Berichte

Das ‚Neunte Grosse Auenländer Pferderennen‘, der zweite Tag!

Auch am zweiten Tag - diesesmal der letztwöchige Sonntag - begrüsste, wie bereits am Freitag zuvor, herrliches Wetter, die zahlreichen, angereisten Besucher, die - zur siebten Abendstunde - ihren Weg zur 'Michelbinger Rennstrecke' gefunden hatten, um den Finalrennen des 'Neunten Grossen Auenländer Pferderennens', beiwohnen zu können.

Craaco Birkenheim hatte für den Auftakt des Finaltages, die überaus bekannten ‚Bunten Vögel‘ für das musikalische Aufwärmprogramm gewinnen können, die allgemeinhin, ja als Publikumsmagnet gelten. Dies zeigte sich auch diesesmal, da der Rasen vor ‚Rennbahnhügel‘, bereits gut mit Zuhörern gefüllt war, als ich kurz nach sieben Uhr, auf dem Gelände eintraf und soeben die ersten Noten der ‚gefiederten Freunde‘ vernehmen durfte.

Die an diesem Abend, als Oktett auftretende Kapelle, hatte einige Besetzungswechsel zu verkraften und sich für diesen Auftritt, mit den befreundeten Mitgliedern von ‚Schall und Rauch‘ verstärkt, was durchaus ein dauerhaftes Engagement darstellen könnte, wie Orchestermeister, Herr Ordosig, kryptisch durchblicken liess! Jedenfalls waren sie diesmal in der Besetzung, Garvil, Derui, Lufni, Anrida, Illea, Ordosig, Tirodan und Hardhin, am Start, die ohne Probleme, vollends überzeugen konnte!

Auch in der gemischten Formation, zogen die ‚Bunten Vögel‘ wieder alle Register ihres musikalischen und schaustellerischen Könnens und verzückten und erstaunten ihr Publikum gleichermassen, wobei der ‚Pferdekorso‘, bei ihrem Lied ‚Sattelfest‘, bei dem Musiker und Zuschauer beiderseits, ihre Reittiere bestiegen und die Gäste eine Art ‚Polonaise‘, rund um die Kapelle herum ritten, ein echtes ‚Bild für die Valar‘ abgab und zusammen mit den Flammenspielen bei ‚Feuertanz‘, den Höhepunkt ihres Auftritts bildeten.

Dann war es Zeit für Veranstalter, Craaco Birkenheim – trotz zahlreicher ‚Zugabe-Forderungen‘ – zum nächsten Punkt des Programms – der Vorstellung der Rennteilnehmer – überzugehen, jedoch nicht, ohne dem Publikum zu versprechen, dass die ‚Bunten Vögel‘ später noch einmal kurz zu Hören sein würden. Craaco bat alle Zuschauer, genau wie am Freitag zuvor schon, ein Spalier zu bilden, durch welches alle Finalteilnehmer – während Herr Birkenheim sie mit markigen Worten vorstellte – hindurchreiten konnten.

Die Sieger des ersten Renntags, Jannas, Gollorin, Mikho und Torbol, wurden von Craaco mit einigen lobenden Sätzen bedacht, die den Besuchern nocheinmal in Erinnerung rief, auf welchen von den Vieren, denn am besten zu Wetten sei, denn auch an diesem zweiten Renntag, konnten natürlich auch wieder jede Menge Silberstücke bei Fräulein Amanta eingezahlt und im Bestfall, auch verdoppelt werden. Am Ende würde ja dann auch noch ein Wettkönig gekürt werden, der über beide Tage hinweg, die meisten erfolgreichen Voraussagen getroffen haben würde!

WIEDER EINMAL STEHT ER IM HALBFINALE! WIEDER EINMAL IST ER DER GROSSE FAVORIT AUF DEN TITEL! BEGRÜSSEN WIR DEN AMTIERENDEN PFERDERENNSIEGER JANNAS!

EINE SCHNECKE AUF DER RENNSTRECKE BRACHTE IHN INS HALBFINALE. AM RANDE EINER NIEDERLAGE STACH ER ALS SIEGER HERAUS. WIRD IHM DAS GLÜCK HEUTE TREU BLEIBEN ODER VERLASSEN? BEGRÜSSEN WIR GOLLORIN!

MAN KANN IHN LIEBEN, MAN KANN IHN HASSEN, ABER EINE PONYSCHNAUZENLÄNGE IM VIERTELFINALE BRACHTE IHN VERDIENT HIER HER! BEGRÜSSEN WIR MIKHO!

IN DEN LETZTEN JAHREN NUR IN DER STAFFEL ERFOLGREICH. NUN GREIFT ER AUCH IM EINZELTURNIER NACH DEM TITEL! BEGRÜSSEN WIR TORBOL!“

Die Luft knisterte regelrecht vor Spannung, als es an das erste der beiden Halbfinals ging, welches vom amtierenden Titelverteidiger, Hobbitherrn Jannas, und Aussenseiter, Hobbitherrn Torbol, bestritten wurde. Überraschenderweise, schlug sich Torbol – seines Zeichens ein Mitarbeiter der Bäckerei ‚Smialtörtchen‘ – von Beginn an sehr souverän und konnte Topfavorit Jannas, stets in Schach halten, was letztendlich, auch im Sieg und somit dem Einzug ins Finale, für das Mitglied des ‚Buckelstädter Reitvereins‘ mündete, was wohl vielen ‚Wettern‘ einen enttäuschten ‚Flunsch‘ auf die Gesichter gezaubert haben dürfte!

Ähnlich, wie das erste Halbfinale, ging dann auch das Zweite über die Rennstrecke. Der ‚wegscheidaffine‘, Mikho Buchsbaum, hatte vom Start an, die Nase vorn, vorm redlich kämpfenden, Zwergenherrn Gollorin, der mit seiner Ziege, aber auch nie eine reelle Chance gehabt hatte und Mikho ins Finale einziehen lassen musste. Der faire Zwerg beglückwünschte, den das Publikum spaltenden, Mikho, aufs Herzlichste und wünschte ihm viel Glück, fürs Rennen um Platz Eins!

Einen kleinen Eklat gab es dann nach Mikhos Sieg, als das Gerücht aufkam, der durchtriebene Hobbit, hätte sein Pony gestohlen, um teilnehmen zu können! Getoppt wurde dieser Vorwurf nur noch davon, dass besagtes Huftier, einer gänzlich unbekannten Rasse entstammen sollte, oder sogar aus dem Bockland stammte! Jannas, Torbol, Sahma und Herr Moucheron, konfrontierten das Mitglied der Buchsbaumfamilie, mit diesen Anschuldigungen, konnten aber auch keine Klarheit in die Angelegenheit bringen, sodass sich nun die Grenzer der Sache annehmen werden!

Bevor es dann zu den entscheidenden Rennen um den ersten und den dritten Platz kam, durften – wie versprochen – die reformierten ‚Bunten Vögel‘, nocheinmal ihr Können zeigen und sorgten zwischendrin, für Tanz, Jubel und allgemeine Entspannung. Letzte Wetten konnten bei dieser formidablen, musikalischen Darbietung, auch noch abgeschlossen werden, was viele Besucher gerne noch wahrnahmen. Am Ende des kurzen Liederblocks, waren sich alle Zuhörer einig, dass die ‚Vögel‘ und ‚Schall und Rauch‘, sehr gut zusammenpassen und ihnen in dieser Symbiose, eine goldene Zukunft bevorstehen wird!

Natürlich, aus spannungstechnischen Gründen, stand dann erstmal das Rennen um den ehrenvollen dritten Platz an, welches die im Halbfinale unterlegenen, Herr Gollorin und Herr Jannas, gegeneinander auszutragen hatten. Sie nahmen die Sache sehr ernst und gaben alles! Letztendlich setzte sich aber erneut deutlich, Pony vor Ziege durch und Jannas durfte sich so über die ‚Bronzemedaille‘ freuen, die sich in seiner Vitrine, sicher gut neben der Goldmedaille des ‚Achten Auenländer Pferderennens, machen dürfte!

Wegen der umgehenden Munkeleien, wurde Mikhos Pony, vor dem grossen Finale, nocheinmal ganz genau, von den Grenzerinnen, Monabella und Tulpeline, in Augenschein genommen, letztendlich aber durchgewunken, sodass dem letzten Durchlauf im Einzelwettbewerb, nichts mehr im Weg stand und Craaco endlich die Startflagge schwenken konnte! Es war ein würdiges Finale, in dem lange Zeit, Herr Mikho vorne lag, bevor sein Gegner, Torbol Prallwams, der ja als krasser Aussenseiter galt, in der letzten von drei Runden, furios an dem Junghobbit vorbeiziehen und – zum Erstaunen aller – das ‚Neunte Grosse Auenländer Pferderennen‘ gewinnen konnte! Herzliche Gratulation, Torbol!

Ein Höhepunkt eines jeden Pferderennen, war bisher immer das ‚Staffelrennen‘, welches auch bei diesem – dem neunten Rennen – natürlich nicht fehlen durfte. Drei Staffel mit je vier Reitern, gingen an den Start und gaben ein imposantes Bild ab! Der ‚Buckelstädter Reitsportverein‘, der ‚Stammtisch zum Efeubusch‘ und ‚Durins Faust der Gerechten‘, hatten diesesmal eine Mannschaft gestellt und massen sich im rasanten ‚Strategieritt‘. Welche Reihenfolge war die richtige, wer sollte den Schlussreiter mimen und gleich Vollgas geben, oder abwarten? Das waren die Fragen, die sich die mutigen Reiter stellen mussten, bevor Craaco den Startschuss gab und sich ein überraschendes Rennspektakel entfaltete. Bis zur allerletzten Runde, lagen der ‚BSRV‘ und der ‚Stammtisch‘, weit vor den abgeschlagenen Zwergen, bis sich beide Schlussreiter der Führenden, einen Patzer leisteten und die ‚Fäuste‘ locker vorbeiziehen konnten! Damit hatten die Zwerge bewiesen, dass es nicht nur auf Geschwindigkeit ankommt, sondern auch mit Geduld und Ausdauer, ein Rennen gewonnen werden kann! Gratulation, Fäuste!

Zu den Siegerehrungen ging es dann wieder auf die Festwiese hinter den Stallgebäuden, wo es Craaco sich nicht nehmen liess, höchstpersönlich die Medaillen, Pokale und zusätzlichen Gewinne, an sämtliche Sieger des Abends zu überreichen. Die Staffel der ‚Fäuste Durins‘, freute sich genauso über ihren unerwarteten Sieg, wie auch Jannas, über seinen dritten Platz und Torbol, als neuer bester Reiter des Auenlands, dessen Gewinn des Titels, ebenso überraschend gekommen war, wie der der Zwerge. Lediglich der Zweitplatzierte, Mikho Buchsbaum, wirkte leicht zerknirscht, hatte er doch fest mit dem ersten Platz gerechnet und konnte sich kaum zu einem Lächeln hinreissen. Als ‚Wettkönigin‘ der Gesamtveranstaltung, durfte sich das Fräulein Sahma, schliesslich noch über einen wertigen Preis und den wohlklingenden, ehrenvollen Titel freuen, welchen ihr bis zum nächsten Pferderennen, niemand mehr nehmen kann!

Wie der tolle zweite Renntag begonnen hatte, so endete er auch wieder mit Musik, für welche die Kapelle von ‚Durins Faust der Gerechten‘ – die ‚Fäustlinge‘ – und danach die ‚Lindentaler Grünfinken‘ sorgten, die beide ihr bestes gaben und mit ihren durchaus unterschiedlichen Stilrichtungen, den Nerv der Zuhörer genau zu treffen schienen. In den Formationen, Uzuul, Kriso, Gollorin und Skuldori (‚Fäuste‘), sowie, Filbu, Mikho, Pontoweis, Beliadoc und Millaray (‚Finken‘), waren tolle Musiker am Start, die dem ‚Neunten Auenländischen Pferderennen‘ einen würdigen Ausklang verliehen und die Gäste, nachdem die letzte Note verklungen war, beschwingt und gut gelaunt, auf ihre Heimwege entliessen!

 

Hier noch das gesamte Endergebnis auf einen Blick:

 

Danke, an Craaco Birkenheim, all seine fleissigen Helfer, die tüchtigen Grenzer, die vielen Musiker, die mutigen Rennteilnehmer und das tolle Publikum, für diese denkwürdige Veranstaltung, die wohl noch lange für Gesprächsstoff im Auenland sorgen dürfte!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein toller Bericht über ein beeindruckendes Rennen. Danke Beuno und Herr Birkenheim

  2. Peredotti

    Huhuse, ja ich war auch da. Ich bin sozusagen hineingestolpert, mein Pony hatte sich vor irgendetwas erschreckt und schon war ich mitten drin. Ein tolles Rennen und ein toller Bericht, eine tolle Veranstaltung, ein Hoch auf die Veranstalter! Habt ihr schön gemacht!
    Liebe Grüße von eurer Peredotti Levlenrot

  3. Tunvil Wintermond

    Vielen Dank für den tollen Bericht … Schade, dass wir an diesem Tag nicht beim Rennen dabei sein konnten …

  4. Tulpeline

    Toller Artikel lieber Beuno =)

  5. Kirgon Stahlhammer

    Ja, das sind wirklich gute Berichte. Konnte diesmal nicht da sein, aber so gut berichtet bin ich vollauf informiert, als ob ich dagewesen wäre. Vielen Dank und besonderen Glückwünsch an meine Vettern zu ihrem Sieg!

  6. Pandorradis

    Erneute eine wirklich gelungener Bericht lieber Beuno. Leider war auch ich verhindert. Auf diesem Weg nochmals allen Gewinnern einen herzlichen Glückwunsch und allen Verlierern ein Kopf hoch.
    Eure Pando

  7. Wirklich zwei ganz fantastische Berichterstattungen, die auch alle die nicht mit dabei sein konnten aufs Beste informieren. Wie immer sehr anschaulich und lebendig geschrieben, da merkt man, dass die „Schreiberlinge“ eben ihr Fach verstehen 🙂
    Nochmals im Namen von den Vögeln und Schall und Rauch ein herzliches Dankeschön für die Einladung und Glückwunsch allen Gewinnern.
    Euer Ordo

    • Beuno Willowtree

      Dankeschön, für das tolle Lob, lieber Ordo! 😀 Ihr habt toll gespielt beim Rennen! Danke! 🙂

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