu dem Zweck am Eingang deponiert wurden, zu naschen.

Zuerst zeigte Herr Bubikopf den Besuchern die von einer Elbin aus den Tälern bewachten Karten von Rhovanion und dem „Düsterwald“ in prächtigen von Elben geschnitzten Rahmen.

Herr Valimaro und die anderen Herren und Damen des Schönen Volkes freuten sich sichtlich an den Lampen aus dem fernen Felegoth, dem Reich des Thrandiul.

Fürst Kriso von den Fäusten ließ es sich nicht nehmen, auf der Nachbildung eines Zwergenthrones aus den Ered Mithrin Platz zu nehmen und der immer zu scherzen aufgelegte Faroweis Birnhaag konnte es sich natürlich nicht verkneifen, sich direkt neben dem Fürsten nieder zu lassen.

Nicht nur Frau Filodendra Graber und Fräulein Maiglockli waren von dem Ausstellungsstück, das ein Diorama einer Zwergenmine darstellt, mitsamt Kristallen und einer selbst fahrenden Lore, wohl ein zwergischer Aufziehmechanismus, kaum weg zu bekommen. Dieses Stück ist nicht nur beeindruckend, nein es weckt auch den Spieltrieb, besonders den der Hobbits.

Während andere Gäste lieber die Bilder und den Schaukasten mit dem großen Edelstein betrachteten, von dem Beuno behauptete, er sehe aus wie ein Stück Seife.

Auch die Waffen und Rüstungen der Zwerge der Grauen Berge fanden reges Interesse.

Als nächstes war es an mir, einige Mathoms der Beorninger vorzustellen. An sieht allen an, dass die Beorninger sehr Naturverbunden sind, kunstfertig ja, aber alles in natürlichen und gehaltenen Farben, von den Möbeln bis hin zu den Rüstungen, die im Wesentlichen aus Leder, Holz und Stoff bestehen aber gleichwohl sehr haltbar sind.

Auch die Grenz- und Wegpfähle der Beorninger, die in stilisierter Form Beorn den alten darstellen wurden von den Besuchern gebührend bewundert, bevor sich vor allem die Hobbits über die Speisen auf dem nach Beorniger Art gedeckten Tisch hermachten. Brot, Butter, Honig, Beeren und natürlich Milch und Honigkuchen.

Zwischenzeitlich hatten Fürst Kriso und Beuno das „Häuschen“ das Mathomhausdachses Honig entdeckt und die kleine was ganz aus dem Häuschen, sehr zum Unmut von Frau Graber, die anmerkte, dass Dachse fürchterlich stinken würden. Allerdings nahm keiner der anwesenden Gäste einen strengen Geruch wahr.

Im Untergeschoss erregte vor allem die „Singende Schale“ des weisen Radagast die Aufmerksamkeit der Gäste mit der wunderschönen Musik, die sie von sich gab. Besonders Herr Faroweis und Fräulein Maiglockli waren entzückt von der Musik. Diese ist, eingefangen von dem mächtigen Zauberer Radagast, das Lied des Andiun, des Großen Flusses.

Ich war nicht wenig erstaunt, dass Herr Bubikopf in dieses heilige Wasser einen Stein gelegt hatte und auf diesen eine Schale mit Himbeeren gestellt hat, um diese in der Sommerhitze für die Besucher kühl zu halten. Hobbits eben. Nun der ehrwürdige Radagast hat den Zauber, der die Schale zum Klingen bringt, so ausgelegt, dass auch ein paar gekühlte Himbeeren diesen nicht beeinträchtigen.

Zwischenzeitlich war es spät geworden und so endete ein wundervoller Abend im Garten des Mathomhauses mit der wundervollen Musik der Mondbarden.

Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit auch bei meinen sagen wir einmal längeren Ausführungen und empfehle jedem, der die Ausstellung noch nicht angesehen hat, macht Euch auf den Weg nach Finkhopfen, Bachuferstraße 4.

Eure Idda Goldkerze

Guten Tag, mein Name ist Idda Goldkerze. Ich bin 50 Jahre alt und damit im letzten Drittel meiner Lebensspanne angelangt. Bereits im Alter von 20 Jahren verließ ich Bree um in Imladris zu studieren. Nun bin ich zurückgekehrt, um die Völker meiner Heimat, die Menschen und die Halblinge und deren Gesellschaftsformen zu studieren. Frau Himbeerstrauch war so freundlich, meine Betrachtungen als interessant genug für einen Abdruck zu erachten.

  1. Beuno Willowtree

    Ein wunderbarer Bericht, über diese wunderbare neue Ausstellung von Bubikopf, liebe Mai! 😀 So kann man alle Exponate nochmal genau Nachlesen und Betrachten! Klasse! 🙂

  2. Ja dieser bericht steht in nichts jenen von beuno nach. Erheiternd und doch fachlich meisterhaft. Vielen Dank

  3. Valimaro Taurthir

    Ein sehr schöner und treffend formulierter Bericht werte Idda, deine Ausführungen waren auch sehr interessant und spannend zu verfolgen.

  4. Das ist der erste Bericht den ich von dir lese, Idda, und der ist genauso gut wie von Beuno.
    Meine Hochachtung an dich; Idda *verbeugt sich respecktvoll*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.