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Eine aufregende Schatzsuche – eine Reportage in 6 Teilen

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Reportage. Werte Leser, leider war die Verfasserin in den letzen Wochen sehr beschäftigt und ist daher nicht dazu gekommen, diese Serie fortzusetzen Die Verfasserin ist sich sicher, dass Ihr schon darauf wartet, wie es mit der „Geschichte“ um die Reiter von Balerion weitergeht und ob sich die Befürchtungen der Verfasserin hinsichtlich des Zwerges Herrn Akrai erfüllt haben.

 

5. Teil 

Nun denn, der nächste Ort, den wir aufsuchen mussten war ein Friedhof, werte Leser.

Die Verfasserin hielt sich dabei ganz still im Hintergrund, es ist ja schließlich ein Ort, an dem die Toten ruhen. Sofort fiel der Verfasserin der Lange ins Auge, der wohl die Aufsicht dort führte und sein großer Hund. Es handelte sich um den Friedhofwärter Halthron mit seinem Hund Fuchs.

Halthron vor dem Grab

Nachdem er uns, wir waren ja eine große Gruppe, erst argwöhnisch gemustert hatte, verlangte er harsch Auskunft darüber, was wir dort zu suchen haben. Erstaunlicher Weise ließ sich Herr Halthron nach einem kurzen Gespräch, vielleicht hatte er ja auch einen „Blick“ auf die hübsche Vyzra geworden, dazu überreden, uns behilflich zu sein und führte uns zu einem Grab, an dem ein Rosenbusch mit wunderschönen roten Blüten steht.

Herr Halthron bemerkte allerdings, dass die Erde an dem unbeschrifteten Grabstein sehr locker war, so als habe gerade jemand dort gegraben und begann deswegen, ebenfalls dort zu graben.

Er fand dort eine Kiste, eine seltsame Kiste ohne Schloss, ohne Scharniere. Lediglich 4 runde Löcher waren an der Kiste zu erkennen, die aber keine Schlüssellöcher waren. Was für ein seltsamer Fund, werte Leser.

Herr Halthron schien keine Geduld zu haben und versuchte, die Kiste mit seiner Axt zu öffnen. Bei einem kräftigen Schlag mit der Axt, prallte er jedoch zurück, die Axt zerbrach und Herr Halthron stieß sich den Kopf an einem Grabstein. Entnervt überließ er daher die Kiste unserer Gruppe.

Wir nahmen natürlich die Kiste etwas sorgfältiger und mit weniger brachialer Gewalt in Augenschein, werte Leser und fanden einen an der Unterseite befestigten Zettel mit folgender Aufschrift:

„Der tapferste Reiter war edel und alt, 
entstammte der Königsgarde vom Wald, 
den man nur als Taur-en-Ndaedelos kennt, 
doch der erste Reiter bei seinem echten Namen nennt, 
auf der Suche nach Balerion, 
entkommen aus den Flammen und sich windend vor Graus, 
erreichte er die steinigen Stufen eines …………., 
noch heute trauern die Elben dort um ihn. 
Doch traf der älteste Reiter in jener Nacht, 
auf den stärksten der Reiter in stählerner Pracht, 
gemeinsam schritten sie hinaus in die Schlacht, 
und in dieser bedeutsamen, sternenklaren Wacht, 
wurde in beiden der Funke der Freundschaft entfacht. 
Zusammen wurden sie für ihren Sieg reich belohnt, 
und blickten auf schwarzen Steinen hinauf, 
zur wolkenverhangenen Sichel des Monds.
Von jenem Tage bis zur letzten Stund, 
verblieb ihnen dieser freundschaftliche Bund.“  

 

In diesem Augenblick erreichte uns ein Bote mit einer Nachricht von Avanthelion, dem Archivar aus Minas Tirith.

Er wollte sich umgehend mit der Truppe beim Gelehrtenweg in Bree treffen. Avanthelion wusste, wo die Gruppe war, weil sie in Minas Tirith vereinbart hatten, dass er sich im Pony melden würde, wenn er neue Erkenntnisse über die fehlenden Seiten aus dem Archiv parat hätte.

Aufgeregt machten wir uns mit der seltsamen Kiste und der neuen Strophe auf den Weg nach Bree. Dort trafen sie dann auf Avanthelion, der sie im kleinen Archiv in Bree in Empfang nahm.

Der Archivar berichtete, dass er in der Weißen Stadt zu tief gegraben hätte nach Informationen, dabei war er auf den Namen Valandior aus Gondor gestoßen, der vor etlichen Jahrhunderten gelebt hatte und vielleicht etwas mit dem Gedicht zu tun haben könnte.

Die Schatzjägertruppe um Avanthelion in Bree

Für seine Entdeckung wurde Avanthelion vom Truchsess der Stadt Minas Tirith, also so was wie der Bürgermeister, Denethor, aus seinen Diensten entlassen und als Oberbibliothekar nach Dol Amroth versetzt. Ihm wurde vorgeworfen die Verantwortung für das Verschwinden der wichtigen Aufzeichnungen Arveduis zu sein.

Die Verfasserin konnte nur den Kopf schütteln, dass dem aremen Herrn Avanthelion so etwas unterstellt worden ist, wo er doch die Sorgfalt und Redlichkeit in Person ist.

Natürlich zeigten wir ihm die seltsame Kiste und auch die Strophe, die wir an deren Unterseite gefunden hatten.

Herr Avanthelion wusste sofort Bescheid, ist eben ein gebildeter Langer, und erklärte er hab schon einmal etwas über eine derartige Kiste gelesen, es handele sich um eine Spruchkiste des schönen Volkes, die sich nur öffne, wenn man das richtige Wort (meistens in Sindarin oder Quenya) in die richtige Öffnung hineinspreche. Was es nicht alles gibt, werte Leser. Da wäre doch auch als Schloss für meine Truhe mit den Edelsteinen in der Goldschmiede ganz praktisch, ja ja.

Jedenfalls fingen alle an, zu rufen, alles was Ihnen so einfiel und tatsächlich klackten zwei der „Wortschlösser“ bei den Worten „Nimloth“ und „Mondsichel“.

Herr Aventhelion nickte zufreiden und gleichzeitig betrübt. Er erklärte uns, dass ja immer noch 2 Worte fehlen und auch die Reihenfolge wichtig sei.

Arfur mal auf die Idee, dass die Lücke in dem Gedicht, dass bei der Kiste lag, uns einen Hinweis geben könnte und das große Rätselraten begann erneut, bis Arfur meinte, das könne nur das heimgesuchte Gasthaus sein.

Der Verfasserin lief ein Schauer über den Rücken, als einige Mitglieder der Gruppe erklärten, dass es sich um ein Gasthaus im Düsterwald handele. Stellt Euch das einmal vor, werte Leser, der Düsterwald.

Leider musste sich Herr Avanthelion verabschieden und wir machten und auf zum Südtor von Bree, um dort Herrn Akrai wieder zu treffen.

 

Erst fragte der nennen wir es einmal, leicht zwielichtige Zwerg, uns nach den Erkenntnissen aus, die wir gewonnen hatten und dann wollte er sein Wissen nicht mit und teilen.

War das seltsame Gefühl und das Misstrauen, dass die Verfasserinn für diesen Sohn Durins empfunden hatte, berechtigt, werte Leser? Es hatte den Anschein..

Nur auf großen Protest und unter Drohung, dass wir auch ohne den Zwerg, wenn nötig, weiterarbeiten würden, ließ sich der Zwerg eine Strophe entlocken, die er angeblich durch eine Briefkorrespondenz aus Esteldin bekommen hatte.

Die Strophe lautete:

„Der jüngste der Reiter wuchs auf ohne Sorgen, 
seine Ahnen waren Forodwaith tief oben im Norden, 
in einer kalten und mondlosen Nacht, 
kam Balerion zu ihnen mit grausamer Macht. 
Auf der Jagd nach wildem Getier, 
standen die zwei Reiter dort plötzlich Spalier,
und gaben an ihrer Gasse vorbei, 
den Blick auf Balerion, den Weißen, frei.  
Als die drei eine Weile dort standen, 
schlossen sie sich zu Reitern zusammen.  
gemeinsam erklommen sie die hohen Hügel 
und blickten herab auf mächtige Flügel, 
so warteten die Reiter bis Balerion schlief, 
und sahen, wie das Blut aus seinen Wunden trief.“

 

Herr Akrai war ziemlich aufgebracht und wollte die Schatzsuche schließlich beenden, nach langem hin und her mussten wir feststellen, dass der Zwerg aus Misstrauen und weil er mit dem Leben bedroht wurde, wie er vorgab, in das Graue Gebirge zurückkehren wollte, seine Heimat.

Akrai verabschiedet sich von der Gruppe am Südtor in Bree

Also machte sich die Gruppe auf, in den südlichen Düsterwald zu reisen, genauer gesagt zum heimgesuchten Gasthaus in der Region Grimmlager. Eine Reise, werte Leser, die einiges an Organisation und Mut erfordert, aber dazu mehr in der nächsten Woche.

M.Fl. für A.W.
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Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

2 Kommentare

  1. Beuno Willowtree sagt

    Achje! Erst auf einen Friedhof und dann noch gen Düsterwald!?? Das wäre mir zu unheimlich! Aber der Bericht ist wiedermal sehr fesselnd, zumal ich schon immer Rätsel mochte! Danke, toll geschrieben, liebe Mai! :D

  2. Tulpeline sagt

    ohje ohje. Was ihr da alles erlebt habt. Aber der Düsterwald. Das erscheint mir keine gute Idee zu sein.

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