Berichte

Efeubusch: ‚Schlafrockfest‘ am Stammtischabend veranstaltet!

Am letzten Donnerstag, fand, wie gewohnt zur achten Abendstunde, im Gasthaus ‚Zum Efeubusch‘ in Hobbingen, das Treffen des ‚Stammtisch‘ statt, welches diesesmal, mit einem Themenabend aufwarten konnte. Alle Besucher sollten idealerweise, im Schlafrock, oder Schlafanzug-, beziehungsweise, Kleid, erscheinen und auch sämtliche Speisen des  Menüs, kamen im Blätterteigmantel daher, dem sogenannten ‚Schlafrock‘.

 

Hier einige Skizzen des Abends mit kurzen Kommentaren.

Anfangs hielt sich der Besucherandrang noch im überschaubaren Rahmen, als ich im ‚Efeubusch‘ ankam und gleich feststellen musste, dass ich das Kostümkonzept, wohl falsch verstanden hatte. Ich hatte mir ein altes Kleid von Oma Grumhilda ausgeliehen, was aber doch nicht als ‚Schlafrock‘ durchging, wie mir die bereits anwesenden, Fräulein Mairad, Herr Willobrand, Herr Corvild und auch Wirt Bango, klarzumachen versuchten.

Bango hatte wieder ein exzellentes Menü am Start, welches – unter anderem – aus, Hähnchenfilet, Prinzessbohnen, Schnitzel, Birnen, Marzipan, Balgfurter Würstchen und sogar Pastinaken – alles jeweils mit Blätterteig ummantelt – bestand. Alle waren noch herzhaft am Schmausen, als Wirtin, Millaray Maywine, zu uns stiess.

Auch das Fräulein Erdina, erschien dann und erhielt viel Lob für ihr geschmackvolles Schlafkostüm, das in zarten, gedeckten Lilatönen daherkam. Auch Mairads knallrote ‚Nachtkappe‘, samt farbenfrohen Nachthemd, sorgten übrigens für viel Furore und wurden anerkennend kommentiert.

Torbol Prallwams hatte anscheinend verschwitzt, unter welchem Motto der ‚Stammtischabend‘ stand und war in seinen normalen Alltagsklamotten erschienen. Er schlug sich vor die Stirn und überlegte anschliessend angestrengt, wie er seinen Fauxpas schnell wieder ausbügeln könnte.

In diese Überlegungen hinein, platzte dann Fräulein Tulpeline, die – wie auch anders? – als ‚Blauschweinchen‘ kostümiert war. Ihre Verkleidung ging so gerade noch, als ‚Schlafrock‘ durch, sodass sie von uns herzlich begrüsst werden konnte. Sie antwortete mit einem freundlichen ‚Oink!‘.

Auch an diesem Abend galt wieder das Prinzip der ‚offenen Bühne‘, sodass einjeder, der Spass hatte, für musikalische Unterhaltung sorgen durfte. Fräulein Mairad liess sich nicht zweimal bitten und gab einige ihrer schmissigsten Stücke zum Besten, was die Stimmung auch sofort merklich ansteigen liess. Torbol hatte sich mittlerweile einen Schlafanzug besorgt und tanzte hemmungslos ab!

Als sich Mairad, nach einer halben Stunde feinster Musik, dann ein Päuschen verdient hatte, nutzte sie das Eintreffen des Herrn Tynebald, um eine Lokalrunde zu schmeissen und orderte etliche Krüge frisches ‚Malzgebrautes‘ bei Millaray und Bango. Ein ‚Hoch‘ auf die edle Spenderin!

Hernach hatte auch das Fräulein Erdina den Mut gefunden, einige Lieder für uns zu spielen, von denen sie viele sogar mit ihrem lieblichen Gesang verdelte! Auf jeden Fall waren die Melodien auch äusserst gut tanzbar.

Als der Spätankömmling, Faroweis Birnhaag – bekanntlich ja der frisch angetraute Ehemann von Fräulein Mairad -, dann auch noch den Schanksaal betrat, liess es sich die patente Goldschmiedin dann nicht nehmen, nochmals zur Laute zu greifen, um ihrem Liebsten, einen würdigen Empfang zu bereiten. Dieser zeigte sich darob, natürlich höchst erfreut!

Dann war es aber auch schon wieder Zeit, sich zu verabschieden und der gemütliche ‚Schlafrockabend‘ fand ein ebenso gemütliches Ende. Fräulein Millaray und Herr Bango, wurden sehr für ihre tolle Idee und deren Umsetzung gelobt und konnten sich über einen minutenlangen Abschiedsapplaus freuen, bevor sich alle dann voneinander verabschiedeten und sich – nach und nach – auf ihre jeweiligen Heimwege begaben.

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Danke für den tollen Bericht über einen aussergewöhnlichen Stammtisch Abend lieber Beuno

  2. juhu, das war toll! Es waren ganz viele Schlafrockse übrig, die ham wir dann noch aufgefuttert, oja.

    • Torbol Prallwams

      na hoffentlich passt dir nun dein eigener Schlafrock noch Bango, nach so vielen gefutterten Teigmänteln

  3. Huhu Beuno, hier kann ich dich nur zitieren: „Schade, dass ich nicht dabei war.“
    Aber wie du weißt, hatten die Silberdisteln zur gleichen Zeit anderenorts einen Auftritt.

    Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt hätte kommen dürfen, da ich ja keine Einladung hatte.

  4. Es war ein lustiger Abend.

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