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Durins Faust der Gerechten: Gasthaus ‚Zum Eisernen Krug‘ beging gemütliche Julfeier!

Am vergangenen Sonntag, begingen die Zwerge von ‚Durins Faust der Gerechten‘ am dritten Schanktag ihres neuen Gasthauses ‚Zum Eisernen Krug‘, eine zünftige ‚Julfestfeier‘. In der Siedlung ‚Metortha‘, nahe der Feste ‚Thorins Tor‘, gab es ab der achten Abendstunde, Musik, Bier und ein deftiges Julfestmenü. Zudem stand mit der ‚Offenen Bühne‘ und einer Schneeballschlacht, ganz besondere Programmpunkte im Mittelpunkt des Abends.

 

Zur anberaumten Stunde, traf ich bereits zahlreiche Besucher vor der Tür des ‚Eisernen Krug‘ an, die anscheinend zeitgleich angekommen waren und von Fürst Kriso höchstpersönlich begrüsst wurden. Darunter waren die Damen, Ellisandre, Tunvil, Irmeline und Mairad, sowie die Herren, Ignas, Thorwien, Kirgon und Faroweis. Auch eine uralte Zwergenmatriarchin, namens Fräulein Sirtakidies, war unter den Ehrengästen des Abends.

Schnell ging es dann aber nach drinnen, da es vor der Tür doch etwas kühl wurde. Im Gasthaus erwartete uns dann jedoch eine eisige Überraschung, da die ‚Fäuste‘ ihre Taverne mit echtem Eis an den Wänden dekoriert hatten! Allerdings schien es sich um spezielles Eis zu handeln, da es trotz diesem, nicht allzu kalt im Schankraum war. Zudem begrüssten uns Neuankömmlinge – neben den bereits vorhandenen Gästen -, auch bereits die Klänge der ‚Gallic Frogs Band‘, die passenderweise, sehr julfestliche Klänge anschlug.

Als wir anderen uns unter die schon anwesenden Besucher – wie Ahilleth und Nayel, Culrod und Ellineth, Bango und Jimmo, sowie die ‚Fäuste‘, Skuldori, Rumbalin, Guthret, Bazaghal, Diargi und Gollorin – um nur einige zu nennen -, gemischt hatten, erklomm Fürst Kriso schliesslich die Bühne und hielt eine kurze Begrüssungsansprache.

Kriso: ‚Nun erst einmal, danke, dass ihr alle da seid! Es ist uns eine Ehre. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, euch unser Haus in winterlicher Pracht zu zeigen. Wir hoffen, es ist euch nicht zu kalt! Wenn dem so ist, dann stehn euch Feuer zu Verfügung, um euch aufzuwärmen. Unser Fest heute, ist das Fest des Winters und das wollten wir euch zeigen, drum auch das viele Eis, drinnen wie draussen! Auch unser Essen heute stimmt sich darauf ein. Es gibt: Gänsekeulen mit Klösen, Kartoffelsuppe und Himberrpudding mit Schnee und Maronentorte! Herr Bazaghal sorgt für euer leibliches Wohlbefinden und die ‚Gallic Frogs Band‘ für Schwung in euren Beinen. Wir werden spärer noch eine offene Bühne haben, da kann ein jeder etwas vortragen und auch eine kleine Schneeballschlacht wird es geben! Aber nun: Bühne frei für Spass und Musik!‘

Dann spielten die ‚Frösche‘ wieder auf und brachten alle – bis auf Bango, der sogleich zu Herrn Bazaghal und dessen Büffet-Tisch hinüber sprintete – mühelos zum Tanzen. In ihren einheitlichen Kostümen, gab die vielköpfige Kapelle aus fremden Landen, auch ein wunderbar julfestliches Bild ab, sodass quasi auch das Auge ‚mithörte‘.

In der Formation mit den Musikern, Saintlouis, Dagoberts, Charlemagne, Clodwig, Teophano, Vercingetoric, Barbarrosa, Joenna, Charlees Martel und Leogvild, konnten die ‚Fröschlein‘ auf ganzer Linie überzeugen, so wunderbar und gefühlvoll, boten sie ihre Lieder dar! Bravo!

Nach dem vielumjubelten Auftritt der ‚Gallic Frogs‘, als die ‚Zugabe-Rufe‘ letztendlich verklungen waren, gab Fürst Kriso die Bühne dann offiziell frei, sodass jeder, der etwas – idealerweise etwas julfestliches – vorzutragen hatte, dies auch tun konnte. Als Erster schritt Elbenherr Ahilleth mutig nach vorne und hatte ein kleines Gedicht in petto.

 

Ahilleth: ‚O Winterwaldnacht, stumm und her, mit deinen eisumglänzten Zweigen, lautlos und pfadlos, schneelastschwer, wie ist das groß, dein stolzes Schweigen!

Es blinkt der Vollmond klar und kalt; in tausend funkelharten Ketten sind festgeschmiedet Berg und Wald,

nichts kann von diesem Baum erretten.

Der Vogel fällt, das Wild bricht ein, der Quell erstarrt, die Fichten beben; so ringt den großen Kampf ums Sein

ein tausendfaches banges Leben.

Doch in den Dörfern traut und sacht, da läuten heut` zur Welt hinieden die Weihnachtsglocken durch die Nacht

ihr Wunderlied – vom ew`gen Frieden.‘

 

Das Gedicht kam sehr gut an, sodass Ahilleth unter grossem Applaus, die Bühne verlassen und an Zwergenherrn Bazaghal übergeben konnte. Dieser hatte eine kurze Geschichte zu erzählen.

Bazaghal: ‚Nun, ich werde euch eine Geschichte erzählen. Wie euch sicherlich aufgefallen sein wird, sind die Wände hier etwas vereist. Der gute Fürst trug mir, dem mutigsten und stärksten Kämpfer, auf, dies zu organisieren. Wie einigen hier vielleicht bekannt ist, lässt sich dies durch Dracheneis bewerkstelligen! Um an Dracheneis zu kommen braucht man Eisdrachen, diese kommen im Grauen Gebirge recht häufig vor. Ich machte mich also mit Herrn Skuldori auf einen dieser mächtigen Bestien zu erlegen, um des Fürsten Wunsch geheiß zu werden. Schon sehr bald fanden wir einen ein mächtiger Eisdrachen, gut und gerne 3 Meter groß und 8 Meter lang. Ein gar riesiges Biest und genauso schwer war es zu töten. Um ein Haar hätte es mir das Blut in den Adern gefroren, doch wie ihr seht, stehe ich noch hier ich war besser als besagter Wurm haha! Ach, alle Quatsch: der Fürst hat einfach nur vergessen, das Fenster zuzumachen!!‘

Nachdem das Lachen über Bazaghals lustigen Schwank, wieder verklungen war, nutzte Hobbitherr, Faroweis Birnhaag, dann die Chance, um mit seiner Laute hervorzupreschen und eine kleine Weise zu intonieren.

 

Faroweis: ‚Wir standen im Garten von Michelbinge, Bewunderten die weiße Statue, Schauten zum Julmond auf und warteten auf den Schnee, Dann fiel der erste Schnee, Alle waren sehr glücklich, Das Wunder des Winter´s geschah, Und dann über Nacht war es Winter geworden, Winter im Auenland, Weiß war alles hier, Es war Winter im Auenland, Als ich mein Lieblingstörtchen fand, Glück schien so nah, Es war Winter im Auenland, Am morgen mit dem Schlitten den Bühl hinab, Nur meine Freunde in der Nähe, Machten Schneehobbits und Stockbrot, Abens ging es zurück ins Smial, Dort fanden sich zwei Herzen, Bewunderten gemeinsam die Sterne am Himmel, Oh wäre es immer nur Winter geblieben, Winter im Auenland, Winter im Auenland!

Ich stehe am Smialfenster und suche die Sterne, Im Smial im Südviertel, Kann sie nicht finden – Überall sind nur Wolken, Und wieder fällt der Schnee, Einsam brennt unser Feuer, Denn du bist nicht bei mir, Was ist aus dem Glück und dem Winter geworden, Dem Winter im Auenland? Winter im Auenland, Weiß war alles hier, Es war Winter im Auenland!‘

 

Nach diesem eher melancholischen Winterlied, welches aber dennoch sehr gut ankam und allenthalben, mitfühlende Seufzer hervorrief, sorgte die Ehegattin von Herrn Faroweis, das Fräulein Mairad, anschliessend mit zweien ihrer Stimmungslieder dafür, dass wieder Fröhlichkeit in den ‚Eisernen Krug‘ einzog. ‚Bier, Bier, Bier‘ und ‚Ziegen sind zum Reiten‘, waren zwei Lieder, die perfekt auf den zwergischen Geschmack der Gastgeber gemünzt waren. Ein cleverer Schachzug, der patenten Hobbitdame!

Zwergenherr Kirgon zeigte sich von Mairads Darbietung anscheinend so inspiriert, dass er gleichmal in die selbe Kerbe schlug, als er danach ein kleines Dichtwerk zum Besten gab.

 

Kirgon: ‚Ein Bier allhier, das gebet mir. Den Durst zu stillen, nach meinem Willen. Nicht Wein, nicht Met oder gar Saft, nein Bier will ich, drum gebt es mir.

Nicht Schnaps, Likör oder gar Wasser, nein Bier will ich, drum gebt es mir. Nicht Branntwein, Most oder gar Milch, nein Bier will ich, drum gebt es mir.

Doch vollmundig muss es sein, würzig und dunkel mit Schaum darein, sonst ist’s kein Bier für eines Zwergen Durst, so gebt es mir, dies Bier allhier!‘

 

Auf diese Reime und den tollen Vortrag von Herrn Kirgon, stiessen alle dann erstmal ordentlich an, bevor es mit echter Elbenmusik wieder sinnlicher weiterging. Fräulein Nayel und ihr Partner, Herr Ahilleth, boten einige wunderbare Lieder als Duett dar, welche den ‚Geist des Jul‘ erneut herbeibeschworen und bei so manchem Zuhörer, einige Tränchen über die Wangen kullern liessen! Klasse!

Die Tränen mussten dann anschliessend aber schnell wieder getrocknet werden, da Kriso uns alle nach draussen in die Kälte bat. Dort war es dann Zeit für etwas Abwechslung in Form einer zünftigen Schneeballschlacht! Die ‚Fäuste‘ hatten jeglichen Schnee der Siedlung zusammengekarrt und damit ein beeindruckendes ‚Schneeballschlachtfeld‘ errichtet. Es war jedenfalls ein Mordsspass, als sich an die dreissig Gäste, gegenseitig mit Schneebällen bombardierten! Es wurde viel gelacht und kaum jemand verletzt, sodass die gute Laune, die ganze Zeit über, bestehen blieb.

Danach waren aber alle durchnässt, oder zumindest leicht unterkühlt, sodass Fürst Kriso und Herr Rumbalin, erstmal heisse Bouillon und dampfende Kartoffelsuppe, am grossen Kochfeuer servieren mussten, um alle Teilnehmer, halbwegs wieder aufwärmen zu können!

Auch zurück im Gasthaus gab es dann weitere Leckerbissen. Während Herr Bazaghal leckere, heisse Bratäpfel servierte, brachte Hobbitherr Olivio einen ‚Leckerbissen‘ für die Ohren dar. Er spielte, in Fortsetzung der ‚Offenen Bühne‘, eine ohrenschmeichelnde Melodie für uns auf seiner Laute. Viele zeigten sich darüber genauso beeindruckt, wie überrascht, da der talentierte Hobbitherr bisher kaum als Musiker in Erscheinung getreten war.

Auch die Hausherren selbst liessen sich dann nicht lumpen und brachten, teilweise mit Unterstützung von Herrn Kirgon, einige ihrer ‚Gassenhauer‘ zu Gehör, was für allgemeine Erleichterung sorgte, da ein Zwergengasthausabend ohne Zwergenmusik, ja quasi undenkbar gewesen wäre! Natürlich waren die ‚Fäustlinge‘ wiedermal ein wahrer Stimmungsgarant!

Mit ihrer epischen, sowie obligatorischen, ‚Fäuste-Hymne‘, beendeten die Zwergenmusikanten dann ihrern Kurzauftritt und konnten sich anschliessend, mit minutenlangem und wohlverdientem Beifall und Jubelrufen, abfeiern lassen! Ihr ‚Schwertgruss‘ konnte dann durchaus, als Dankesgeste an ihr Publikum verstanden werden.

Die Ehre, als letzte musikalische Gäste des Gasthausabends die Bühne zu entern, hatten dann Hobbitfräulein Sebylla und ihre ‚Silberdisteln‘, die in hübschen, einheitlichen Kostümen daherkamen und gleichmal einige modernere ‚Julfestklassiker‘ in die Menge ‚feuerten‘, was den Tanzboden nochmals so richtig zum Beben brachte!

Die ‚Disteln‘ hatten aber auch einige ruhigere und romantische Nummern im Programm, wie ich noch mitbekam, bevor ich dann leider schon wieder aufbrechen musste. Die Julfeier im ‚Eisernen Krug‘ war aber, in meinen Augen, auch so schon ein voller Erfolg gewesen, sodass ich satt und mit einem fröhlichen Grinsen auf dem Gesicht, meinen Heimweg antrat! Vielen Dank, an die ‚Fäuste‘ für dieses grossartige Fest, es war wunderbar!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Was für ein wundervoller Bericht , danke sehr Beuno
    Es war uns eine Freude,
    euch zu begrüssen.
    Das nächste fest ist in Planung,
    Wir freuen und schon darauf.
    *Kriso verbeugt sich*

  2. Ja, es war ein grossartiges Fest, genaus ist dein Bericht darüber grossartig, lieber Beuno. Es hat uns allen von den Fäusten freude gemacht dieses Julfest zu veranstalten und die ganzen Vorbereitungen war eine heiden Arbeit, aber das ergebniss Zählt.

  3. Torbol Prallwams

    Das war eine wirklich schöne Julfeier vor doller winterlicher Kulisse, drinnen wie draussen. Und die Zwerge haben dort in ihren Hallen das vielleicht größte Bierfass in ganz Mittelerde!

  4. Das war eine schöne und kalte Feier hihi. Danke nochmal.

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