Berichte

Die ‚Gondamon Rock Night‘ – Eindrücke eines Besuchers

Da mein ‚Schwiegerneffe‘, Beuno Willowtree, an diesem Wochenende verhindert gewesen war und ich ohnehin beruflich in Gondamon zu tun hatte, erblödete ich mich, meine Eindrücke der dort stattfindenden Musikveranstaltung, für das Wochenblatt, niederzukritzeln. Zwar bin ich nahezu taub und verstehe auch so kaum etwas von Musik, oder Noten, doch sah ich mir das zweitägige Spektakel dennoch interessiert an, jedenfalls in meiner Arbeitszeit von sechs bis acht Uhr abends.

 

Eigentlich war ich ja in Gondamon, um seltene Dung-Arten fürs ‚Braunflutfest‘ zu organisieren – sie haben dort einen echten Auerochsen! -, aber so ein bißchen Musik ist ja auch nicht verkehrt, zumal wenn sie schön laut und schmissig daherkommt. Herrn Bragomur kannte ich schon aus Bree und wusste, dass er und seine Familie gut aufspielen können.

Er und das Fräulein Tunvil, die ich ebenfalls schon aus Bree kannte, führten auch moderierend durch den Abend – jedenfalls während der Zeit, in der ich zugegen war – und machten ihre Sache sehr ordentlich. So im Mittelpunkt zu stehen und vor so einer grossen Menge zu sprechen, muss man sich auch erstmal trauen.

Und voll war es im Innenhof der Feste Gondamon allemal! Die vielen Zuschauer erfreuten sich dann an der Kapelle ‚ARDA‘, die hauptsächlich aus Zwergen bestand, falls ich richtig hingeschaut hatte. Ich musste zwischendurch natürlich auch noch arbeiten und bei den Ställen den Mist einsammeln, sodass ich nur im Hintergrund etwas von der Musik mitbekam.

Die Zwerge machten ordentlich Dampf und auch mein ‚Kohldampf‘ wurde zwischenzeitlich gestillt und das auch noch gratis! Das Hobbitfräulein Sahma, verteilte mit ihren gelbgekleideten Gehilfen, Speis, Trank und sogar Pfeifenkraut, was mit das Beste an dem ganzen Festival war…also für meinereiner jedenfalls!

Ich war noch am Kauen, da erklomm schon das nächste Orchester die als Bühne herhaltende Treppe. Auch diese bärtigen Gesichter waren mir, zu meiner Überraschung, sehr gut bekannt. Da ich ja ansonsten in Bree für den Bürgermeister tätig bin, wusste ich natürlich vom allsonntäglichen ‚Breemarsch‘ der ‚Fäuste Durins‘ und kannte die Protagonisten von daher.

Fürst Kriso und seine Mannen, spielten wohl am ersten Tag des Festivals – dem Samstag -, damit sie am Sonntag wohl wieder durch Bree ‚zuckeln‘ wollten, nahm ich an. Sie hatten viele traditionelle Ohrwürmer im Repertoire, was mir sehr gefiel, da ich dereinst auch mit diesen Melodien aufgewachsen war.

Als letzte Kapelle meines Abends in Gondamon – mein Mistkarren war bereits randvoll gefüllt -, bekam ich noch die Gruppe ‚Skarn‘ mit. Anscheinend wurden sie von anderen, befreundeten Musikern unterstützt, sodass sie zusätzliches Volumen verliehen bekamen und das Publikum begeistern konnten. Was ich von ihnen noch akustisch mitbekam, gefiel auch mir sehr gut, als ich meinen Wagen schon wieder in Richtung Osten und meines Feierabends lenkte.

Am nächsten Tag war ich wieder pünktlich – mit leerem Karren – vor Ort und bekam die feine Musik der ‚Mondbarden‘ mit, die ja in Bree als wahre Grösse zählen, wo ich sie schon des öfteren gehört hatte. Zum Glück kamen sie hier in Gondamon – wohl wegen des geschlossenen Hofes und ihrer exponierten Aufstellung – lauter zur Geltung, sodass sogar ich einige Lieder wiedererkennen konnte.

Der Name ‚Menestrelles du Soir‘ – so wurde die nächste Kapelle von Herrn Bragomur angekündigt -, obwohl sehr fremdartig, kam mir irgendwie bekannt vor. Jedenfalls lieferten sie sehr schöne Hintergrundmusik für meine Arbeit, die ich nebenbei wieder antreten musste. Das Schaufeln – der Auerochse hatte über Nacht wieder ordentlich abgekotet! – ging mir dabei jedenfalls viel leichter von der Hand!

Zu den Melodien von ‚Michel Delving Bunny Watch‘, konnte ich dann wieder eine wohlverdiente Pause einlegen in der ich, dankenswerterweise, erneut von einem Helfer des Fräuleins Sahma, mit Essen und Pfeifenkraut – geliefert von Zwergenherrn Halldin -, versorgt wurde. Bei den schönen Liedern der reinen Hobbitkapelle, schmeckte es mir gleich nochmal so gut!

Auch der zweite Festivaltag war ähnlich gut besucht, wie der erste, sodass ich mit meinem Dung-Karren kaum den Weg durch die Massen fand. Den Veranstaltern gönnte ich den guten Besuch jedoch von ganzem Herzen! Sie hatten ein schönes Festival auf die Beine gestellt!

Bevor ich wieder abreisen musste, kam ich noch in den Genuss einer weiteren Hobbitkapelle namens ‚Moonshine Wanderers‘, die mir sehr gut gefielen, alleine schon, weil sie in Arbeitshosen auftraten und stark auf Harmonien setzten.

Leider ging es für mich dann wieder gen Bree, sodass ich letztendlich, nur einen Bruchteil der gesamten Konzerte sehen konnte. Ich hoffe, mein kleiner Bericht war trotzdem lesenswert für Euch, liebe Leser! Immerhin bin ich ja auch Dungschaufler und kein Schreiberling!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Danke für diesen tollen Kurzbericht.

  2. Tunvil Wintermond

    Vielen Dank Beunos Verwandter, toller Bericht!
    Ich hoffe, du hast deinen Mist gut und sicher nach Hause gebracht !

  3. Sehr schön Geschrieben und auch tolle Bilder

  4. sehr schön beuno
    toll gemacht ihr verantstalter alle

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