Berichte

Das ‚Lindentaler Apfelblütenfest‘ ging im Weiler ‚Lindental‘ über die Bühne!

Am vergangenen Samstag, hatte der Festausschuss des 'Stammtisch zum Efeubusch', gen Lindental geladen, wo auf dem Gelände des Stammtischsmial, das 'Zweite Lindentaler Apfelblütenfest' gefeiert werden sollte. Ab der achten Abendstunde, versammelten sich, Mitglieder, Freunde und interessierte Sympathisanten, im weitläufigen Garten, um mit den 'Efeubüschlern' zusammen zu Zelebrieren...

Schon vor der offiziellen Anfangszeit, war das Gelände bereits sehr belebt, wie ich zufrieden feststellen konnte, als ich pünktlich im Garten des ‚Stammtischsmial‘ ankam. Viele bekannte, aber auch einige neue Gesichter, waren unter den Gästen auszumachen und sogar Frau Schalotte Buchsbaum, beehrte das Fest mit ihrer Gegenwart.

Das weitläufige Areal, mit Bühne, Büffet und Regenschutzzelt, bot allen Besuchern zum Glück, genügend Platz, da – trotz des unbeständigen Wetters – immer mehr von ihnenden den schmucken Garten enterten und sich neugierig umsahen. Dabei erntete besonders der grosse, rosablühende Festbaum, inmitten des Platzes, viele staunende und bewundernde Blicke.

Die bekannte Musikgruppe ‚Notenzauber‘, begann dann schon vor ihrer eigentlichen Auftrittszeit, mit einigen willkommenheissenden Weisen, um die Feststimmung – die wegen des einsetzenden Nieselregens, einen Dämpfer zu erfahren drohte – ordentlich anzuheizen. Dies gelang den Musikern, rund um Kapellmeister Deascaith, auch ganz hervorragend und viele Besucher versuchten sich auch sogleich an den ersten Tänzen.

Die Zwerge von ‚Durins Faust der Gerechten‘, hatten allerdings ihre eigene Methode, um sich bei den kühlen Temperaturen bei Laune zu halten. Nur soviel sei dazu gesagt: Diese Methode beinhaltete anscheinend jede Menge Pfeifenkraut, welches mit ‚Hochprozentigem‘ versetzt zu sein schien, wenn man nach den augenreizenden Rauchwolken urteilen durfte, die sich rund um die Bartträger ausbreiteten!

Das diesige Wetter, war jedoch kein Hinderungsgrund fürs ‚Spasshaben‘, wie die gutgelaunten Besucher eindrucksvoll zeigten, als sie zu den famosen Klängen der ‚Notenzauberer‘, über die regennasse Wiese schwoften, oder sich an der reichhaltigen Büffet-Tafel, allerlei Gerichte rund um das Thema ‚Apfel‘, munden liessen!

Dann hatte sich Veranstalter, Filbu Buchsbaum, der auch den erkrankten Fredoberdt Beifuss, als Stammzischvorsitzenden ersetzte, endlich soweit gefangen, dass er die offizielle Begrüssungsrede vom Stapel lassen konnte. Untermalt von der dezenten Musik der ‚Noties‘, begrüsste er alle Besucher des ‚Apfelblütenfests‘ aufs Herzlichste und liess seine redegewandte Zunge, gekonnt aufschnalzen.

Nachdem Filbu einen kurzen Einblick über den weiteren Verlauf des Abends gegeben und das Büffet nun auch offiziell eröffnet hatte, ging es nahtlos mit dem zweiten Block des ‚Notenzauber-Auftritts‘ weiter, während welchem, die dunkle Wolkendecke etwas aufriss und dadurch die Stimmung gleich noch etwas besser zu werden schien!

Fräulein Azaline, Zwergenherr Halldin und Fräulein Sahma, tanzten jedenfalls hemmungslos in den nun durchbrechenden Sonnenstrahlen, während Frau Buchsbaum noch mit sich zu Ringen scheint, ob es für sie denn schicklich genug und erlaubt wäre, in den bunten ‚Hopps-Reigen‘ mit einzusteigen.

Als die Musik von ‚Notenzauber‘ dann, unter Feuerwerk und ‚Zugabe-Rufen‘, verstummt war, begaben sich Filbu und Faroweis zu einem bereitstehenden Fasswägelchen nach vorne und riefen die Menge zu sich, damit sie Zeugen des nun folgenden, traditionellen ‚Apfelweinfassanstichs‘ werden konnten! Unter Frotzeleien und Klamauk, gelang es den beiden dann tatsächlich, das Fässchen nahezu unfallfrei und selbst fast trockenbleibend, anzustechen und den Applaus der Zuschauer dafür einzuheimsen!

Natürlich wollten alle dann auch den ’süssen Nektar‘ auf ihren Zungen schmecken und reihten sich, beinahe klagelos, in die lange Reihe der Weinliebhaber ein, denen Filbu höchstpersönlich – geduldig wie ein Bogü in der Paarungszeit -, je einen grossen Krug des fermentierten ‚Apfelsafts‘ abzapfte und jeden Einzelnen nocheinmal, ‚Herzlich Willkommen‘ hiess!

Hernach folgte, mit dem von Fräulein Mairad kongenial organisierten ‚Apfelkuchenwettessen‘, ein weiterer Höhepunkt des Fests! Die Teilnehmer – Gabiola, Halldin, Faroweis, Gollorin, Kriso, Kirgon und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree – hatten, unter der Aufsicht von Mairad und dem ‚Essperten‘, Bango Gerstfeld, verschiedenste Apfelbackwaren, in möglichst kurzer Zeit zu verschlingen, wofür in jeder Runde ein Siegpunkt zu erlangen war.

Natürlich hatte am Ende, der Wettesser mit den meisten Punkten, den ersten Sieg für sich errungen, bevor es dann in den zweiten Abschnitt ging, wo man, die eben gegessenen Köstlichkeiten, mit möglichst adäquaten Worten, zu beschreiben hatte. Vor den staunenden Zuschauern, konnte tatsächlich ich – Beuno Willowtree – das Wettessen für mich entscheiden, bevor ich dann jedoch im ‚poetischen Teil‘ das Nachsehen hatte.

Hobbitfräulein Gabiola, die auch schon beim Wettmapfen gut gepunktet hatte, traf mit ihrem gereimten Lobesspruch: ‚Oh, Kuchen, oh, Kuchen, wie seid ihr fein, es müssten doch noch viel mehr hier sein!‘ und einer putzigen Geste, die ein ‚Bauchreiben‘ symbolisierte, dann genau den Nerv der Preisrichter, die sie dann auch folgerichtig, zur Siegerin krönten und ihr einen goldenen Apfel überreichten! Gabiola war ausser sich vor Freude!

Nach dieser nervenaufreibenden Darbietung, war es dann wieder Zeit für entspannende Musik, die nun von den ‚Fäustlingen‘, der Musikkapelle von ‚Durins Faust der Gerechten‘, dargeboten werden sollte, wie Filbu stolz ankündigte. Die in Orchestergrösse antretenden Zwerge, sind bekanntlicherweise, nicht nur Verbündete des ‚Stammtisch‘, sondern auch immer wieder gern gehörte Musiker auf den gemeinsamen Festen!

In der Formation, Fürst Kriso, Feurigomur, Krosin, Gollorin, Suralas, Dirgul und Hardlang, hatten sie gleich noch mehr Notenvolumen als sonst bereits am Start und ‚vergoldeten‘ die einbrechende Dämmerung, so noch zusätzlich mit ihren traditionellen Stücken und hymnenartigen Weisen, die majestätisch übers Gelände schallten!

Nach dem umjubelten Auftritt der ‚Fäustlinge‘, kam es beinahe zu einem Unglück, als Herr Hebiadoc, zusammen mit Filbu und einer brennenden Pfeife im Mund, die Bühne enterte, um die folgende ‚Miss-Apfelblüte-Wahl‘ zu moderieren. Irgendwie entzündeten sich wohl, die massig zurückgebliebenen ‚Körpergase‘ der zahlreichen, eben noch musizierenden Zwerge, durch Hebiadocs glühendes Pfeifenkraut, sodass es zu einer gewaltigen Verpuffung kam! Glücklicherweise erwiess selbige sich, als – zwar übelriechend – aber dennoch harmlos und niemand kam zu Schaden!

Sechs Damen stellten sich dann zur Wahl der ‚Apfelblütenkönigin‘, die von den Zuschauern in geheimer Abstimmung auserkoren werden sollte. Moderator, Herr Hebiadoc, stellte das Publikum – jeder hatte nur eine einzige Stimmmöglichkeit – vor eine wahrliche schwierige Wahl, waren mit den Fräuleins, Schalotte, Hazeline, Gabiola, Cattaline, Tulpeline und der Menschendame, Findra, wirklich nur echte Schönheiten am Start!

Etwas überraschend und auch nicht gänzlich unumstritten, da ihr Ehemann, Filbu Buchsbaum, einer der Kampfrichter im Hintergrund war, gewann dann Frau Schalotte Buchsbaum den Titel ‚Apfelblütenkönigin‘ und erhielt ebenfalls einen goldenen Apfel als Gewinn! Ihre strenge Schönheit und edle Eleganz, hatten die Zuschauer letztendlich zu recht überzeugt, wie auch ich meinte, obwohl ich ja Grenzerin Tulpeline gewählt hatte, da mir von ihr im Vorfeld ‚Strafzettelfreiheit‘, im Gegenzug für meine Stimme, in Aussicht gestellt worden war!

Als abschliessende Kapelle, spielten dann natürlich auch noch die ‚Lindentaler Grünfinken‘, das Hausorchester des ‚Stammtisch zum Efeubusch‘ höchstselbst, einen ihrer legendären Auftritte. Ohne sie wäre so ein ‚Apfelblütenfest‘ ja auch garnicht möglich, waren sie ja quasi die Begründer und Organisatoren, dieser alljährlichen ‚Sause‘ und waren bisher immer mit von der Partie gewesen!

Faroweis, Millaray, Filbu, Bango, Hebiadoc und Mairad, zogen all ihre Register und ünerzeugten, neben ihren schmissigen Tanznummern, auch durch Lieder mit wechselnden Gesang, der verschiedenen Kapellenmitglieder, die sehr gut ankamen und die Zuhörer zum ‚Austicken‘ brachte! Der Auftritt gipfelte dann aber in der berüchtigten ‚Tischtanzpolka‘, zu welcher die ‚Grünifanten‘ ihr gesamtes Publikum, zu sich auf die Bühne hinaufwinkten! Ein Bild für die Valar, wahrlich!!

Nach einer letzten Zugabe – ‚Gute Nacht Auenland‘ -, die noch immer mit allen zusammen auf der Bühne stehend, zum Besten gegeben wurde, ging dieses wunderbare ‚Apfelblütenfest‘ – bei strahlendem Sonnenschein (!) – dann aber auch würdig zuende! Ein besseres Abschiedslied gibt es wohl kaum, möchte ich meinen und allen noch Anwesenden, stand mindestens ein Tränchen in der Pupille, als Filbu und die ‚Finken‘, uns einen sicheren Heimweg wünschten! Vielen Dank, für diese wunderschöne Feier, liebe ‚Stammtischler‘!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Mairad Flinkfuss

    Ein wundervoller Bericht über ein wunderschönes Fest lieber Beuno…. aber ernsthaft, dass Tulpi Dir für die Stimme strafszettelfreiheit zugesicherert haben soll das glaub ich nicht und … ich habe die Stimmzettel hier ja ja und SCHÄM DICH für diese Verleumdung…..

    • Beuno Willowtree

      Dankeschön, liebe Mai! 😀 Vielelicht war es ja nur ein Witz von Tulpi, aber gehört habe ich es auf jeden Fall auch! Na, immerhin hat sie ja nicht gewonnen! 😉

  2. Lieber Beuno ich danke dir für diesen sehr schönen Bericht *lächelt*. Ich bin natürlich sehr stolz mein etwas mangelhaftem Mampfen (gegen über Dir) dennoch mit einem Reim ausgeglichen zu Haben *strahlt*.

    Doch Mairad, Tulpeline sprach jedem Strafzettelfreiheit zu, wenn man sie wählen würde… nur ich, ich wusste vor lauter Nachdenken leider nicht was ich dagegen anbieten könnte *seufzt*

    • Mairad Flinkfuss

      Wus… Das ist ja ein Skandal oh jeh… Da muss ich mit Tulpi drüber reden oh oh

    • Beuno Willowtree

      Danke, für dein Lob, liebe Gabi! 😀 Du hast vollauf zu recht gewonnen! 🙂

  3. Ein wundervolles Fest in der tat , das war es und es war uns eine Freude daran teil haben zu dürfen.
    Sehr feiner Bericht Herr Beuno

  4. Filbu Buchsbaum

    Vielen Dank für den famosen Bericht.
    Ich denke wir haben alle ein sehr schönes Fest erlebt.
    Von der verpuffung habe ich wissentlich gar nichts bemerkt.
    Aber jetzt weiß ich warum mir auf einmal so warm da oben wurde.
    Ich habs auf die Aufregung geschoben. Aber das erklärt natürlich einiges.
    Dieses Fest werde ich lange in Erinnerung halten.
    Auf bald im nächsten Jahr.

    Hochachtungsvollst
    Filbu Buchsbaum

  5. Schalotte Buchsbaum

    Herr Willowtree,

    Euer Bericht fasst den Verlauf des Festes in geeigneter Weise zusammen. Bevor jedoch Gerüchte aufkommen:

    Man muss mir etwas Hochprozentiges in den Apfelwein gemischt haben. Anders kann ich mir nicht erklären, wie ich mich dazu habe hinreißen lassen, in aller Öffentlichkeit zu tanzen oder an der Wahl zur Apfelblütenkönigin teilzunehmen. Als verheiratete Frau war es überaus unschicklich, sich vor fremden Männern derart zur Schau zu stellen. Überhaupt sollte sich keine Frau von Namen so anbieten und der Bewertung ihrer körperlichen Attribute durch Unbekannte unterziehen.

    Ich bin zutiefst beschämt über mein Verhalten, das durch nichts zu entschuldigen ist. Ich habe mich daher entschlossen, meine moralische Schuld dadurch zu begleichen, das Unkraut auf den Kopfsteinpflasterstraßen Lindentals zu jäten. Zudem werde ich die Auszeichnung, den Goldenen Apfel, an die Zweitplatzierte, Fräulein oder Frau Gabiola, weiterreichen.

    Schalotte Buchsbaum
    Lindental

    • Beuno Willowtree

      Vielen Dank, für das Lob, liebe Frau Buchsbaum! Ich bin aber der Meinung, dass ihr euch nicht wegen eures Sieges zu schämen braucht, ihr habt völlig zurecht gewonnen! 🙂

  6. Tulpeline

    Ja es war ein sehr schönes Fest und ich war ganz geschockt als die Zeit schon wieder um war. Zum Glück hatte ich an dem Tag Frei und musste nicht als Grenzerin dort sein. So konnte ich voll und ganz Feiern.

    Ich hatte sogar ein Rülpsgesang mit Findra.

  7. Kirgon Stahlhammer

    Ja, die Feier hätte besseres Wetter verdient gehabt. Reichlich geregnet und gestürmt hat es, aber kein Gast hat sich davon abschrecken lassen wie Beuno so richtig und gut berichtet hat.
    Und ihr habt schon recht Frau Buchsbaum…. bei uns Zwergen nehmen nur unverheiratete Zwerginnen an der Wahl zur Miss Stollen teil. Die verheirateten Zwerginnen sitzen mit in der Jury und haben bei Gleichstand die entscheidende Stimme.

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