Berichte

Ein Ausflug nach Winterheim

Werte Leser, am letzen Sonntag lud unsere Tulpeline Schweinepfote zu einem Ausflug nach Winterheim ein im Rahmen des Verbundes für Hobbitisches Brauchtum. 

 

Am frühen Morgen trafen wir uns beim Mietstall in Michelbinge, um dort eine der Schnellkutschen nach Winterheim zu nehmen. 

Tulpeline erschien, auf einem Steckenpferd „reitend“, was für ein Anblick, werte Leser. Die durchsetzungsfähige und strenge Grenzerin hatte offensichtlich einen riesigen Spaß an dem Spielzeugpferd und es war einfach schön ihr strahlendes Gesicht zu sehen.

Außer Tulpeline, Magritta, Beuno, Faroweis und meiner Wenigkeit fanden sich keine weiteren Hobbits ein, so dass Tulpeline sich entschloss, noch ein wenig zu warten. Faroweis, der Verlobte der Verfasserin, verkürzte uns die Wartezeit mit einem Liedchen.

Und dann ging es los und wenige Stunden später waren wir ausgehungert und durchgefroren in Winterheim. Die Verfasserin hatte ihren Umhang vergessen und Magritta war so lieb, ihren Ersatzumhang an die Verfasserin auszuleihen. Danke, wertes Fräulein Margitta, das war sehr nett. 

Tulpeline begrüßte alle erst einmal zur Veranstaltung „Beuno mit Schneebällen bewerfen“ und führte die Gesellschaft auf kürzestem Wege zu dem Stand, an dem ein freundlicher Langer heiße Maronen verkaufte. Und, bei dem Gehalt eines Grenzers schon eine außerordentlich großzügige Geste, jeder erhielt von Tulpeline einen großen Beutel mit Kastanien, dampfend heiß und lecker. 

Lustig vor uns hin schmausend und plappernd überlegten wir, während wir uns den Troubel und die reich gedeckten Tische anschauten, was wir wohl als nächstes Unternehmen sollten. Nach einigem hin und her kamen alle überein, Theater.

Also marschierten, nun das ist nicht richtig, werte Leser, schlenderten wir zum Theater und machten an dem einen oder anderen Tisch halt, da es dort so leckere Sachen wie Pilzragout, Blaubeerkuchen und noch mehr zu entdecken gab. 

Im Theater versorgten wir uns erst einmal mit etwas gutem zu trinken, das Bier in Winterheim ist nicht übel, werte Leser, und steuerten dann die von Tulpeline reservierte Bank an. 

In der Wartezeit plauderten wir ein wenig und waren dann jedoch sehr erstaunt, als plötzlich der Theaterdirektor an unserer Bank erschien und mitteilte, dass 2 Schauspieler ausgefallen seien und uns ersuchte, ja geradezu anflehte, bei dem Stück mitzuspielen. Alle machten sich ganz klein, um dem zu entgehen nur dem Verlobten der Verfasserin, Faroweis und Beuno gelang das nicht und sie wurden zwangsverpflichtet. Tulpi, die sich schon mit reichlich verfaulten Frostfelsfrüchten eingedeckt hatte, um gegebenenfalls schlechte Schauspieler damit zu bewerfen, lächelte in sich hinein. 

Nun, werte Leser, sie hatte keinen Anlass Beuno oder Faro mit Früchten zu bewerfen. Beide meisternten ihre Rolle mit Bravour. 

Nach dem Theater schlenderten wir wieder, fröhlich und beschwingt durch Winterheim. Tulpi lotzte und zu einem Stand, an dem man herrliches Nussbrot erwerben konnte. Werte Leser, lasst Euch diese Delikatesse nicht entgehen. Die Verfasserin kaufte gleich 2 Stück, weil auch Oma sollte eines bekommen. Ja da staunt Ihr, werte Leser, ein Langer, der so gut backen kann. Aber die Verfasserin ist sich sicher, dass der Verlobte der Verfasserin das Rezept alsbald herausgefunden hat. 

Nach einer erneuten Stärkung machten wir uns auf zum Schneeballfeld. Herr Rudhi Völler, der dort die Aufsicht führt, schaute uns zunächst ein wenig skeptisch an, als Faroweis auf die Plattform humpelte, da der verlobte der Verfasserin auf dem Weg bergab ausgerutscht war und weiter gegen einen Baum schlidderte. Aber Tulpeline hatte das Feld auch schon für uns reserviert und so begann die wilde Schneeballschlacht und wer wen nun mit wievielen Schneebällen getroffen hat, das kann die Verfasserin beim besten Willen nicht mehr sagen.

Nach der „Schlacht“ ruhten wir uns ein wenig am Feuer aus und brieten ein paar Balger, als es zu einem Zwischenfall kam. Weil Faro ein wenig musizierte, schob Beuno ihm einfach einen Balger fast komplett in den Mund und beinahe hätte Faroweis keine Luft mehr bekommen, wenn die Verfasserin die Wurst nicht mit einem Ruck herausgezogen hätte. Lieber Beuno, der einzige Musiker, der während des Musizierens mit Essen versorgt werden sollte, ist der Bango, der kann alles immer und jederzeit vertilgen! 

Nach dem Schrecken machten wir uns auf zu dem Händler von Winterheim. Dort erwarben wir noch so einige Kleinigkeiten, auch Proviant für die Heimfahrt und die Verfasserin kaufte für Beuno und Faroweis einen neuen Hausmantel, ganz weich wegen der vielen Federn. 

Danke für den wundervollen Tag, liebe Tulpeline. 

Gestatten, Mairad Flinkfuß, Falbhaut, geboren vor 40 Jahren im wunderschönen Dachsbauten, wohnhaft im Südviertel, Weiler Baumgart. Mit 33 verließ ich das Auenland in Richtung Ered Luin. Nach einer 5-jährigen Lehrzeit als Goldschmiedin bei Gnorf bin ich in meine wunderschöne Heimat zurückgekehrt. Ich liebe gutes Essen, das Musizieren, meine Arbeit in meiner Goldschmiede und bin beim Auenländer Wochenblatt Redakteurin für Klatsch und Rezepte.

  1. Beuno Willowtree

    Ein ganz wunderbarer Bericht, liebe Mai! 😀 Du hast alles sehr lebensecht und präzise wiedergegeben, Bravo! Und das mit der Wurst war wirklich eine dumme Idee. Zum Glück hast Du so schnell reagiert. 🙁

    • Mairad Flinkfuss

      Na ja Bango hätte den Balger mit einem Haps verschlungen. Danke für Dein Lob Beuno

  2. Tulpeline

    Hui was ein toller Artikel. Danke Mairad. Es war wirklich sehr schön mit euch da in Winterheim. Ich hatte sehr viel spass.

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