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Beliebter Monatsmarkt gastierte im auenländischen Wasserau!

Der allseits bekannte Monatsmarkt der Veranstalter, Fräulein Millaray und Herr Bubikopf, fand im Monat Juni, wiedereinmal im schönen Örtchen ‚Wasserau‘ – dem Fischereizentrum des Auenlandes – statt. Wie immer, ab kurz nach der achten Abendstunde, standen Händlern und Kunden, die Plätze auf dem Verkaufsareal zur freien Verfügung offen.

 

Bei herrlichstem Wetter kam ich vor dem ‚Grünen Drachen‘ in Wasserau an, wo bereits Marktveranstalterin, Fräulein Millaray Maywine und Gemüsehändler, Herr Ruhmbert, miteinander im Gespräch vertieft, der Händler und Kunden harrten, die da noch kommen mochten. Nachdem ich die beiden begrüsst hatte, erklärten sie mir, dass sie über einen penetranten Flötenspieler – der im Hintergrund, laut und schief, musizierte – diskutiert hatten und ob dieser den bevorstehenden Markt wohl stören könnte.

Glücklicherweise wurden wir alsbald von der ‚Katzenmusik‘ abgelenkt, als weitere Besucher und Händler des ‚Wasserauer Monatsmarkts‘ eintrafen und mit Informationen ausgestattet werden mussten. Die Hobbitfräuleins, Peea, Fredirika, Sahma und Hobbitherr, Faroweis Birnhaag, sowie Herr Vezo – im Hintergrund – waren pünktlich zur anberaumten achten Abendstunde erschienen und mussten von Millaray noch etwas vertröstet werden, damit bei der folgenden Verkaufs-Stand-Vergabe, alles mit rechten Dingen zuging und niemand bevorteilt werden würde.

Als dann noch Zwergenherr Kirgon, sowie die Grenzerbrüder, Kelko und Sundo, die dieses Mal jeder mit einem eigenen Händlerstand am Start waren, zu uns stiessen, verteilte Millaray rasch die Berechtigungsscheine für die begehrten Verkaufs-Parzellen, sodass alle ihre Büdchen, oder Karren, aufstellen, oder in Position bringen konnten. Da das Gelände vor dem ‚Grünen Drachen‘ sowieso stets als Markt genutzt wird, war das Areal natürlich perfekt für das anstehende Verkaufsgeschehen geeignet!

Herr Vezo, der schon als Stammverkäufer der Monatsmärkte gilt, hatte wieder seinen ‚Kreppel-Karren‘ am Start und wurde sogleich vom soeben eingetroffenen ‚Essperten‘, Bango Gerstfeld, belagert, da wir – die Mannschaft von ‚Smialtörtchen‘ – noch mit dem Anfachen unseres Backfeuers beschäftigt waren und wir den jungen Vielesser, zunächst noch hatten abweisen müssen. Aber die feinen Brötchen von Herrn Vezo, sind ja auch immer sehr köstlich und bildeten einen höchstgeeignten ‚Snäck‘ für Zwischendurch!

Grenzerhauptmann, Kelko Breitfusz, hatte seinen Alltag quasi mit zum Markt getragen und mit seinem deftigen ‚Grenzereintopf‘, den er ohnehin wöchentlich für alle Besucher der ‚Grenzerstunde‘ kocht, ein höchst perfektioniertes ‚Produkt‘ zum Verkauf parat. Zwergenherr Kirgon, dem die Qualität des Eintopfs ja schon bekannt war, liess sich von Kelko, gleichmal eine grosse Schüssel aus dem riesigen Eisenkessel kredenzen. Er war schlichtweg begeistert!

Endlich hatten Faroweis, der frisch angekommene Torbol und meine Wenigkeit, Beuno Willowtree, unseren Stand fertig aufgebaut, sodass das Fräulein Fredirika, den ersten Pfannkuchen, den wir mit frischen Erdbeeren – die wir praktischerweise bei Herrn Ruhmbert am Nebenstand erworben hatten – garniert hatten, abgreifen konnte, weil Bango ja zunächst zu Herrn Vezo hinübergewechselt war.

Ruhmberts Erdbeeren waren bei der vorherrschenden Hitze, dann auch sein absoluter Verkaufsschlager, wie auch das Fräulein Sahma sicherlich bestätigen könnte, wenn man nach den Mengen geht, die sie von dem blondgelockten ‚Gemüsehobbit‘ erstand. Sahma selbst war dieses Mal nur als Kundin zugegen, hatte jedoch trotzdem eine Lieferung Eier für unsere Bäckerei ‚Smialtörtchen‘ dabei. Dankeschön, Sahma!

Grenzerhauptmann Sundo Breitfusz, der mit einem Kontingent ‚Bockländer Nerze‘ – gelbe Regenmäntel – zum Markt gekommen war, erklärte Marktleiterin Millaray, seine für das Wetter doch recht ungewöhnliche Ware, mit den Worten: ‚Welche Zeit wäre besser, als jetzt, um sich für schlechtes Wetter einzudecken? Wenn es erst regnet, ist es zu spät!‘ Dieser Logik konnte auch Hilfsbüttel, Osmo Liebkind, nur voll und ganz, zustimmen, als er seine Aufwartung bei Fräulein Maywine machte.

Der Markt entwickelte sich zu einem vollen Erfolg, als mit, Fräulein Tunvil und Herrn Thorwien, dem Hobbitfräuleins, Yome und Nelkine – einer Verwandten des Herrn Beliadoc, sowie den Zwergenhändlern, Gimpf und Halldin, nahezu ein Rekordergebnis an Besuchern erzielt wurde. Stellenweise musste sogar ein zwergischer Ordner – hier im Vordergrund -, mittels Hornstössen, für das Freibleiben der Zugangswege sorgen.

Der erfahrene Zwergenwirt, Herr Gimpf, hatte, wie erwartet, frische und gekühlte, Getränke jeglicher Art, auf seinem Karren mitgebracht und war – kaum das er sich eingerichtet hatte – auch schon stark umlagert, was bei den Temperaturen an diesem Sommerabend, natürlich nur allzu verständlich war. Hier lassen sich gerade das Fräulein Nieadis und Herr Bango, ein kühles Bier, beziehungsweise, einen geeisten Krug Saft, schmecken.

Auch das Fräulein Fredirika machte, zusammen mit dem just eingetroffenen Hobbitherrn Naiin, ersteinmal eine kurze Pause vom Verkaufsgeschehen und liess sich einen kühlen Tropfen munden, während Marktmitveranstalter, Herr Bubikopf, erst jetzt verspätet ankam und keuchend, einen kleinen Handkarren mit frischgebackenen Streuselkuchen hinter sich herzog.

Es war wahrlich ein erfreulicher Anblick, wenn man einmal kurz innehielt und seinen Blick über das Markttreiben schweifen liess, waren die vergangenen Märkte doch eher ruhiger verlaufen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Gesamteinnahmen des Abends, dieses Mal dem Erhalt der ‚Backstube Holzinger‘ in Oberbühl zufliessen sollten. 

Auch über zahlreiche Extraspenden durften sich die Organisatoren, Millaray und Bubikopf, freuen, die darob ein breites, zufriedenes Grinsen, nur schwerlich zurückhalten konnten, während Bango – im Vordergrund – sicher wohl eher über die neueste Spezialität – Hacktaschen – aus dem Hause ‚Smialtörtchen‘ freute!

Zwar enthielten unsere besagten ‚Hacktaschen‘, mit dem pastinakengewürzten, gerösteten Zwiebelhack, auch eine ordentliche Portion Fleisch, doch musste ich mir zwischendurch, zur Abwechslung, auch mal ein schöne Scheibe Rinderbraten, bei Zwergenhändler Halldin, gönnen. Eine Idee, auf die auch Herr Kirgon gekommen war und sich deshalb, geduldig hinter mir einreihte.

‚Smialtörtchens Backbüdchen‘ war auch stets gut besucht, was nicht nur an unserem neuen Angebot lag, sondern natürlich auch an unseren bewährten ‚Nopfkus‘, ‚Frupfkus‘ und ‚Pipfkus‘ – Nougatpfannkuchen, Fruchtpfannkuchen und Pilzpfannkuchen -, die – perfekt zubereitet von Bäckergeselle, Torbol Prallwams – wie immer, zu einem echten Verkaufsschlager mutierten! Backstubenchef, Faroweis Birnhaag, freute sich jedenfalls sehr, über die hohen Einnahmen, die er selbstverständlich auch spendete!

Am Ende des Marktes, liessen wir es uns nicht nehmen, noch rasch eine Gruppenskizze anfertigen zu lassen, als Erinnerung an diese tolle Veranstaltung!

Als letzter Besucher schaute noch Herr Farabras vorbei, der jedoch nur noch mitbekam, wie die Händler ihre Verkaufsstände wieder demontierten, so spät war er leider dran. Der ‚Wasserauer Monatsmarkt‘ war besser gelaufen, als sich dies alle im Vorfeld hatten vorstellen können! So sah man bei der allgemeinen Verabschiedung, dann auch nur in erfreute Gesichter und glückliche Mienen! Vielen Dank, an alle Beteiligten – Käufer, Verkäufer und Organisatoren -, für diesen wunderbaren Abend!

Beuno Willowtree ist ein vierzigjähriger Bockländer, der hauptsächlich in der Holzwirtschaft tätig ist. Zu seinen Leidenschaften zählen aber auch der Angelsport und das Jagen, welches er von Kindesbeinen an von seinem Onkel beigebracht bekam. Trotzdem eher friedfertig veranlagt, tauschte er schon bald desöfteren die Rute und den Bogen gegen Zeichenstift und Papier und fertigte lieber Bildnisse der Tiere an, anstatt diese zu erlegen. Dies blieb nicht gänzlich unbemerkt und so geschah es, dass auch das Auenländer Wochenblatt aufmerksam wurde und eines seiner Werke erstand und abdruckte.

  1. Juhu toll, Hacktaschen sollten immer im Vordergrund sein, oja!

  2. Tulpeline

    Leider habe ich den Markt wegen einem kleinen Notfall im Grenzerdienst auch komplett verpasst. Ich kam auch erst hin als schon fast alle weg waren. Man konnte nicht mal mehr was Kaufen.

    Aber Freut mich sehr zu Lesen das der Markt so gut lief.

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