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Aus den Geschichts-Chroniken von Michelbinge und Groß-Smials

Teil II – Die Entdeckung des Pfeifenkrauts

Nachdem die Artikelreihe natürlich mit der Besiedelung des Auenlandes begonnen hat, kommen wir nun  zu etwas, das bei uns Hobbits wirklich jedes Kind kennt – das Pfeifenkraut! Informativer Bericht.

 

Jeder raucht es, es mag jedoch durchaus den einen oder anderen geben, der nicht weiß, woher diese wunderbare Pflanze ursprünglich eigentlich stammt. Sicherlich wurden in der Vergangenheit auch schon einmal Artikel darüber verfasst. Da es sich hier aber um eine größten Auenländer Traditionen überhaupt handelt, kann man ruhig ab und an etwas darüber nachlesen, wie ich finde. Hierzu habe ich auch ein paar ausländische Freunde befragt, da unsere eigenen Aufzeichnungen leider nicht völlig lückenlos sind.

 

Laut Legenden aus Gondor (das ist ein Land, das unglaublich weit weg im Südosten Mittelerdes liegt) soll dieses Kraut dereinst im Zweiten Zeitalter vom Volke der Númenorer, der „Westmenschen“, nach Mittelerde gebracht worden sein. Kaum vorstellbar, solche Zeiträume, nicht wahr? Nun, in Gondor wird das Kraut jedenfalls aufgrund seiner Herkunft „Westermannskraut“ genannt oder auch mit dem elbischen Namen „Süße Galenas“. Es breitete sich dort in mild-warmen Klima aus und wuchs bald überall wild, wenngleich die Pflanze dort unten viel größer wird als hier bei uns. Man schätzte die Pflanze in Gondor wegen ihrer hübschen und süß duftenden Blüten. Jedoch kamen die Menschen dort nicht auf die Idee, die Blätter der Pflanze zu trocknen und zu rauchen.

Pfeifenkraut

Irgendwie fand das Westermannskraut im Laufe der Jahrhunderte seinen Weg über das Nebelgebirge in den Nordwesten Mittelerdes, so auch nach Bree. Die Quellen sind hier ungenau. Wie es sich dann genau ergab, ist leider auch nirgendwo richtig überliefert. Aber die ersten, die den Gedanken hatten, die aromatischen Blätter der Süßen Galenas zu trocknen und den Rauch zu inhalieren, waren die in Bree ansässigen Hobbits. Jedenfalls beharren die Bree-Familien darauf, die ersten gewesen zu sein.

 

Laut Erzählungen und einem Vermerk im Jahrbuch von Tukbergen  begann dann der auenländische Hobbit Tobold Hornbläser aus dem Südviertel, genauer gesagt aus dem Ort Langgrund, das Pfeifenkraut in seinem eigenen Garten zu ziehen. Das war im Jahre 2670 des Dritten Zeitalters, nach unsrer eigenen Auenländischen Zeitrechnung 1070. Ab da zog die Pflanze ihren Siegeszug durch das gesamte Auenland an und die Sitte des Pfeiferauchens verbreitete sich allgemein. Die Pfeifenkrautsorte „alter Tobi“ ist nach Herrn Tobold Hornbläser benannt und man darf annehmen, dass es sich dabei um die ursprüngliche handelt, die er dereinst aus Bree mitgebracht hat. Im Michelbinger Mathom-Haus hängt übrigens ein sehr schönes Portrait des alten Hornbläser.

Heutzutage kennen wir noch viele andere ausgezeichnete Pfeifenkrautsorten, wie zum Beispiel Südstern, Langgrundblatt und Seilerzwirn. Die Familie Hornbläser gehört auch heute noch zu den größten Produzenten im Auenland. Jedes Kind kennt die Hornbläser-Brandmarken auf den Pfeifenkraut-Fässern und man sagt, dass die Familie mittlerweile sogar in ferne Länder liefern lassen würde.

m.zw. für A.W.

  1. Beuno Willowtree

    Ein sehr informativer Artikel, Bravo! Es ist sehr spannend, derartige Hintergründe und Zusammenhänge zu erfahren.

  2. Tulpeline

    Oh ich wusste nicht das diese Pflanze ursprünglich aus Gondor kommt.

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