Berichte

Ein erfundener Abend oder Abend der Erfindungen

Der Erfinderabend fand in Blautal statt, ein schönes Anwesen stand dort der Veranstaltung zur Verfügung. Zunächst war es noch recht überschaubar an Gästen. Es war eine halbe Stunde vor Acht.

 

Als dann Pandorradis den Abend offiziell eröffnet hatte, startete alles auf der Bühne mit dem Vorprogramm, bestehend aus feinster Musik der „Ziehenden Musikanten“ und nein, sie lassen keinen beim Spielen „ziehen“, sie spielen nur wunderbarste Lieder. Sogar Größen wie Herr Kriso, der Fürst der Zwerge von Durins Faust, gaben sich die Ehre.

Zu den Erfindern des Abends gehören Fripo, Kirgon, Tulpeline und Bango mit vier Dingern sowie noch vielen mehr. Der Abend versprach vorallem eines: spannend zu werden.

Herr Oerkel trat vor auf die Bühne. Er stellte für den Abend die Jury vor, bestehend aus Brigga, Kriso und ihm selbst. Zu Beginn kam Tulpeline hinauf um sich der Jury zu stellen, Herr Oerkel erklärte ihr, dass sie den Tisch nutzen könne um alles aufzubauen. Tulpeline aber brauchte keinerlei Tisch für ihre Erfindungen. Sie ging stattdessen zum Publikum und stellte sich vor.

‚Ich bin Grenzer Tulpeline Schweinepfote von der Grünfeldkompanie. Ich zeige euch nun erstmal meine harmlose Erfindung. ‚Wobei ich nicht weiß ob es das schon gibt oder nicht. Auf jeden Fall sehe ich nie jemanden der das nutzt. Also zu meiner Erfindung. Also wie ihr seht habe ich hier ein Schilfrohr. Das ist innen ganz hohl. Genau wie Beuno’s Gehirn.‘, sprach sie und sie fing damit an, ihre Erfindung weiter vorzustellen.

‚Und nun kann ich das Schilfrohr in meinen Mund nehmen und trinken. Das Schilfrohr ist in meinem Bündel in einem Trinkschlauch. So muss ich nicht anhalten, den Trinkschlauch hervor holen, öffnen und trinken. So kann ich einfach das Rohr in den Mund stecken und trinken.‘

Fazit: Sie erfand eine Art Schilffrohrhalm zum Trinken und stellte dies der Jury vor. Den Fragen der Jury entgegnete Tulpeline gekonnt mit raffinierten Antworten. Die Jury schweigt sich jedoch noch zum Ergebnis aus, denn zunächst mussten ja auch erst die anderen ihre Erfindungen vortragen.

Eine weitere Erfindung wollte Tulpeline vorstellen, wofür sie um Abstand der Jury und des Publikums bat. In der Hoffnung dass das Haus versichert sei, stellte sie die zweite Erfindung vor:

‚Manchmal funktioniert die nächste Erfindung noch nicht so ganz.‘ Unsicherheit machte sich breit, viele gingen ein paar Meter nach hinten. ‚Nun das sieht aus wie ein normaler Schild oder?‘ Sie bezeugte, es sei kein normaler Schild. ‚Denn es ist mein DRACHENSCHILD!‘

Tulpeline drehte dort wo sie den Schild hält an einem Hebel. Genau in dem Moment schossen an der Seite grosse, spitze Zacken heraus die aber am Schild blieben, somit sah der Schild nun aus wie ein Drachenmaul.

Auch diese Erfindung wird von der Jury wieder hinterfragt, doch auch diesmal gab es noch kein Urteil der Drei. Doch eine Sache gab es schon zu sagen: die Sache müsse noch ein wenig durchdacht werden, sei aber durchaus interessant.

Als nächste Teilnehmer traten Bango und Zwipfo auf die Bühne. Go stellte beide kurz vor. Die erste der Erfindungen von Go war ein Törtchensalat, damit auch Hobbits beim Salat-Essen nicht entfetten. Selbst an Törtchensalat zum Probieren hatten die beiden gedacht. Die Hobbits im Publikum bekamen bei den Worten schon Schnappatmung und Herzrasen.

Zwipfo rückte aus um Proben zu verteilen, während Bango schon an der zweiten Erfindung war. Die Erfindung schien gemundet zu haben, denn man sah danach viele glückliche und zufriedene Gesichter. Die Zweite Erfindung wurde auch diesmal von Bango vorgetragen. Es handelte sich um eine Art Essenshilfe, wenn man gerade keine Hände beim Musizieren frei hat:

‚Soo, hier, so hat man garnich die Hände frei um zwischendurch ein Törtchen zu essen oderso. Hier, eine Törtchenhalterung. Da kamman zwischen zwei Liedern ein Törtchen rein legen, und das dann essen.‘

Auch das schien eine sehr willkommene Erfindung unter den Gästen zu sein, einige lachten herzlich und andere klatschten Beifall. Erste kritische Stimmung aus dem Publikum zum Klang der Laute gab es auch. Unbeirrt stellten Bango und Zwipfo die dritte Erfindung vor:

‚Hier, ein ganz normaliger Tisch, wo man zum Beispiel dran sitzen tut um was zu essen, zum Beispiel ein Butterbrot.‘ Bango nahm eine Brotscheibe und schmierte reichlich Butter drauf. ‚Butter is immer sehr wichtig, besonners wemman viel Salat isst und man keine Zeit hat ein Törtchensalat zu essen, oja. Also, vielleicht is euch schon mal passiert das ein Brot vom Tisch fällt… so.‘ Bango schob das Brot näher zur Tischkante und Zwipflo holte einen Teller ran. Der das Brot auffangen soll. Das Brot wurde von Bango beidseitig beschmiert und die Erfindung war damit gleich klar, ein doppelseitig beschmiertes Butterbrot. Keine weiteren Worte dazu, es folgte die letzte Erfindung der Zwei.

‚Meine letzte Erfindung für heut funktioniert aber ganz toll, und das is auch die wichtigste, oja. Wie ja die meisten wissen braucht man für Suppe einen Löffel. Oder man schlürft, aber das sollichnich sacht Mama. Das Problem is ja… wie bekommt man möglichst viel Suppe in den Mund ohne alles zu verplörren? Man kann jede Suppe nehmen. Wichtig is nur das man während dem Essperiment nich die Suppe wechselt. Uh, ich zeig mal an der Tafel wie die Erfindung funktioniert, und warum die überhaupt nötig ist. Das is nämlich etwas theotörtlich. In diesem Koordinatensystem können wir analysieren wie eine Suppenessung vor sich geht. Hier auf der Abszissenachse ham wir die Zeit in der man Suppe isst. Und da auf der Ordinatenachse da is die Menge von Suppe die man löffelt. Feini. Also hier, auf der Zeitachse könnnen wir die Löffel voll Suppe eintragen die man isst. Jedes Mal wemman ein Löffel isst gibts ein Mampfpunkt. Uh, Messpunkt. So. Je mehr Suppe man löffelt desto höher der Punkt, is ja klar… so. Da ergibt sich die Kurve der Löfflung. Man sieht sehr schön die Fläche unter der Kurve…. Äh, also die Suppe die man gelöffelt hat is das Integral der Suppe über die Zeit. Quasi die Suppensekunde… äh, also wieviel Suppe man in einer bestimmten Zeit gegessen hat. Je mehr Suppe man pro Löffel löffelt desto höher die Suppe pro Zeit, oja. Nu is natürlich das Ziel möglichst viel Suppe pro Mahlzeit zu essen. Dafür könnte man die Zeit zwischen zwei Löffeln verkürzen. Aber egal wie technisch versiert man seine Suppe löffelt, irgendwann erreicht man eine Löffelgeschwindigkeit bei der mehr Suppe verplörrt als man in den Mund löffelt. Das is die sogenannte maximale Löffelgeschwindigkeit. Wemman die Suppe über die Zeit ausrechnen möchte muss man die Plörrung beachten. Das is Suppe die man Löffelt aber nich isst. Sehr uneffizient, oja. Ui, aber zum Glück is die Lösung des Problems sehr einfach. Ein größerer Löffel!‘

Rufe aus dem Publikum wurden laut. Tulpeline entgegnete: ‚Das ist KEINE Erfindung!‘

Der lange Vortrag von Bango lief darauf hinaus, dass es zum besseren und schnelleren Suppe essen, einen größeren Löffels benötigt. Beide gehen unter Applaus von der Bühne. Die Jury musste sich kurz beraten.

Als nächster machte sich dann Fripo auf um seine Erfindung vorzustellen:

‚Ich will euch zwei Sachen vorstellen. Die erste Sache ist eher eine Entdeckung. Aber ich will sie hier nicht vorenthalten, da sie wichtig für meine Erfindung ist. Galitzensteine, er nannte sie damals Vitriolen – bläulich gefärbte Steine mit viel Kupfer.‘

Sein Ohm brachte ihm damals mal einen solchen Stein mit Heim. Er und sein Ohm fanden gemeinsam heraus, dass damit bekannten Problemen von Bauern auf dem Feld vorgebeugt werden kann, so unter anderem dem Unkraut: ‚Mein Ohm bestrich die Wurzel und Triebe auf seinem Feld mit diesem Vitriolpulver.‘

Der Stein hatte somit zur Folge dass das Unkraut seither nicht mehr auf dem Felde wuchs. Des weiteren hat sich der Herr Firpo seine Kleidung mit dem Stein verziert, die daraufhin auch bläulich zu leuchten begann. Die Kleidung leuchtet einem im Dunkeln den Weg. Zudem hält der Anzug ihn mollig warm.

 

Der nächste war Samolin Schwarzfuss, der etwas vorstellte. Zu aller erst eine Art Trinkspiel: Trinke jedes Mal wenn Beuno hustet. Dazu bedarf es einen Beuno, jemanden der Käse sagt und einer Menge Leute die dann saufen. Die zweite Erfindung war eine Doppelangel, eine Angel mit zwiegespaltenem Ast zum zwei Fische gleichzeitig fangen.

Nach dem die Bühne wieder frei war, kam Kirgon hinauf und er stellte uns eine Truhe vor. Die Truhe sei perfekt für Waffenschmiede und zugleich wasserdicht. Im Inneren des Kastens ist eine Art Werkzeugset, wo alles seinen Platz drin hat. Der Kasten hat auch anpassbare Fächer und der Kasten kann bei Bedarf mit einem Schloss versehen werden.

Zu guter letzt stellte Yome ihren Nudelabgußaufsatz vor, der dazu dient, sich nicht die Finger zu verbrühen. Es war eine alte Erfindung von ihr, die jedoch auch großen Applaus im Publikum fand.

Pandorradis, ging erneut auf die Bühne und kündigte ein paar Lieder an, während die Jury ging um sich zu beraten. Irgendwann endete die Musik wieder und Githjan stellte die Gewinner vor:

‚So Brigga bekommt den Durchfallpreis, weil sie das Klo verstopft.‘, woraufhin Beuno einwarf: ‚Den gibt es beim Braunflutfest auch.‘ Githjan führte fort: ‚Wir haben keine Bewertung unter 15 Punkten. Fangen wir mit den 16 Punkten an. Jedes Jurymitglied konnte maximal 10 Punkte verteilen. Und so hat jeder Erfinder insgesamt 30 Punkte erreichen können. Also zurück. 16 Punkte hat bekommen…‘

Für den letzten Platz bekam Samolin ein Schaf. Dann folgte der Vorletzte mit 17 Punkten: Yome, die einen Preis in Form eines Kleides erhielt.

Githjan: ‚Der Nächste hat 18 Punkte. Wir sind wirklich verdammt dicht mit den Punkten nacheinander, nur mal so. Für die 18 hab ich einen Zweihänder der Täler mit Wandhalterung. Vielleicht kann er dafür einen Kasten bauen.‘ Damit war schon klar, dass Kirgon das Schwert für die Wand gewann.

Für den dritten Platz mit 20 Punkten gab es einen Prachtvollen großen Tisch. Und das ist natürlich noch nicht alles, oben drauf gab es da dann auch noch 5 Goldtaler. Gewonnen hat dies Firpo für seinen Leuchtesteinanzug.

Githjan: ‚So Platz 2 und 1 entscheiden sich nur an der Goldmenge. Für Platz 2 gibts Beorns Tisch sowie eine geschmolzene Bienenwachskerze und 5 Gold. Platz 2 hat 21 Punkte, Platz 1 ganze 26.‘

Die letzten die übrig blieben, waren Bango und Tulpeline. Doch wer sollte da das Rennen machen? Wer vermag dieses Duell für sich zu entscheiden? Das Rennen der Erfinder um Platz 1. Es blieb spannend, denn zuerst wurden den Gewinnern die Preise gegeben und dann erst aufgelöst, wer was bekam und damit den Erfinder-Wettbewerb gewonnen hat.

Der Sieger war letztlich Bango, der somit auch gleich noch Tulpeline auf den zweiten Platz verbannte.

  1. Beuno Willowtree

    Sehr schöner Bericht ist das geworden, lieber Samolin, dankeschön! Und danke auch, an Fräulein Lava, für die schönen Bilder! 😀

  2. Mairad Flinkfuss

    Ein toller Bericht und was da so alles erfunden wurde, alle Achtung

  3. Juhu toll! Ui, dieser Zwipflo scheint ja echt schlauig zu sein undso… der sollte mal was für die Zeitung schreiben, oja!

  4. Kirgon Stahlhammer

    Hehe…. nochmals Glückwunsch zum Gewinn Bango. Die mathematische Formelerklärung für die Nutzung eines größeren Löffels zwecks schnellerer Suppenaufnahme wird mir noch lang im Gedächtnis bleiben.

  5. Ja das war ja wirklich tollig was man hier nachlesen konnte. Wenn ich wüsste wie manche Mathome funktionieren, wäre da sicher auch so manche Erfindung dabei! 😀

  6. Also Bangos Erfindung und besonders die dazugehörige Berechnung sind geradezu Törtbelpreisverdächtig. Ich habe ja immer schon gewusst, daß Bango ein ganz besonders schlauer Junghobbit ist. Und wenn er fleißig seine Suppe löffelt, wird er es bestimmt mal weit bringen. Vielleicht sogar zum Großmampf.

  7. Torbol Prallwams

    Applaus und Hut ab den Erfindern! Und doller Artikel, das war wirklich spannend bis zum Schluß

  8. War ein lustiger Abend. Musste zum teil sehr lachen hihi

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